Franz Jägerstätter
Im Januar 1938 träumte der österreichische Landwirt von einem Zug, in den immer mehr Menschen einsteigen, und hörte eine Stimme sagen: "Dieser Zug fährt in die Hölle". Franz Jägerstätter deutete diesen Traum als Warnung vor dem Nationalsozialismus, der mit den Lehren der Kirche unvereinbar sei. Zunächst als verschrobener Bauer abgetan, wurde sein Widerstand mit der Verweigerung des Wehrdienstes aus Gewissensgründen schließlich öffentlich. Er erklärte öffentlich, dass er als gläubiger Katholik keinen Wehrdienst leisten dürfe, da es gegen sein religiöses Gewissen ist zu kämpfen. Sein Widerstand gegen den Nationalsozialismus zeigte sich zunächst darin, dass er sich aus dem öffentlichen Leben seiner Gemeinde immer mehr zurückzog, Vergünstigungen durch die NSDAP nicht in Anspruch nahm und nichts für die Partei spendete, obwohl er sonst sehr freigiebig war. 1940 wurden zehn Ortsbewohner, unter ihnen auch Franz Jägerstätter, in einem Brief als Gegner des Nationalsozialismus denunziert. Der Bürgermeister leitete dieses Schreiben jedoch nicht weiter. Trotzdem wurde Franz Jägerstätter am 9. August 1943 in das Zuchthaus Brandenburg gebracht und dort ermordet. Seine letzten bewegenden Worte waren: "Besser die Hände gefesselt als der Wille!" Sein Verhalten zeichnete sich aus durch Gewissen, Zivilcourage und Umgang mit Schuld - einfach beispielhaft! Als liturgischer Gedenktag wurde der 21. Mai, als sein Tauftag, festgesetzt, da sein Todestag (9. August 1943) mit dem Gedenktag der hl. Edith Stein zusammenfiel.
- Anbieter
- Hope Media Productions (Los Angeles); steyl medien (München)
- Jahr
- 2010
- Dauer
- 18 min f
- Zielgruppe
- A(8-13); J(12-18); Q
- Schlagworte
- Christliche Lebensgestaltung, Glaube (Religion), Jägerstätter; Franz, Mut, Nationalsozialismus, Widerstand gegen Hitler, Zeitzeuge
Sachgebiete
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