Mein ständiger Begleiter
Während bei Jana (20) schon in der Pubertät festgestellt wurde, dass sie vom Tourette-Syndrom betroffen ist, hat Rudolf (40) erst vor 1½ Jahren die Diagnose und damit einen Namen für sein Verhalten bekommen. Ben (35) wechselte seinen Arzt, als dieser ihn mit dem Tourette-Syndrom konfrontierte, weil er damals noch dachte, dass Tourette-Betroffene den ganzen Tag nur obszöne Worte herausschreien. Bei der medikamentösen Behandlung des Tourette-Syndroms bewegen sich viele Betroffene in einer rechtlichen Grauzone, da Cannabinol- und THC-haltige Präparate zwar nebenwirkungsarm helfen, aber offiziell für dieses Krankheitsbild nicht zugelassen sind. Überhaupt gibt es nur ein zugelassenes Medikament für die Erkrankung, das aber kein behandelnder Arzt mehr verschreibt.Neben den negativen Seiten erzählen die Betroffenen auch von ihren Liebesbeziehungen und von Momenten, in denen das Tourette-Syndrom für Komik in ihrem Leben gesorgt hat. Auch wenn der Film nicht alle Facetten des Tourette-Syndroms beschreiben kann, zeigt er, dass es weit mehr beinhaltet als das Herausschreien von sozial tabuisierten Worten. Die Dokumentation soll die Gesellschaft für mehr Akzeptanz sensibilisieren und Betroffene unterstützen, in der Öffentlichkeit zu ihren Tics zu stehen. BONUSFILME: ALLES MUSS PERFEKT SEIN: Ronny (34) erzählt von seinem Leben mit dem Tourette-Syndrom. ES GIBT KEINE RANDGRUPPEN: Obwohl Eva (38) mittlerweile eher wenig tict, beeinflusst das Tourette-Syndrom und seine Begleiterkrankungen ihr Leben sehr. SYMPTOMATIK PUR: Auf der 18 Jahre langen Suche nach einer Diagnose für sein Verhalten besuchte Hermann (59) sogar Geistheiler. EIN ANLASS ZUM LACHEN: Bianca (26) erzählt von ihrem Krankheitsverlauf und von der schweren Zeit, als sie ihre Diagnose bekam. Cavacasy – IMMER WENN DU AUSTICST: Musikvideo EXPERTINNEN-INTERVIEW: Interview mit Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl – Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie an der Medizinischen Hochschule Hannover.
- Anbieter
- Medienprojekt Wuppertal (Wuppertal)
- Jahr
- 2016
- Dauer
- ca. 50 min f
- Zielgruppe
- A(9-10); Q
- Schlagworte
- Interview, Lebensbewältigung (allgemein), Psychische Krankheit, Toleranz (Gesellschaft), Versorgung (Medizin)
Sachgebiete
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