Liebe und Hass
Es werden Schutzmechanismen beschrieben, welche die Betroffenen brauchten, um in dieser Zeit den Alltag zu bewältigen, und die sie bis heute begleiten. Obwohl mittlerweile alle Elternteile wieder trocken sind, haben die ProtagonistInnen noch viele Probleme, die aus der Suchterkrankung in ihrer Familie resultieren: Essstörungen, Schuldgefühle und fehlendes Selbstwertgefühl sind noch immer aktuell im alltäglichen Leben der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Der Film zeigt, wie wichtig es ist, sich jemandem anzuvertrauen, und dass man als Kind oder Jugendlicher nicht in der Lage ist, einem Elternteil alleine aus dieser Sucht zu helfen. Die ProtagonistInnen erzählen von Therapien und Vertrauenspersonen, die sie Jahre nach der Erkrankung ihres Familienmitglieds immer noch brauchen, um die Geschehnisse zu verarbeiten. Auf der anderen Seite beschreiben sie auch positive Momente und neue Hoffnung nach dem letzten Entzug ihres alkoholkranken Elternteils. Ein weiteres Thema des Films ist das persönliche Trinkverhalten der Jugendlichen und der Umgang mit trinkenden Mitmenschen. Der Film ist vor allem als motivierende Hilfe für junge Menschen und ihre Familien in ähnlichen Situationen gedacht, um ihr Leben in positiver Richtung zu verändern. Die Scham und das Gefühl, einen Elternteil zu verraten, wenn sie sich jemandem anvertrauen, sollen dabei reduziert werden. Darüber hinaus wird jungen Menschen, die im Elternhaus ihrer Freunde Suchterkrankungen bemerken, der Anstoß gegeben, ihren Freunden zu helfen.
- Anbieter
- Medienprojekt Wuppertal (Wuppertal)
- Jahr
- 2012
- Dauer
- ca. 45 min f
- Zielgruppe
- A(7-13); Q
- Schlagworte
- Alkoholismus, Familienkonflikt, Jugendlicher, Konflikt, Lebensbewältigung (Kind), Sucht (allgemein)
Sachgebiete
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