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Amphibien - Die Erdkröte

Cover: Amphibien - Die Erdkröte

DIE ERDKRÖTE - Kapitel: MERKMALE UND ATMUNG (03:21 min): Die Erdkröte gehört zu den Froschlurchen. Sie ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Hinter den Augen sitzt die Ohrdrüse, die Giftstoffe produziert, die die Erdkröte vor Fressfeinden und Hautparasiten schützen sollen. Sie hat drei Möglichkeiten, Sauerstoff aufzunehmen: die Schluckatmung, die Mundhöhlenatmung und die Hautatmung. Die Färbung der Erdkröte ist braungrau bis oliv, kann aber auch ins Rötliche gehen. So ist die Erdkröte im Laub gut getarnt. LEBENSRAUM (02:15 min): Gezeigt wird, wo die Erdkröte überall vorkommt und welche Bedingungen sie an ihren Lebensraum stellt. Dabei reicht der Lebensraum von strukturreichen Laub- und Mischwäldern über Streuobstwiesen bis hin zu naturnahen Gärten und Parkanlagen - allerdings muss ein Laichgewässer in der Nähe sein. FORTPFLANZUNG (05:51 min): Zunächst wird die Wanderung der Kröten zum Laichgewässer und die Paarbildung, die oft schon auf dem Weg stattfindet, behandelt. Am Tümpel herrscht ständiger Überschuss an Krötenmännchen, denn diese werden früher geschlechtsreif und kommen jedes Jahr zum Tümpel. Dagegen können Weibchen, die im Extremfall bis zu 6.000 Eier produzieren, nur alle paar Jahre, manche auch nur einmal in ihrem Leben diesen Kraftakt auf sich nehmen. Das Ablaichen erfolgt in Schüben. Dabei stößt das Weibchen mehrere Tausend Eier aus, die das Männchen beim Austreten befruchtet (äußere Befruchtung). Zwischendurch werden die Laichschnüre um Pflanzen und Pflanzenteile im Uferbereich gewickelt und so gespannt. Der Laichvorgang kann bis zu zwölf Stunden dauern. FRÜHE ENTWICKLUNG (05:36 min): In Zeitrafferaufnahmen wird die Teilung der Zellen in den Laichschnüren bis hin zum Schlüpfen der Embryonen aus dem Ei gezeigt. Danach fressen die Kaulquappen zunächst ihre Eiweisshülle und hängen sich an Eiweissfädchen an Pflanzenteilen auf. Anschließend ernähren sie sich von Algen, aber auch von Aas. Die Atmung erfolgt über Kiemen. Um sich vor Fressfeinden zu schützen, bilden die Kaulquappen der Erdkröte große Schwärme. Dennoch gelingt es Libellen- und Gelbrandkäferlarven immer wieder, einzelne Tiere zu erbeuten. METAMORPHOSE (02:09 min): Eingegangen wird auf die Umwandlung von der Kaulquappe zur kleinen Kröte. Dabei bilden sich zunächst die Hinterbeine aus. Die Vorderbeine entwickeln sich im Kiemeninnenraum. Zuerst stößt das linke Vorderbein durch das Atemloch hervor. Nun befindet sich die Kaulquappe im Dreibeinstadium, das mehrere Stunden dauern kann. Nach einiger Zeit öffnet sich dann auch der Kiemenraum auf der rechten Seite und mit Hilfe schneller, ruckartiger Bewegungen schlüpft auch das rechte Vorderbein nach draußen. Innerhalb der nächsten drei Tage bilden sich die Kiemen zurück, während sich parallel dazu die Lungen ausbilden. Dabei verändert sich auch der Mund. Die Raspelzähne verschwinden und das Krötenmaul bekommt seine endgültige Form. In dieser Phase können die kleinen Kröten keine Nahrung aufnehmen und zehren stattdessen von der Energie, die in ihrem Schwanz gespeichert ist. Dadurch bildet sich dieser nahezu vollständig zurück und wird aufgezehrt. ERNÄHRUNG (04:10 min): Nach der Metamorphose halten sich die kleinen Kröten zunächst einige Tage in der Nähe des Tümpels auf, bevor sie sich einen neuen Lebensraum suchen. Dort verbringen sie die nächsten Jahre mit Fressen, Verstecken und Wachsen. Ihr Nahrungsspektrum reicht dabei von Insekten und Würmern bis hin zu kleinen Schnecken, Krebstieren und Spinnen. Mit Hilfe von Zeitlupenaufnahmen macht der Film auch die Details beim Jagdverhalten sichtbar. Von Zeit zu Zeit häuten sich die Kröten. Dabei fressen sie ihre eigene Haut auf. So gehen keine "Rohstoffe" und keine Energie verloren. Nach drei bis fünf Jahren sind die Kröten geschlechtsreif und machen sich wieder auf den Weg zum Laichgewässer. GEFÄHRDUNG (03:04 min): Eingegangen wird auf die Gefährdung der Erdkröte durch den Menschen. So ist auf dem Weg zum Laichgewässer in der Zwischenzeit eine Straße gebaut worden. Stark befahrene Straßen stellen ein großes Risiko für die Kröten dar. Unzählige werden bei der Krötenwanderung überfahren. Aber auch die Form der intensiven Landwirtschaft stellt eine nicht unerhebliche Bedrohung dar. Einerseits geht durch die Tendenz zu großen Monokulturen artenreicher Lebensraum mit geschützten Rückzugsorten verloren, den die Kröten zum Überleben brauchen. Andererseits schaden Gülle sowie verspritzte Pestizide der empfindlichen Haut der Amphibien. Die Insektengifte haben zusätzlich zur Folge, dass sie die Nahrungstiere der Kröte vergiften und abtöten. Allgemein stellt auch der Lebensraumverlust durch versiegelte Flächen, wie Straßen, Parkplätze sowie durch Industrie- und Wohngebiete ein wachsendes Problem dar. Dort lauern zudem neue Gefahren wie z.B. Abwasserschächte. Andererseits können Wohngebiete auch eine Chance für Amphibien sein, indem naturnahe Gärten mit Hecken und Sträuchern, vielleicht sogar mit einem Tümpel ohne Fische angelegt und dadurch krötenfreundliche Lebensräume geschaffen werden.

Anbieter
WfW-Film (Sonnenbühl)
Jahr
2018
Dauer
ca. 45 min f
Zielgruppe
A(5-6)
Schlagworte
Artenschutz, Froschlurche, Gewässer, Häutung, Kaulquappen, Kiemen, Kröten, Laichverhalten, Lebensraum, Metamorphose (Zoologie), Nahrungsaufnahme (Tiere Pflanzen), Ökosystem, Paarungsverhalten, Verhalten (Tier)

Sachgebiete

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