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Neue psychoaktive Drogen

Cover: Neue psychoaktive Drogen

LEGAL HIGHS - VERBOTENE DROGEN (11:53 min): Umrissen wird die Gesamtsituation der «schönen bunten Welt» einer neuen Drogengeneration bei der Vieles als harmlos dargestellt wird. Schon die Bezeichnung ist eine Verharmlosung, denn bei den Stoffen handelt es sich um neue psychoaktive Substanzen. Die psychoaktiven Stoffe selbst kommen aus Laboratorien in China oder Thailand nach Europa. Getarnt als Kräuter- oder Räuchermischungen, Badesalze, Raumlufterfrischer oder Pflanzendünger wurden sie über das Internet und in Headshops verkauft. Für den Konsumenten bergen sie große Gefahren, da auf den bunten Tütchen Angaben zu den wirklichen Inhaltsstoffen fehlen. Zudem weiß der User nicht, in welcher Konzentration die Wirkstoffe vorliegen. Weil die Stoffe neu sind, weiß man in vielen Fällen überhaupt nicht, welche Auswirkungen sie auf den Körper haben. Das alles macht «Legal Highs» besonders gefährlich. Viele Jahre lang wurde ein Verbot dieser Stoffe angestrebt. Das ist mit dem Neuen-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) schließlich gelungen. Seit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes im November 2016 gelten einstige «Legal Highs» als verbotene Drogen. Allerdings tauchen jetzt schon wieder völlig neue Stoffe als «Legal Highs» auf, die nicht unter das NpSG fallen. KRÄUTERMISCHUNGEN (10:43 min): Unter dem Decknamen «Kräutermischungen» werden synthetische Cannabinoide auf dem Drogenmarkt angeboten. Sie ahmen den Wirkstoff von Cannabis, das THC, nach und missbrauchen auf diese Weise das körpereigene Cannabinoidsystem. Kräutermischungen tauchten erstmals unter dem Namen «Spice» auf. Zur Herstellung von Kräutermischungen werden Kräuter verwendet, die sich günstig über den Handel beziehen lassen. Auf diese Kräuterbasis werden synthetische Cannabinoide aufgesprüht. Nach dem Trocknen werden sie in Tütchen verpackt und vor allem im Internet angeboten. Angaben zu den psychoaktiven Substanzen fehlen. Es sind lediglich Hinweise zu finden, dass diese Stoffe nicht für den menschlichen Konsum gedacht sind. Auch diese Substanzen sind sehr gefährlich. In der Zwischenzeit sind synthetische Cannabinoide auf dem Drogenmarkt, die 30- bis 200-mal stärker wirken als Cannabis. Die Dosierung wird schwierig, da selbst innerhalb eines Tütchens die Konzentration der Stoffe stark schwankt. So kommt es häufig zu Überdosierungen mit unabsehbaren Folgen. Das verdeutlichen auch drei Beispiele von Hermann Leist vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg. BADESALZE (11:12 min): Bei »Badesalzen» handelt es sich um Substanzen aus dem Bereich der Stimulanzien. Verwendet werden sie vor allem in der Partyszene. Das weißliche Pulver ist eine synthetische Droge, die den natürlichen Substanzen in den Blättern der Kath-Pflanze nachempfunden ist. «Badesalze» ahmen die Wirkung von Stimulanzien wie Amphetamin und Ecstasy nach. Stimulanzien regen das Belohnungssystem im Gehirn an. Dopamin wird ausgeschüttet. Das wirkt stimulierend und euphorisierend. Leistungsreserven werden bereitgestellt. So ist es möglich, ohne Schlaf das ganze Wochenende durchzutanzen. Beim Konsum von «Badesalzen» geht man ein hohes Risiko ein, denn «Badesalze» sind in der Regel eine Mischung aus verschiedenen Stoffen, so dass Wirkung und Nebenwirkungen nicht wirklich abschätzbar sind. Häufig kommt es zu Herzrasen, Hyperthermie und im Extremfall zu Nierenversagen. Daneben ist auch die Psyche betroffen. «Badesalze» können zu einem Horrortrip mit Panikattacken führen und machen aggressiv. Dabei kann sich die Aggression auch gegen sich selbst richten, was dazu führt, dass man sich selbst verletzt. Ein Beispiel von Prof. Dr. Auwärter verdeutlicht die Gefährlichkeit dieser neuen Drogen. RESEARCH CHEMICALS (04:34 min): Neue psychoaktive Substanzen werden im Internet auch als «Research Chemicals», also als Forschungschemikalien, angeboten. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Reinsubstanzen. Bei «Research Chemicals» steht auf den Tütchen, um welchen Stoff es sich handelt und dass diese Stoffe nur für Forschungszwecke unter Laborbedingungen verwendet werden dürfen. Diese Stoffe sind sehr gefährlich, denn da diese meist neu sind, weiß man nicht, wie sie wirken und welche Nebenwirkungen sie haben. Zudem ist die Dosierung schwierig, da oft schon einige Milligramm als wirksame Dosis ausreichen. «Research Chemicals» können als synthetische Cannabinoide oder als neue psychoaktive Stoffe aus dem Bereich der Stimulanzien angeboten werden. ERWEITERUNGSFILME «FRAG DEN AUSSTEIGER» (28:24 min): In 15 Einzelfilmen geben drei Aussteiger, die gerade in einer Therapieeinrichtung sind, Antwort auf Fragen, erzählen aus ihrem Leben und machen auch durch ihre Lebensgeschichte deutlich, dass Drogen ihr bisheriges Leben zerstört haben. DALILA: Wie hat es bei dir angefangen? (02:43 min); Warum hast du Spice genommen? (1:39 min); Wie hat Spice bei dir gewirkt? (1:14 min); Wie sah die Abhängigkeit bei dir aus? (1:49 min); Wie veränderten die Drogen dein Leben? (3:26 min); Wie hast du den Ausstieg geschafft? (2:42 min). JOCHEN: Wie war deine „Drogenkarriere“? (1:27 min); Warum Badesalze? Wie war die Wirkung? (1:20 min); Wozu hat dein Drogenkonsum geführt? (1:27 min). DOMINIK: Wie hat es bei dir angefangen? (2:15 min); Welche Erfahrungen hast du mit Spice? (2:03 min); Wie bist du an «Legal Highs» geraten? (2:11 min); Hast du mal eine Überdosis erwischt? (1:37 min); Wie rutscht man in die Abhängigkeit? (1:04 min); Wie hast du den Ausstieg geschafft? (1:29 min).

Anbieter
WfW-Film (Sonnenbühl)
Jahr
2017
Dauer
ca. 38 min f
Zielgruppe
A(7-10); J(12-18); SO
Schlagworte
Drogenberatung, Drogenhandel, Halluzinogen, Rauschgift, Sucht (allgemein), Suchtprävention

Sachgebiete

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