Bonhoeffer
1906 in Breslau geboren, in Berlin aufgewachsen, schreibt Bonhoeffer einundzwanzigjährig seine Doktorarbeit "Sanctorum Communio", eine dogmatische Untersuchung zur Soziologie der Kirche". Nach Auslandsaufenthalten in Barcelona und New York arbeitet er als Privatdozent, Studentenpfarrer und Jugendseelsorger in Berlin, ist aktiv im Weltbund für Freundschaftsarbeit der Kirchen und wird Jugendsekretär des ökumenischen Rates für Praktisches Christentum (Vorgänger des Ökumenischen Rates der Kirchen). Mit Beginn der NS-Zeit 1933 erweist sich Bonhoeffer als entschiedener und unerschrockener Gegner des Unrechtssystems. Früher als die meisten seiner Zeitgenossen erkennt er die Tragweite der staatlichen Unrechtshandlungen. Für selbstverständlich hält er "die unbedingte Verpflichtung" der Kirche gegenüber "den Opfern jeder Gesellschaftsordnung", auch wenn diese nicht der christlichen Kirche zugehörig sind. Schon damals hält Bonhoeffer es für möglich, dass es einmal der Kirche geboten sein könne, nicht nur "die Opfer unter dem Rad zu verbinden", sondern auch "dem Rad in die Speichen zu fallen". Vom bekennenden Christen und Menschenrechtler wird er zum tätigen Verschwörer. Ohne Rücksicht auf das eigene Leben beteiligt er sich an den konspirativen Vorbereitungen eines Umsturzes. Die Verschwörer werden enttarnt. Nach fast zweijähriger Haft bezahlt er für seine Zivilcourage mit dem Leben.
- Anbieter
- Journey Films
- Jahr
- 2003
- Dauer
- ca. 92 min sw+f
- Zielgruppe
- A(9-13); J(16-18); Q
- Schlagworte
- Bekennende Kirche (Bewegung), Biografie, Bonhoeffer; Dietrich, Christliche Lebensgestaltung, Dokumentarfilm, Widerstand gegen Hitler, Zeitzeuge
Sachgebiete
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