Wilhelm und die Welt
Der junge Kaiser Wilhelm II. versprach 1892 eine glorreiche Zukunft und wurde zum Symbol des deutschen Strebens nach Größe, obwohl er als prunksüchtiger Monarch agierte. Die innere Einigung Deutschlands stockte, da alte territoriale und konfessionelle Gegensätze sowie soziale Gräben durch den industriellen Aufschwung Konflikte verursachten. Der Reichstag und die wachsende Sozialdemokratie forderten ein Ende von Wilhelms persönlicher Herrschaft, während er die Linke als "vaterlandslose Gesellen" beschimpfte. Wilhelm II. strebte eine Weltmachtstellung Deutschlands an, im Gegensatz zu Bismarcks Vision eines friedlichen Eingliederns in die Weltmächte, was nationalistische Kreise auch notfalls militärisch durchsetzen wollten.
- Anbieter
- ZDF (Mainz)
- Jahr
- 2008
- Dauer
- ca. 43 min f
- Zielgruppe
- Q; A(7-13)
- Schlagworte
- Deutsches Reich (1871-1918), Dokumentarfilm, Imperialismus, Industrialisierung (Deutschland), Novemberrevolution, Soziale Frage, Weiterbildung, Wilhelm II. (Kaiser Deutschland)
Sachgebiete
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