Taten statt Sprüche
THEODOR FLIEDNER - PFLEGEN STATT VERWAHREN (ca. 15 min): Theodor Fliedner (1800-1864) wurde schon als junger Pfarrer mit den sozialen Problemen in seiner Gemeinde konfrontiert. Die Schließung der Samtfabrik, die den meisten Arbeit gab, traf ihn tief. Er resignierte jedoch nicht, sondern sammelte Spenden für seine Gemeinde. In England lernte er die legendäre Elisabeth Fry kennen. Diese Begegnung veranlasste ihn, nach Deutschland zurückzukehren und u.a. die Gefangenenseelsorge in Düsseldorf aufzubauen. (1998, Regie: Norbert Christ). GUSTAV WERNER - GOTT IM MASCHINENSAAL (ca. 15 min): Gustav Werner (1809-1887) war Pfarrer und betonte stets die aktive Seite des Glaubens. Die heranwachsende Industrie verdrängte das Handwerk und machte viele Menschen arbeitslos. Werner gründete im Schwarzwald "christliche Genossenschaften" für Menschen, die keine Arbeit hatten. Sie sollten dort leben und arbeiten. Er kaufte mehrere Fabriken, um aus dem Gewinn den Unterhalt für Alte, Behinderte und Kranke zu finanzieren und Waisen eine Ausbildung zu ermöglichen. (1998, Regie: Wolfgang Neumann-Bechstein). JOHANN HINRICH WICHERN - VON DER KATE ZUM GRAFFITI (ca. 15 min): Ausgehend von der aktuellen Situation einer Kinder- und Jugendwohngruppe beschreibt der Film die sozialen Probleme im 19. Jahrhundert (Kinderarbeit, Verwahrlosung, Jugendkriminalität). Wicherns Erziehungskonzept des "Rauhen Hauses" zeigt die Gültigkeit dieses Ansatzes bis in die heutige Zeit. (1998, Regie: Wolfgang Neumann-Bechstein). FRIEDRICH VON BODELSCHWINGH - HEIMAT GEBEN (ca. 15 min): Der Landwirt und Theologe Friedrich von Bodelschwingh, der seit 1871 eine Diakonissen- und Epilepsieanstalt in Bielefeld leitete, gründete angesichts der Massenarmut um ihn herum eine Arbeiterkolonie. Sie bot heimatlosen Menschen Unterkunft und Arbeit. Damit legte er die Basis moderner Wohnungslosenarbeit, deren Kern die Hilfe zur Selbsthilfe war. (1998, Regie: Wolfgang Neumann-Bechstein). EVA VON TIELE-WINCKLER - VOM SCHLOSS ZUR HÜTTE (ca. 15 min): Eva von Thiele (1866-1930) stammte aus einer reichen Industriefamilie. Sie erkannte die sozialen Probleme ihrer Zeit, zweifelte aber die gesellschaftliche Ordnung nicht an, sondern sah von allem die Hilfe für den einzelnen Menschen als notwendig an. Nach einer Krankenpflegeausbildung in Bethel, wo sie Friedrich von Bodelschwingh kennenlernte, gründete sie mit Hilfe des väterlichen Vermögens in ihrem oberschlesischen Heimatort Miechowitz ein Haus für heimatlose Kinder und Kranke. Später gründete sie eine Schwesternschaft und bildete Diakonissen für die Krankenpflege und Kindererziehung aus. Eva von Thiele-Winckler war eine der ersten Frauen in einer Führungsposition in der Diakonie. (1998, Regie: Sibylle Tiedemann): EUGEN GERSTENMAIER - AUS TRÜMMERN ÜBERLEBEN (ca. 15 min): Im Zusammenhang mit der Nachkriegssituation werden die Aktivitäten und Verdienste von Eugen Gerstenmaier geschildert. Ein besonderer Schwerpunkt ist der Aufbau des kirchlichen Hilfswerks, Kontakte zu Auslandskirchen und konkrete Aufbauarbeiten nach dem 2. Weltkrieg. (1998, Regie: Wolfgang Neumann-Bechstein)
- Anbieter
- Matthias-Film (Berlin)
- Jahr
- 2008
- Dauer
- ca. 90 min f
- Zielgruppe
- A(7-13); J(14-18); Q
- Schlagworte
- Armut, Biografie, Diakonie, Dokumentarfilm, Fliedner; Theodor, Gerstenmaier; Eugen, Industrialisierung (Deutschland), Kinderarbeit, Nachkriegszeit, Soziale Frage, Straßenkind, Tiele-Winckler; Eva von, Werner; Gustav, Wichern; Johann Hinrich
Sachgebiete
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