Unsere Zehn Gebote
DAS ERSTE GEBOT (ca. 15 min): "Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir". Marie (11) ist mit ihren Eltern umgezogen und kommt in eine neue Klasse. Sie hofft, in den auserwählten Freundeskreis von Lilly (11) aufgenommen zu werden. Lilly will von allen anerkannt werden. Sie bestimmt die Regeln. Um in ihre Gruppe hinein zu kommen, opfert Marie dafür sogar ihren geliebten Hund Amos. Eine Mutprobe, die sie sehr bald bereut. Denn Amos läuft Lilly weg und bleibt verschwunden. (Regie: Cornelia Grünberg; Darsteller: Lea Eisleb, Kathleen Frontzek, Stefanie Schwarz u.a.) DAS ZWEITE GEBOT (ca. 15 min): "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen". Dorothee (14) will um jeden Preis beim Look-alike-Wettbewerb gewinnen. Denn dann geht der von ihr angebetete Henrik (15) mit ihr aus. Mit viel Mühe stylt sich Dorothee, bis sie so aussieht wie die Popikone Princess G. Dorothee tanzt aber aus der Reihe; sie singt nicht einen Song der Popikone, sondern will beim Wettbewerb mit einem eigenen Song antreten, den sie Henrik gewidmet hat. Die Vorauswahljury ist empört über diese Eigenmächtigkeit. (Regie: Karola Hattop; Darsteller: Annekathrin Wittig, Anico Röhlinger, Frederick Lau u.a. DAS DRITTE GEBOT (ca. 15 min): "Du sollst den Feiertag heiligen". Es ist Sonntag und der 9-jährige Max freut sich darauf, mit der Familie sein neues Baumhaus einzuweihen. Aber wieder einmal kommt etwas dazwischen: Selbst am Sonntag kommen Kunden in den kleinen Bioladen seiner Mutter und ausgerechnet heute bahnt sich ein neuer Auftrag für den Vater an. Am nächsten Sonntag sieht es nicht besser aus. Da ersinnt Max mit Hilfe seiner Schwester eine List, die dazu verhilft, dass nicht nur die eigene Familie am Sonntag Zeit füreinander hat... (Regie: Irina Popow; Darsteller: Felix Wichum, Elisabeth Köhler, Thorsten Nindel u.a.) DAS VIERTE GEBOT (ca. 15 min): "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren". Klara - ein afrodeutsches 13-jähriges Mädchen - will endlich erfahren, wer ihr Vater ist. Doch bei ihrer Mutter stößt sie mit dieser Frage auf Granit. Zudem muss sie gerade mit ansehen, wie ihre geliebte Oma von ihrer Mutter ins Altersheim gebracht wird. Als sie zu Hause das Foto eines fremden Mannes und einen Stapel Briefe findet, hält sie es nicht mehr aus. Sie fährt ins Altersheim zur Oma, um das seltsame Schweigen um ihren Vater zu durchbrechen. Dabei erfährt sie, dass die Großmutter alles getan hat, um die Verbindung ihres afrikanischen Vaters zu ihrer Mutter zu unterbrechen. Ihr Vater weiß noch nicht einmal von ihrer Existenz. (Regie: Renata Kaye; Darsteller: Giovanna Winterfeldt, Klara Dietze, Steffi Kühnert u.a.) DAS FÜNFTE GEBOT (ca. 15 min): "Du sollst nicht töten". Leon (11) wird von zwei größeren Jungen provoziert. Sie verfolgen ihn, zertrampeln sein geliebtes Modellflugzeug. Sie versuchen alles, um den körperlich unterlegenen Jungen zu drangsalieren und ihm Angst einzujagen. Schließlich binden sie ihn sogar an einem Baum fest und zwingen ihn, Regenwürmer zu essen. Als die Quälerei für Leon unerträglich wird, sinnt er auf Rache. Er lockt einen der Peiniger in eine Falle, die fast tödlich hätte enden können. (Regie: Karola Hattop; Darsteller: Leonard Carow, Gustav Grabolle, Victor Aschke u.a.) DAS SECHSTE GEBOT (ca. 15 min): "Du sollst nicht ehebrechen". Anton (12) wird während des Familienurlaubs Zeuge einer nächtlichen Eifersuchtsszene seiner Eltern. Dabei wird deutlich, dass die Mutter sich mit einem anderen Mann eingelassen hatte. Der Gedanke an eine mögliche Scheidung ist für Anton und seine Schwester Nele (7) unerträglich und trübt die Urlaubsfreude. (Regie: Irina Popow; Darsteller: Vincent Klug, Lisa Ackermann, Sophie Eschrich u.a.) DAS SIEBTE GEBOT (ca. 15 min): "Du sollst nicht stehlen". Angelockt vom Duft stiehlt Kevin kurzerhand am Backshop eine Brezel. Auf der Flucht vor der Verkäuferin trifft er auf Marcel (12), der in der Fußgängerpassage als "Living doll" agiert und sein Taschengeld aufbessert. Kurz darauf läuft Kevin ein kleiner drolliger Hund zu, der schnell die Sympathien der Passanten findet. Kevin lässt ihn Kunststückchen vorführen und verdient ebenfalls nicht schlecht. Die beiden Jungen freunden sich an. (Regie: Renata Kaye; Darsteller: Jonas Richter, Samuel Willuhn, Robert Glatzeder u.a.) DAS ACHTE GEBOT (ca. 15 min): "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten". Paul (7) und Jakob (11) verbringen das Wochenende bei den Großeltern. Als ihnen der Opa den Umgang mit dem Nachbarjungen Lukas untersagt, werden die Brüder hellhörig. Der Nachbar sei ein übler Gesetzesbrecher und im Gefängnis gewesen begründet der Opa sein Verbot. Umso überraschter sind alle, als der Opa am nächsten Tag seine gestohlen geglaubte Geldbörse ausgerechnet von diesem Nachbarn zurück erhält. (Regie: Rüdiger Saß; Darsteller: Hildegard Alex, Herbert Köfer, Adrian Frontzek u.a.) DAS NEUNTE GEBOT (ca. 15 min): "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus". Jette (13) ist von dem indischen Jungen Naresh (15), der in ihre Schule geht, fasziniert. Er soll der Sohn eines Maharadschas sein. Sie möchte ihm imponieren und lädt ihn in die Villa ein, in der ihre Mutter als Putzfrau arbeitet. Hier spielt sie ihm vor, Tochter schwerreicher Eltern zu sein. Naresh erkennt bald, dass Jette hier nicht zu Hause sein kann. Er lässt sich aber gern auf das Spiel ein, denn auch er mag Jette - ganz ohne Villa und großen Reichtum. (Regie: Rüdiger Saß; Darsteller: Fitore Vojvoda, Klara Dietze, Cathlen Gawlich u.a.) DAS ZEHNTE GEBOT (ca. 15 min): "Du sollst nicht begehren deines nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat". Sophie (11), die im Rollstuhl sitzt, darf sich zum Geburtstag im Tierheim einen Hund aussuchen. Ihre Wahl fällt ausgerechnet auf Amos, der kurz vorher als besitzerloser Hund abgegeben wurde. Als sich dessen Besitzerin Marie meldet und die Adresse erhält, will ihr Sophie nicht glauben und den Hund auf keinen Fall zurückgeben. Erst ein Muttermal liefert den Beweis. Sophie kann den Verlust nicht verschmerzen. (Regie: Cornelia Grünberg; Darsteller: Lea Eisleb, Kathrin Waligura, Fritz Eggert u.a.)
- Anbieter
- SWR (Stuttgart), BR (München), Kinderfilm (Erfurt), MDR (Leipzig)
- Jahr
- 2006
- Dauer
- ca. 150 min f
- Zielgruppe
- A(5-6); J(10-12)
- Schlagworte
- Altes Testament, Gesellschaftliche Norm, Kinderfilm, Kurzspielfilm, Zehn Gebote
Sachgebiete
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