199 kleine Helden
CYNTHIA AUS BURUNDI (12:00 min): Im ärmsten Teil Burundis, in Muyange, lebt die 12-jährige Cynthia, zusammen mit ihrer Tante und ihrem Cousin. Ihre Eltern hat sie durch Malaria verloren. Der Film schildert den Alltag eines Mädchens, in dem es nie ein Frühstück gibt, vielleicht ein Mittagessen in der Schule. Vor der Schule gehen die Kinder des Dorfes zur 2 km entfernten Wasserstelle, um Wasser zu holen. Cynthia hat sehr klare Vorstellungen von ihrem zukünftigen Leben, sie geht auf die "bessere" Schule im Dorf und wenn sie erwachsen ist, möchte sie Parlamentarierin sein. (Burundi 2017; Regie: Justyna Feicht) OLIVIA AUS BURKINA FASO (12:22 min): Olivia ist Halbwaise und lebt in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, in einem Waisenhaus. Die 11-jährige hat vor vier Jahren ihre Mutter verloren. Dem Vater war es nicht möglich, seine drei Töchter zu versorgen. Also wurden sie getrennt und zu Verwandten gebracht. Olivia kam in das Waisenhaus AMPO. Dort geht es ihr gut und vor allem wird das Schulgeld bezahlt. Am Abend wird bei AMPO immer gelernt, denn in Olivias Klasse mit 127 Schülern ist gutes Lernen nicht möglich. Olivia ist Christin. Sie macht sich Sorgen vor weiteren terroristischen Anschlägen. (Burkina Faso 2018; Regie: Sigrid Klausmann) RANIA AUS JORDANIEN (07:50 min): Rania, 12, und ihre Familie sind vor dem Krieg in Syrien geflohen. Sie leben in dem riesigen jordanischen Flüchtlingslager Zataari, in sehr beengten Verhältnissen. Rania hat das Glück, dass sie im Lager eine Schule besuchen kann. Ihr Zuhause in Syrien vermisst sie sehr. Trotzdem wirkt sie stark und voller Hoffnung und schmiedet Pläne für die Zukunft. (Jordanien 2017; Regie: Tobias Müller) JESÚS AUS MEXIKO (10:07 min): Jesús ist 11 und lebt mit seiner Schwester und den Eltern in Xochimilco, den "Schwimmenden Gärten" von Mexico-City. Mit dem Boot schippert er seine kleine Schwester durch die Kanäle dieses Weltkulturerbes, das von der Zerstörung bedroht ist. Jesús schildert die Wasserprobleme, die sie haben. Am meisten Sorgen bereitet ihm allerdings das Kidnapping, das in seiner Welt an der Tagesordnung zu sein scheint. So hat er eine besondere Verantwortung, die kleine Schwester sicher zur Schule zu bringen. (Mexiko 2018; Regie: Justyna Feicht) NEWO AUS ISRAEL (15:38 min): Newo ist 9 Jahre alt und lebt in Tel Mond, in Israel. Er fällt mit seinen langen, blonden Locken, seiner Zartheit und seinem Interesse für's Ballett auf. Seine Leidenschaft ist der Tanz und er interessiert sich für Theater Make-up und schminkt sich z. B. Wunden ins Gesicht. Er lebt, zusammen mit seiner alleinerziehenden Mutter, völlig behütet, ohne Vater. (Israel 2018; Regie: Thorsten Robert Harms) ELYAS AUS ITALIEN (10:43 min): Elyas ist 11 und lebt in Rom mit zwei kleinen Schwestern, seiner italienischen Mutter und dem algerischen Vater. Religion spielt eine wichtige Rolle in seinem Leben. Elyas erzählt wie seine Mutter Muslima wurde, aus Liebe zu seinem muslimischen Vater. Elyas geht auf eine fortschrittliche und renommierte Schule. Elyas zeigt eine überraschend deutliche Haltung zu vielen aktuellen Themen und äußert sich sprachlich brilliant - mit philosophischem Tiefgang. (Italien 2017; Regie: Valerio Tassara) ZOZOOLOI AUS DER MONGOLEI (12:07 min): Die schüchterne Zozooloi ist 12 und lebt mit ihrer Familie im Altai-Gebirge, in einer Jurte, ohne fließendes Wasser, Strom, Telefon, ohne Internet. Sie arbeitet hart, schleppt Wasser, hackt Dung, sie muss melken und täglich die Tiere hüten, bei Hitze und Kälte. Durch Zozoolois Erzählungen eröffnet sich eine fremde, faszinierende, aber auch bedrohte Welt. Im Jeep des Nachbarn geht es nach den Ferien ins 120 km entfernte Tsengel zur Schule. (Mongolei 2018; Regie: Sigrid Klausmann) MIRAL AUS PALÄSTINA (13:49 min): Die 11-jährige Miral ist ein außergewöhnliches Fußball-Talent. Ihr Ziel ist die palästinensische Damen-Nationalmannschaft. Miral lebt mit ihren Eltern und ihren beiden jüngeren Schwestern in Beith Jala bei Bethlehem. Ohne Hass und Vorwürfe beschreibt sie ihre Lebenssituation und was es heißt, hinter Mauern zu leben und sich nicht frei bewegen zu dürfen. Miral ist Christin. (Palästina 2017; Regie: Thorsten Robert Harms) MATHIS AUS SCHWEDEN (10:03 min): Der 12-jährige Matis lebt in Kiruna. Unter Kiruna liegt die größte Eisenerz-Mine der Welt. Durch die Unterhöhlung sind die Häuser vom Einsturz bedroht, weshalb die Stadt im Verlauf der kommenden Jahre komplett umgezogen wird. Über diese außergewöhnliche und emotional schwierige Situation spricht Matis. Die Wintergeschichte zeigt Matis mit seinen Freunden beim Skispringen, aber auch bei einem Ausflug mit seinem Vater zu den Rentieren. (Schweden 2017; Regie: Justyna Feicht) CHRISSY AUS GRIECHENLAND (08:59 min): Die 11-jährige Chrissy lebt in dem griechischen Dorf Neo Petritsi, in der Region Serres. Da ihr Vater Berufssoldat ist, musste die Familie schon öfter umziehen. Chrissy interessiert sich für die Künste, sie ist an einem Musik-Gymnaisum und spielt Geige, Klavier und sie singt im Chor. Um dort hin zu kommen, muss sie sehr früh aufstehen. Für die Zukunft hat sie viele Ideen, aber zur Armee möchte sie nicht. Frieden ist das wichtigste. (Griechenland 2017; Regie: Panos Karkanevatos) DIEGO AUS GUATEMALA (11:01 min): Diego ist 13 Jahre alt. Er muss viel Verantwortung übernehmen, denn sein Vater verstarb vor einem Jahr bei der Arbeit auf einer Plantage. Diegos Hände sind stark vom täglichen Holz hacken. Diego lebt mit seinen vier Geschwistern in dem Maya-Dorf Esperanza Amakchel, in ärmlichen Verhältnissen und darf zur Schule. In seinem Dorf ist Bildung keine Selbstverständlichkeit. (Guatemala 2017; Regie: Sigrid Klausmann) WIKTOR AUS POLEN (11:22 min): Der 12-jährigen Wiktor aus Warschau geht auf ein strenges Musikgymnasium und singt dort im Chor. Er hat ein besonderes Interesse für Töne - so analysiert er z.B. die Tonlage der Straßenbahn. In der Freizeit baut er Holzflugzeuge. Er lernt es von einem alten Meister. Draußen in der Natur lässt er sie fliegen und hängt seinen Gedanken nach. (Polen 2017; Regie: Jacob Dammas)
- Anbieter
- Matthias-Film (Berlin)
- Jahr
- 2018
- Dauer
- ca. 138 min f
- Zielgruppe
- A(5-9); J(10-14); SO
- Schlagworte
- Dokumentarfilm, Kinderarbeit, Kindheitserfahrung, Lebensbewältigung (Kind), Menschenwürde
Sachgebiete
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