Die Whiskey Wodka Linie
Im osthessischen „Kalkhof“ wurde im Herbst 1945 deutsche Geschichte geschrieben: Der amerikanische Brigadegeneral Sexton und der sowjetische Generalmajor Askalepov unterzeichneten das „Wanfrieder Abkommen“, das die Grenze zwischen Hessen und Thüringen neu regelte. Vorausgegangen war ein monatelanger Konflikt, denn durch das sowjetisch besetzte Thüringen führte eine Eisenbahnlinie der Amerikaner – dreieinhalb Kilometer lang. Die Russen konnten also auf dieser „Whiskey-Wodka-Linie“, wie sie augenzwinkernd genannt wurde, nach Belieben die andere Siegernation schikanieren, deren Nachschubzüge stoppen und plündern – und erschossen dabei eines Tages gar einen deutschen Lokomotivführer. Durch das „Wanfrieder Abkommen“ war dann zwar Ruhe eingekehrt – aber dies auf Kosten vieler hundert Menschen beiderseits der Demarkationslinie. Die Dokumentation beleuchtet die Zeit der deutsch-deutschen Teilung im Gebiet zwischen Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf - neben dem Wanfrieder Abkommen (1945) auch den Tod von Heinz-Josef Grose (1982) sowie die Schüsse auf Wahlhausen (1989) und den Fall von Mauer und Stacheldraht (1989).
- Anbieter
- Brunnengräber Film (Kassel)
- Jahr
- 2012
- Dauer
- ca. 41 min f
- Zielgruppe
- A(8-10); Q
- Schlagworte
- Alliierter Kontrollrat, Deutsche Frage (historisch), Dokumentarfilm
Sachgebiete
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