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Die Erika & Klaus Mann Story

Cover: Die Erika & Klaus Mann Story

In einer Zeit großer moralischer und politischer Unsicherheit waren ihre moralischen und politischen Überzeugungen schon früh klar und beständig. Klaus war ein Schriftsteller ohne Öffentlichkeit, seine Werke konnten zu seinen Lebzeiten kaum verlegt werden. Erika war eine Schauspielerin, deren Auftritte in Europa per Gesetz ein Ende gesetzt wurde. Sie war lesbisch und dennoch zweimal verheiratet, zuerst mit dem Schauspieler und späteren Nazikollaborateur Gustav Gründgens. Klaus war ein überzeugter Pazifist, der unermüdlich vor dem drohenden Krieg warnte. Als Reporter der alliierten Mächte kehrte er, ebenso wie Erika, nach Deutschland zurück, das ihnen längst keine Heimat mehr war und nie mehr werden sollte. Ihre Beziehung war im ständigen Exil zunehmenden Spannungen ausgesetzt und verlor schließlich ihre Unbedingtheit durch Klaus' Drogenabhängigkeit und Erikas allmähliche Hinwendung zum Vater, die Klaus als Verrat ansah. Der Film endet mit Klaus' Selbstmord und Erikas Ausweisung aus den Vereinigten Staaten der McCarthy-Ära, wo sie sich nach so vielen Jahren des Herumreisens ein Zuhause gefunden zu haben glaubte. Mit sorgfältig ausgewähltem, seltenem Archivmaterial, Originalinterviews mit Erika Mann, Gesprächen mit Zeitzeugen - dem Schauspieler Igor Pahlen, der Fotografin Marianne Breslauer, der jüngsten Schwester Elisabeth Mann Borgese - und in prominent besetzten Spielszenen, u.a. nach Motiven aus Der fromme Tanz, Der Vulkan und Speed, haben Andrea Weiss und Wieland Speck eine ebenso spannende wie berührende Hommage an zwei faszinierende Menschen geschaffen, deren Überzeugungen und Ziele nichts an Aktualität eingebüßt haben.

Anbieter
Jezebel Productions (New York)
Jahr
2000
Dauer
ca. 84 min sw+f
Zielgruppe
J(16-18); Q
Schlagworte
Biografie, Dokumentarfilm, Mann; Klaus

Sachgebiete

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