Harlan
Als ebenso besessener wie begabter Künstler ist Veit Harlan neben Leni Riefenstahl die schillerndste Figur des Nazi-Films. Ein Spezialist für nationalen Kitsch und Todesverklärung, ein Melodramatiker, ein ebenso verblendeter wie talentierter Vorzeige-Künstler. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Harlan seine Karriere in der Bundesrepublik fortsetzen, obwohl er für seinen antisemitischen Film Jud Süß zweimal wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt wurde. Der Regisseur erzählt mithilfe von Filmausschnitten und Privatmaterial aus dem Familienarchiv die Geschichte des umstrittenen Regisseurs. Weitere Elemente sind die Interviews mit Harlans Familienangehörigen und ihre bis heute andauernde Auseinandersetzung mit dem Erbe der Schuld.Zusatzmaterial: Alexander Kluge über Veit Harlan.
- Anbieter
- Salzgeber & Co. Medien (Berlin)
- Jahr
- 2009
- Dauer
- ca. 100 min f
- Zielgruppe
- A(8-13); J(14-18); Q
- Schlagworte
- Biografie, Drittes Reich (1933 - 1945), Geschichte (historisch), Judenverfolgung, Nationalsozialismus, Propaganda, Vergangenheitsbewältigung
Sachgebiete
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