Frankfurt wiederentdeckt
ÜBERSCHWEMMUNG IN FRANKFURT (ca. 4 min, sw): Während des Hochwasser des Main im Januar 1909 sind Kähne das Verkehrsmittel auf den überfluteten Straßen von Frankfurt. Die Einwohner stehen zusammengedrängt an Häuserwänden, u.a. am Café Keller und suchen eine Möglichkeit trockenen Fußes von A nach B zu kommen. Am Haltepunkt Fahrtor der Frankfurter Verbindungsbahn (südlich des Römerbergs) sind die Überschwemmungen besonders heftig. Den Schluss des Filmes bilden Panoramaaufnahmen über den Hochwasser führenden Main. (Deutschland 1909; Produktion: unbekannt) DIE FRANKFURTER KÜCHE (ca. 8 min; sw): Der Film ist ein Ausschnitt aus der Reihe Neues Bauen in Frankfurt/M. Er zeigt die Konzeption, Einrichtung und Aufteilung der im Rahmen der May‘schen Siedlungen entstandenen Frankfurter Küche. Diese wurde 1926 von der Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky entworfen. Berühmt wurde die Küche nicht zuletzt dadurch, dass sie die Leitbegriffe "Funktionalität" und "Standardisierung" geradezu paradigmatisch verkörpert, denn alle typischen Arbeitsabläufe sind in dieser Küche bereits antizipiert. (Deutschland 1928; Produktion: Frankfurter Hochbauamt; Regie: Paul Wolff) DIE FRANKFURTER KLEINSTWOHNUNG (ca. 8 min, sw): Der Film zeigt einen Tagesablauf in einer mustergültigen, nach modernen Wohn- und Bauprinzipien entworfenen Einliegerwohnung in Frankfurt-Praunheim. Stopptrick- und Animationssequenzen verdeutlichen, wie die platzsparenden (Klapp-)Möbel mit we- nigen Handgriffen vom Tag- zum Nachtgebrauch umgebaut werden können. Die Wohnungen des Großprojektes der 1920er Jahre "Neues Frankfurt" erfüllten nicht nur das Grundbedürfnis des Wohnens - sie setzten Standards im Wohnungs- und Siedlungsbau. (Deutschland 1928; Produktion: Frankfurter Hochbauamt; Regie: Paul Wolff) FRANKFURT AM MAIN, DIE STADT VON GESTERN UND HEUTE (ca. 15 min, sw): Der Film über die Mainmetropole wurde im Auftrag der Reichsbahnzentrale für den deutschen Reiseverkehr hergestellt. Ausgehend von der historischen Altstadt, die während des Zweiten Weltkrieges ein Opfer der alliierten Luftangriffe wurde, über Frankfurter Spezialitäten, wie Würstchen und Apfelwein, geht die Filmwanderung zum Geburtshaus von Johann Wolfgang von Goethe. Es folgt eine Aufführung seines Dramas Götz von Berlichingen vor dem alten Rathaus auf dem Römer. Nun folgen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen der Stadt: das 1902 fertiggestellte Schauspielhaus am Gallustor; die Oper Frankfurt, eine der bedeutendsten Bühnen Europas; die 1914 eröffnete Universität, die 1932 den Namen Johann Wolfgang von Goethe erhielt, sowie die Städtische Kunstsammlung. Das moderne Frankfurt präsentiert sich mit dem Verwaltungsgebäude der IG-Farben und mit Wohnanlagen, Freibädern, Schulen und Kirchen. (Deutschland 1933; Produktion: Atlantic Film) BESUCH IN FRANKFURT AM MAIN (ca. 15 min, sw): Dieser Werbefilm für den Fremdenverkehr beginnt mit der Anreise in das moderne Frankfurt. Hierher kommen die Touristen per Boot, mit dem Auto auf der 1935 eröffneten Autobahn von Frankfurt nach Darmstadt oder auch dem Zeppelin, wobei der gerade fertiggestellte und 1936 eröffnete Rhein-Main-Flughafen vorgestellt wird. Ebenfalls zu sehen sind die Großmarkthalle von Architekt Martin Elsässer im Stadtteil Ostend, das 1925 eröffnete Waldstadion im Stadtteil Sachsenhausen (heute Commerzbank-Arena) und das Verwaltungsgebäude des IG-Farben-Konzerns von Hans Poelzig. Der Fokus des Films liegt naturgemäß auf der Altstadt mit dem Goethehaus und dem Römerberg, Frankfurts berühmtem Rathausplatz, auf dem auch in der Zeit von 1932 bis 1939 die jährlichen Römerberg-Festspiele stattfanden. Zwei amerikanische Touristinnen werden von einem Postkartenverkäufer über die Paulskirche informiert, in der 1848/49 die Frankfurter Nationalversammlung als erstes frei gewähltes Parlament tagte und über die Alte Nikolaikirche am Römerberg aus dem 15. Jahrhundert. Der Film endet in einer typischen Frankfurter Apfelwein-Schänke. Mit seinen typischen Elementen Verkehr, Tourismus, Kultur, Heimatverbundenheit diente dieser Film als Blaupause für alle weiteren städtischen Imagefilme der Nachkriegszeit. (Deutschland 1936; Produktion: Universum-Film AG (Ufa)) FRANKFURT AM MAIN ENDE DER DREISSIGER JAHRE (ca. 8 min, sw+f): Im ersten Teil des Filmes sind wahrscheinlich die ersten Farbaufnahmen aus Frankfurt am Main zu sehen. Hier wird ein schöner Blick zum Dom und vielen weiteren Wahrzeichen der Stadt, wie z.B. dem Stoltze-Denkmal auf dem Hühnermarkt, dem Weckmarkt, der Saalgasse, dem Langen Franz u.v.a. gezeigt. In dem schwarz-weiß Teil des Filmes sieht man Ansichten vom Römerberg, der Paulskirche, dem IG-Farben-Haus u.a. und einen Blick vom Dom, bevor sich durch die Kriegszeiten das Stadtbild teilweise radikal geändert hat. (Deutschland 1939; Produktion: unbekannt) RUNDBLICK VOM DOMTURM (ca. 2 min; sw): Dieser Film ist eine Schenkung an die Stadt von Touristen, die kurz nach dem Krieg einen Rundblick vom Domturm filmten, auf die vom Trümmerschutt befreiten Ruinen der Altstadt. Zu sehen sind der Römerberg, die Nikolaikirche, das Dominikanerkloster, die Mainbrücken sowie die Wohnungsneubauten am Weckmarkt. (Deutschland 1948; Produktion: unbekannt) UNSER FRANKFURT HEUTE (ca. 13 min, f): Der kleine Werbefilm gibt einen Überblick über den Wiederaufbau in der Mainstadt und damit zugleich Rechenschaft über die Kommunalpolitik der Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Er wurde auf Anregung der Stadtverordnetenversammlung gedreht und am 21. September 1956 vor geladenen Gästen im Lichtspieltheater Bambi uraufgeführt. Zu sehen sind die Hauptwache, der Hauptbahnhof, die Großmarkthalle und ein Wochenmarkt, eine Hausfrau beim Kochen, Kindergärten und Schulen, Kultureinrichtungen wie die Oper und das Karmeliterkloster, der Neubau des Hospitals des Heiligen Geists und am Schluss Freibäder (Brentanobad), die Radrennbahn am Stadion sowie das Stadion, die Festhalle, der Hauptbahnhof und die Innenstadt aus der Luft. Der Film zeigt außerdem die in der Nachkriegszeit entstehenden typischen Wohnungsneubauten für die stark wachsende Bevölkerung, darunter die Siedlung am Dornbusch und die Albert Schweitzer-Siedlung. (Deutschland 1954; Produktion: Tele-Film Frankfurt am Main; Regie: Willy Sedler) KUNSTSTUDENTIN URSULA (ca. 20 min, sw): Kunststudentin Ursula ist ein charmanter Werbefilm für die Stadt Frankfurt am Main, unterstützt durch das Verkehrs- und Wissenschaftsamt und als Spielfilm inszeniert. Zum Studieren nach Frankfurt kommend sucht Ursula zuerst eine Wohnung und dann einen Job. Als Reiseleiterin nimmt sie den Zuschauer auf eine Zeitreise in das Frankfurt der 1950er Jahre mit und zeigt die ersten Hochhäuser, die Paulskirche, den Dom, den Römer, den Zoo, das Goethehaus und andere Frankfurter Sehenswürdigkeiten. (Deutschland 1959; Produktion: Böhner-Film - Fritz Boehner KG; Regie: Gero und Erni Priemel)
- Anbieter
- filmwerte (Potsdam)
- Jahr
- 2017
- Dauer
- ca. 93 min
- Zielgruppe
- A(9-13); Q
- Schlagworte
- Filmdokument, Frankfurt am Main, Geschichte (historisch), Landesgeschichte (Hessen), Stadtbild, Stadtentwicklung
Sachgebiete
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