Kochen; Cooking
ARGENTINIEN – SOLARDÖRFER (6:26 min): Auf der Puna-Hochebene im Nordwesten Argentiniens werden jedes Jahr Tausende Tonnen Bäume und Sträucher in den Kochstellen und Öfen der Menschen verbrannt. Argentinische Umweltschützer versuchen, durch den Einsatz von Solaranlagen die Abholzung zu verlangsamen. Erste Erfolge gibt es. Mehrere hundert Familien kochen bereits mit Sonnenenergie, und solare Back- und Badehäuser stehen in den Dörfern. INDIEN – SOLARKOCHER (6:27 min): Weltweit nutzen drei Milliarden Menschen Pflanzen, Dung oder Holz als Brennstoff. Das schädigt das Klima und lässt Wälder verschwinden. Im Bundesstaat Gujarat, im Westen Indiens setzt eine Schule auf klimafreundliche Solarkocher. Frittiert, gekocht, gebacken und gebraten wird hier mit Sonnenenergie. KIRGISTAN – ENERGIEEFFIZIENZ (6:42 min): Energieeffizienz ist für die meisten Menschen in Kirgistan noch ein Fremdwort. Vor allem in armen ländlichen Regionen, wo es große Temperaturschwankungen gibt, wird viel Energie verschwendet. In Seminaren erfahren Bewohner, wie sie Energie sparen, Häuser isolieren und effiziente Öfen bauen. MALAWI – FRAUENPOWER (6:04 min): Mehr als 90 Prozent der Landbevölkerung in Malawi kocht auf offenem Feuer. Die traditionellen Feuerstellen verbrauchen große Mengen Brennholz und verursachen gesundheitsschädlichen Rauch. Abhilfe versprechen neue Öfen, die in Kenia entwickelt wurden. Sie verbrauchen nur die halbe Menge Holz, schonen die Haushaltskasse der Einwohner und verbessern die Klimabilanz, weil weniger Bäume gefällt werden müssen. Außerdem entsteht deutlich weniger Rauch. Ein Frauenprojekt in Malawi will dafür sorgen, dass diese Öfen möglichst viele Menschen nutzen können. Die Malawierinnen bauen die Öfen selbst, sorgen für die Vermarktung, den Verkauf und zeigen den Menschen in den Dörfern, wie die Öfen funktionieren. PAPUA-NEUGUINEA – KORALLENSCHUTZ (ca. 6:56 min): Fast ein Drittel aller weltweiten Korallenriffe gelten heute als zerstört. Die Verschmutzung der Meere, die Überfischung und der Klimawandel setzen den empfindlichen Ökosystemen immer mehr zu. Betroffen ist auch das sogenannte Korallendreieck, ein Seegebiet, zu dem auch Papua-Neuguinea gehört. Hält der Zerstörungsprozess hier an, verlieren Millionen Menschen ihre Nahrungsgrundlage, weil mit den Korallen auch der Fischbestand zurück geht. Ein Schutzprojekt unterstützt die betroffenen Länder bei der Rettung ihres Ökosystems. PERU – EFFIZIENTE KOCHER (7:05 min): Traditionell wird in den ländlichen Regionen Perus auf offenen Feuerstellen im Haus gekocht. Das schadet dem Klima und der Gesundheit der Bevölkerung. Mitarbeiter einer Hilfsorganisation haben begonnen, in der Region effiziente Holzkocher und geeignete Kamine zu installieren. Diese neuen Feuerstellen sparen bis zu 50 Prozent des bislang verbrauchten Holzes ein. Damit wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch die Menschen profitieren davon. PHILIPPINEN – SARI-SARI-SHOPS (6:18 min): In vielen Dörfern der philippinischen Insel Mindoro ist es abends stockdunkel. Ein Stromnetz gibt es hier nicht. Generatoren, die Strom für Licht erzeugen können, sind teuer. Eine preiswerte Alternative bieten Solarlampen, die Bauern und Fischer durch Mikrokredite einer philippinischen Bank finanzieren können. Vertrieben werden die Lampen über ein Netz von Dorfläden. Deren Besitzerinnen machen nun wesentlich mehr Umsatz als früher. Außerdem lernen sie in Seminaren, wie sie Geld anlegen und ihre Geschäfte verbessern können. Die Lampen sind so erfolgreich, dass die Bank weitere umwelt- und klimafreundliche Produkte für die Landbevölkerung entwickelt, beispielsweise solarbetriebene Kochstellen. RUANDA – BERGNEBELWALD (6:23 min): Ruanda gehört zu den am dichtesten besiedelten Ländern Afrikas. Weil die Bevölkerung Brennholz zum Kochen und Heizen braucht, sind die Bergnebelwälder des Landes zunehmend bedroht. Die Rodung der Bäume führt zur Bodenerosion und beeinträchtigt das lokale Klima. Erste Erfolge zeigt ein Konzept, das die Interessen von Mensch und Natur berücksichtigt. SENEGAL – SOLARENERGIE (6:36 min): Im Süden des Senegal gewinnen die Menschen ihre Energie weitgehend aus Batterien und umweltschädlichen Benzin- und Dieselgeneratoren. Doch nun setzen einige Dörfer auf die Kraft der Sonne. Deutsche Unternehmen aus der Solarbranche helfen ihnen dabei. Ein Krankenhaus wird bereits mit Strom aus Solarmodulen versorgt.
- Anbieter
- Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Berlin), Deutsche Welle TV (Köln), eduflat (Hamburg)
- Jahr
- 2012
- Dauer
- ca. 59 min f
- Zielgruppe
- A(9-13); SO
- Schlagworte
- Energiesparen, Energieversorgung, Klima, Nachhaltige Entwicklung, Solarenergie, Umweltschutz
Sachgebiete
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