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Städte, Wohnen und Bauen; Cities, Living and Construction

Cover: Städte, Wohnen und Bauen; Cities, Living and Construction

BANGLADESH - FLUTPRÄVENTION (6:23 min): Die zwei großen Ströme Südasiens, der Ganges und der Brahmaputra bestimmen das Schicksal Bangladeshs. Sie sind Lebensadern und Quellen der Verwüstung zugleich. Während der Regenzeit überschwemmen sie oft große Teile des Landes, durch den Klimawandel werden Wetterextreme immer häufiger. Ein Pilotprojekt im Norden des Landes stellt sich diesen Herausforderungen. Ein Dorf wurde hier überflutungssicher gebaut. Darüber hinaus erhalten Anwohner durch einfache aber effektive Maßnahmen ein Einkommen in den schwierigen Monaten der Regenzeit. BOSNIEN - WASSERKRAFT (5:09 min): Nach dem Ende des Bürgerkrieges in den 1990er Jahren befand sich die Elektrizitäts-Versorgung in Bosnien und Herzegowina in einem desolaten Zustand. Viele Kraftwerke und Verteilungsnetze waren zerstört. Mit internationaler Hilfe wurden sie wieder aufgebaut. Heute setzt die ehemalige jugoslawische Teilrepublik verstärkt auf regenerative Ressourcen. Wasserkraft ist eine der bedeutendsten Energiequellen des Landes. BRASILIEN - SOLARDÄCHER (6:55 min): Die Sonne wird in Brasilien als Energielieferant wenig genutzt - trotz bester Wetter-Bedingungen und steigender Gas- und Strompreise. Das soll sich ändern. In Rio de Janeiro wird ein neuer Wohnkomplex mit Solaranlagen ausgestattet, durch die Wasser ohne fossile Energien erhitzt wird. Diese Wohnungen will die Stadt zum großen Teil der armen Bevölkerung einer benachbarten Favela zur Verfügung stellen. CHINA - ELEKTROMOBILITÄT (ca. 6:39 min): Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas führt zu wachsendem Wohlstand, aber auch zu wachsender Mobilität. Die Zahl der Autos auf Chinas Straßen nimmt ständig zu, und damit auch die Luftverschmutzung. Für das Klima ist das ein Problem - das Land ist mittlerweile Weltmeister bei den CO²-Emissionen. Diese entstehen überwiegend im Transportsektor. Das ist aber nicht die einzige Herausforderung. Neben den Umweltproblemen ist die steigende Nachfrage nach Treibstoffen - die zum Großteil importiert werden müssen - immer schwieriger zu bedienen. Elektromobilität könnte ein Schlüssel zur Lösung dieser Probleme sein. DEUTSCHLAND - GREEN CITY HAMBURG (5:05 min): Hamburg, eine Großstadt im Norden Deutschlands, will den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2020 um vierzig Prozent senken. Das ist ein ehrgeiziges Projekt, das weit über die Vorhaben anderer europäischer Städte hinausgeht. Doch ist Hamburg keine grüne Idylle, sondern eine Industriemetropole, die von ihrem Hafen und von der Schifffahrt lebt. Deswegen ist das selbst gesteckte Ziel nur mit vielen Einzelprojekten zu erreichen, und wenn alle mitmachen. GROSSBRITANNIEN - GREEN OLYMPIA 2012 (4:38): Für die Olympischen Spiele von 2012 in London haben die Organisatoren angekündigt, dass es die grünsten Spiele aller Zeiten werden sollen. Das hat nicht nur ideelle, sondern auch wirtschaftliche Gründe. Die Veranstalter wollten nicht hinter den Mega-Spielen von 2008 zurückstehen. Doch fehlt ihnen, um mit Peking mithalten zu können, das Geld. Also stellte London die Ökologie in den Vordergrund. Aber geht das überhaupt bei einem Großereignis wie Olympischen Spielen? KIRGISTAN - ENERGIEEFFIZIENZ (6:42 min): Energieeffizienz ist für die meisten Menschen in Kirgistan noch ein Fremdwort. Vor allem in armen ländlichen Regionen, wo es große Temperaturschwankungen gibt, wird viel Energie verschwendet. In Seminaren erfahren Bewohner, wie sie Energie sparen, Häuser isolieren und effiziente Öfen bauen. KOLUMBIEN - BAMBUS (6:45 min): Für Aufforstungsprojekte ist der Riesenbambus besonders geeignet, weil er sehr schnell wächst. Darüber hinaus bindet er viel mehr CO² als andere Waldtypen. In Kolumbien nutzt die deutsch-kolumbianische Organisation "Schule fürs Leben" die Fähigkeiten des Bambus. Sie baut Schulen, Heime und Gemeindezentren und verbindet so Ökologie mit sozialem Engagement. KOLUMBIEN - SEILBAHN (7:26 min): Im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels geht es nicht mehr ohne intelligente und innovative Lösungen. Das gilt vor allem für Städte in Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen bisher kaum ein öffentliches Verkehrsnetz existierte. In Medellín, mit rund drei Millionen Einwohnern Kolumbiens zweitgrößten Stadt, hat der Bürgermeister in den letzten Jahren umfassende Sozialreformen eingeleitet. Dazu gehört auch das Metrocable, eine Seilbahn, die über der Stadt schwebt. Sie ist zum Symbol der Hoffnung geworden, denn mit ihr haben sich auch die sozialen Verhältnisse verändert. MALAWI - FRAUENPOWER (6:04 min): Mehr als 90 Prozent der Landbevölkerung in Malawi kocht auf offenem Feuer. Die traditionellen Feuerstellen verbrauchen große Mengen Brennholz und verursachen gesundheitsschädlichen Rauch. Abhilfe versprechen neue Öfen, die in Kenia entwickelt wurden. Sie verbrauchen nur die halbe Menge Holz, schonen die Haushaltskasse der Einwohner und verbessern die Klimabilanz, weil weniger Bäume gefällt werden müssen. Außerdem entsteht deutlich weniger Rauch. Ein Frauenprojekt in Malawi will dafür sorgen, dass diese Öfen möglichst viele Menschen nutzen können. Die Malawierinnen bauen die Öfen selbst, sorgen für die Vermarktung, den Verkauf und zeigen den Menschen in den Dörfern, wie die Öfen funktionieren. MEXIKO - SAUBERER VERKEHR (6:48 min): Sie ist laut, schmutzig, und sie erstickt im Smog und im chaotischen Verkehr: Mexiko-Stadt. Schätzungen zufolge sterben im Großraum der Metropole Jahr für Jahr 4.000 Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. Deshalb soll Mexikos Hauptstadt jetzt grüner werden. Ihr Bürgermeister will unter anderem den Nahverkehr ausbauen, mehr Fußgängerzonen einrichten und die Bürger zum Fahrradfahren bewegen. MEXIKO - SOLARDÄCHER (6:59 min): Die Bewohner einer Arbeitersiedlung in Mexico City steigen für den Klimaschutz aufs Dach. Auf 1000 Häusern haben sie Sonnenkollektoren montiert. Diese sorgen für warmes Wasser, sparen Gas ein und schützen das Klima. Doch 1000 Dächer sind erst der Anfang. Zehntausende weitere Häuser sollen folgen. PERU - EFFIZIENTE KOCHER (7:05 min): Traditionell wird in den ländlichen Regionen Perus auf offenen Feuerstellen im Haus gekocht. Das schadet dem Klima und der Gesundheit der Bevölkerung. Mitarbeiter einer Hilfsorganisation haben begonnen, in der Region effiziente Holzkocher und geeignete Kamine zu installieren. Diese neuen Feuerstellen sparen bis zu 50 Prozent des bislang verbrauchten Holzes ein. Damit wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch die Menschen profitieren davon. SENEGAL - SOLARENERGIE (6:36 min): Im Süden des Senegal gewinnen die Menschen ihre Energie weitgehend aus Batterien und umweltschädlichen Benzin- und Dieselgeneratoren. Doch nun setzen einige Dörfer auf die Kraft der Sonne. Deutsche Unternehmen aus der Solarbranche helfen ihnen dabei. Ein Krankenhaus wird bereits mit Strom aus Solarmodulen versorgt. SÜDAFRIKA - KLIMAHELFER (6.12 min): Im Township Khayelitsha, vor den Toren Kapstadts, leben mehr als eine Million Menschen unter teils katastrophalen Bedingungen. Viele sind bettelarm. Sie haben für ihre Holz- und Blechhütten kein warmes Wasser und heizen mit Paraffinöl oder Holz. In diesem Township ist das weltweit erste Klimaschutzprojekt entstanden, das den sogenannten -Gold Standard- erhalten hat, ein Qualitätssiegel im Emissionshandel. Mit dem Geld aus dem Handel soll sich das Projekt selbst finanzieren, um so immer mehr Menschen im Township zu helfen. UKRAINE - ENERGIEEFFIZIENTES BAUEN (6:58 min): Die Ukraine gehört zu den größten Energieverschwendern Europas. Vor allem in Wohnhäusern verpufft unverhältnismäßig viel Energie. Undichte Fenster, schlechte oder gar keine Wärmedämmung und defekte Heizungen sind allein für 30 Prozent des Energieverbrauchs des Landes verantwortlich. In der Hauptstadt Kiew entsteht nun ein Wohnkomplex mit Modellcharakter. Er soll zeigen, welche Fortschritte moderne Baumaßnahmen möglich machen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) berät die beteiligten Baufirmen und überwacht die erreichte Energieeffizienz.

Anbieter
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Berlin), Deutsche Welle TV (Köln), eduflat (Hamburg)
Jahr
2012
Dauer
ca. 102 min f
Zielgruppe
A(9-13); SO
Schlagworte
Erneuerbare Energie, Hausbau, Immission, Klimaveränderung, Mobilität, Nachhaltige Entwicklung, Stadtentwicklung

Sachgebiete

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