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Bildung und Forschung; Education and Research

Cover: Bildung und Forschung; Education and Research

ÄGYPTEN - WIND UND STUDIENGANG (7:00 min): In Ägypten rückt der Umweltschutz zunehmend in das Blickfeld der Bevölkerung. Der Zafarana-Windpark ist dafür ein Beispiel. Die Windkraftanlage ist die größte Afrikas und eine der produktivsten der Welt. Denn an der Westküste des Roten Meeres weht das ganze Jahr über ein starker Wind. Das Know-how für die neue Technik bekommen die Studenten an der Universität Kairo vermittelt. Im Studiengang "Erneuerbare Energien" werden die Experten der Zukunft ausgebildet. BRASILIEN - ZUCKERROHR (6:50 min): Brasiliens Zuckerrohr-Industrie boomt, vor allem weil Zuckerrohr für die Produktion von Biokraftstoff genutzt wird. Doch wird ein Großteil der anfallenden pflanzlichen Abfälle verbrannt. Das belastet das Klima. Mit neuer deutsch-brasilianischer Technologie kann aus den Abfällen Kunststoff hergestellt werden. CHILE - KINDERPROJEKT ANDEN (6:22 min): "Valle y tierra para nuestros ninos" - "Tal und Land für unsere Kinder", so heißt ein Klimaschutz-Projekt in einem Bergdorf der chilenischen Anden. Die Idee ist einfach, aber sehr effektiv: Die Kinder des Ortes bearbeiten einen eigenen Garten, um die Natur besser kennen zu lernen und sie zu schützen. Jedes Kind bekommt eine Parzelle von einem Quadratmeter, um sie nach eigenen Vorstellungen zu bepflanzen und zu gestalten. So schaffen die Kinder eine grüne Oase in einer Region, die durch den Klimawandel immer mehr austrocknet - und haben dabei auch noch Spaß. DEUTSCHLAND - BALLHAUS-PROJEKT (3:52 min): Er hat mit den bekanntesten Regisseuren und Schauspielern Hollywoods gedreht: Michael Ballhaus, einer der bedeutendsten Kameramänner des deutschen und des internationalen Films. Jetzt lebt er wieder in Deutschland und engagiert sich mit einem von ihm gegründeten Verein für den Klimaschutz. Mit kurzen Filmspots will er zum Umdenken anregen. EL SALVADOR - GEOTHERMIE (5:34 min): El Salvador ist bekannt für seine Vulkane. Dicht unter der Erdoberfläche des Landes brodelt heiße Lava. Das macht sich El Salvador zunutze: In Geothermie-Kraftwerken wird Wasser 1200 Meter tief in die heißen Erdschichten gepumpt, das dann als Wasserdampf wieder heraufströmt und Turbinen antreibt. So erzeugt das Land etwa ein Viertel seines Strombedarfs - vollkommen umweltfreundlich und CO²-neutral. Ein Pilotprojekt will nun zeigen, dass diese Technik noch weiter ausgebaut werden kann. Die Ingenieure wollen Geothermie auch im kleinen Maßstab einsetzen. Zum Beispiel in kleinen Unternehmen, die sehr viel Strom benötigen. GEORGIEN - NEUER WALD (7:02): Der Kaukasus ist reich an Wäldern, Gletschern, Wüsten und Steppen. Mehr als 7000 Tierarten gibt es zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer. Doch die Vielfalt ist bedroht, weil viele Wälder abgeholzt wurden. Auch in Georgien. Dort forsten Umweltorganisationen die Baumbestände wieder auf. Mit dabei sind Schulklassen aus der Region, die so praktischen Umweltschutz lernen. GHANA - ÖKO-UNI (6:12 min): Den Strom liefern Solaranlagen auf dem Dach. Das Regenwasser wird gespeichert und aufbereitet. Organische Abfälle werden in einer Biogasanlage wieder verwertet. Doch nicht nur der Campus wird grün. An der ältesten Privatuniversität in Ghanas Hauptstadt Accra kann man auch das Fach Ökologie studieren. INDIEN - SOLARKOCHER (6:27 min): Weltweit nutzen drei Milliarden Menschen Pflanzen, Dung oder Holz als Brennstoff. Das schädigt das Klima und lässt Wälder verschwinden. Im Bundesstaat Gujarat, im Westen Indiens setzt eine Schule auf klimafreundliche Solarkocher. Frittiert, gekocht, gebacken und gebraten wird hier mit Sonnenenergie. KOLUMBIEN - BAMBUS (6:45 min): Für Aufforstungsprojekte ist der Riesenbambus besonders geeignet, weil er sehr schnell wächst. Darüber hinaus bindet er viel mehr CO² als andere Waldtypen. In Kolumbien nutzt die deutsch-kolumbianische Organisation "Schule fürs Leben" die Fähigkeiten des Bambus. Sie baut Schulen, Heime und Gemeindezentren und verbindet so Ökologie mit sozialem Engagement. MEXIKO - KLIMASTIPENDIEN (6:24 min): Damit Klimaschutz erfolgreich sein kann, muss er überall auf der Welt voran gebracht werden. Dazu ist Zusammenarbeit von vielen Seiten notwendig. Die deutsche Alexander-von-Humboldt-Stiftung fördert solche Kooperationen. Sie vergibt Stipendien an Nachwuchsführungskräfte aus Schwellen- und Entwicklungsländern für einen Aufenthalt in Deutschland. Sie sollen in Organisationen und Universitäten forschen, wie ihre Heimatländer den Klimaschutz verbessern können. Eine Stipendiatin ist die junge mexikanische Umweltingenieurin Kristy Peña Muñoz. In ihrem Heimatland wird Klärschlamm oft noch auf Deponien gekippt. Doch sie will aus ihm Energie gewinnen. NIEDERLANDE - ELEKTRO-TUK-TUKS (5:10 min): Bereits vor dem ersten benzingetriebenen Automobil gab es schon Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb. Der französische Ingenieur Gustave Trouvé stellte 1881 sein elektrisches Drei-Räder-Fahrzeug in Paris vor. Fahrzeuge mit Elektromotor setzten sich damals aber nicht durch. Jetzt - mehr als 100 Jahre später - interessieren sich europäische Ingenieure erneut für Dreiräder, genauer für Tuk-Tuks. Die aus Südostasien stammenden Autorikschas sind jedoch wegen ihrer Zweitakt-Diesel-Motoren nicht gerade klimafreundlich. Eine Lösung des Problems hat eine Gruppe niederländischer Produktdesigner gefunden. PERU - STROM FÜR ANDENDÖRFER (7:12 min): Im entlegenen Norden von Peru gibt es keine zentrale Elektrizitätsversorgung. Trotzdem erhalten bereits mehrere kleine Orte Strom. Alternative Energiequellen machen es möglich. Die Hilfsorganisation "Soluciones Practicas" installiert hier Mikro-Windräder, kleine Wasserkraft- und Solaranlagen. Mehrere Tausend Menschen haben dadurch jetzt Strom. Diese kleinen Stromquellen sorgen für eine große Veränderung. Durch sie bekommen die Menschen Zugang zu Kommunikation und Bildung. "Soluciones Practicas" will das Erfolgsmodell auch in andere Regionen Südamerikas exportieren. PHILIPPINEN - KLIMAKILLER REIS (6:47 min): Reis ist das Grundnahrungsmittel für drei Milliarden Menschen weltweit. Doch Reispflanzen sind sehr anfällig für Klimaveränderungen. Außerdem entstehen beim Reisanbau große Mengen des Treibhausgases Methan. Um Reis auf den Klimawandel vorzubereiten, suchen die Wissenschaftler eines renommierten internationalen Forschungsinstituts auf den Philippinen nach neuen, robusteren Reissorten. Außerdem entwickeln sie Anbaumethoden, die weniger Methan verursachen. Vom Erfolg dieser Forschung hängt das Schicksal ganzer Weltregionen ab. RUANDA - BERGGORILLAS (7:36 min): Das Grenzgebiet zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo ist die Heimat der Berggorillas. Sie locken viele Touristen nach Ruanda, die wichtige Devisen in das zentralafrikanische Land bringen. Doch bedroht der Klimawandel das empfindliche Ökosystem. Ein Problem nicht nur für die Gorillas, sondern für Ruanda insgesamt. Dass sich Natur- und Tierschutz sowie die Interessen der Menschen in Einklang bringen lassen, zeigt ein Projekt von Agrarwissenschaftlern. SÜDAFRIKA - KLIMAZUG (6:24 min): Klimaschutz steht in Südafrika noch ganz am Anfang. Das Bewusstsein, dass sie selbst dazu beitragen können, haben bisher nur wenige Menschen am Kap. Das soll der Klima-Zug ändern. Er fährt durch das ganze Land: von Kapstadt über Johannesburg bis nach Durban. Konzerte, Theater, Diskussionsforen sollen das Bewusstsein der Südafrikaner für den Klimaschutz schärfen. SURINAME - ARTENSCHUTZ (7:10 min): Regenwälder gelten als die wichtigsten CO²-Speicher der Erde. Noch gibt es in Südamerika viele intakte Gebiete, doch sie sind bedroht. Das Interesse von Konzernen, wertvolle Bodenschätze zu fördern, ist groß. Das gilt auch für Suriname. Noch immer besteht rund 80 Prozent des Landes aus Regenwald. Ein einzigartiges Ökosystem hat sich hier entwickelt. Ein internationales Forscherteam war drei Wochen unterwegs, um eine Art biologische Inventur zu machen. TÜRKEI - FEUCHTGEBIETE (7:08 min): In der Türkei gibt es zahlreiche Moore und Seen, die nicht nur für den Erhalt der Artenvielfalt wichtig sind, sondern auch als CO²-Speicher. Diese sollen jetzt besser geschützt werden. In Yenicaga, einem kleinen Ort zwischen den Metropolen Ankara und Istanbul, sammeln Wissenschaftler eifrig Daten. Am See messen sie die Wasserqualität und in den Torfmooren um den See herum wird der Torfbestand geprüft. Mit ihrer Arbeit wollen sie das Bewusstsein der Bevölkerung und der Politiker für ihre Umwelt stärken. UGANDA - CLIMATE CHAMPIONS (6:40 min): Uganda gilt als eines der fruchtbarsten Länder des afrikanischen Kontinents. Doch die Ernten werden von Jahr zu Jahr schlechter, der Abstand zwischen den Dürre-Zeiten verkürzt sich. Die Menschen Ugandas leiden seit Jahren unter der extremen Trockenheit, trotzdem betreiben sie weiter Raubbau an der Natur. Die Climate Champions-Initiative des britischen Kulturinstituts "British Council" will die Menschen für die Klimaproblematik sensibilisieren - und zeigen, was jeder Einzelne im Kampf gegen den Klimawandel beitragen kann. VIETNAM - WINDENERGIE (6:40 min): Vietnams Bedarf nach Energie wächst stetig. Um ihn zu stillen, werden vor allem Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen ausgebaut. Alternative Energien spielen kaum eine Rolle. Dabei hat Vietnam aufgrund seiner Lage ein riesiges Potential für Windenergie und Wasserkraft. Doch machen die politischen Rahmenbedingungen privaten Investoren ein Engagement schwer. Die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hilft dem vietnamesischen Ministerium für Industrie und Handel, das zu ändern. Sie berät es bei der Entwicklung von Fördermaßnahmen und leistet logistische und technische Hilfe, zum Beispiel bei der Aus- und Fortbildung vietnamesischer Facharbeiter und beim Aufbau von netzgekoppelten Windparks.

Anbieter
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Berlin), Deutsche Welle TV (Köln), eduflat (Hamburg)
Jahr
2012
Dauer
ca. 123 min
Zielgruppe
A(9-13); SO
Schlagworte
Artenschutz, Bildung, Energieversorgung, Feuchtgebiet, Geothermie, Internationale Zusammenarbeit, Klimaveränderung, Landwirtschaft, Müllverwertung, Nachhaltige Entwicklung, Solarenergie, Tourismus, Umweltschutz, Windkraft

Sachgebiete

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