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Wirtschaft, Industrie und Handel; Economy, Industry and Trade

Cover: Wirtschaft, Industrie und Handel; Economy, Industry and Trade

BANGLADESH - ENERGIEEFFIZIENZ (6:54 min): In Bangladesch gibt es kein flächendeckendes Stromnetz, oft fällt stundenlang der Strom aus. Zur Energieerzeugung wird hauptsächlich Kohle oder Holz verfeuert. Einer der größten Treibhausgas-Verursacher ist die Ziegelproduktion. Hier hat nun ein Umdenken begonnen. Moderne Technik spart die Hälfte der Kohle und damit auch tausende Tonnen CO². GHANA - AGRARVERSICHERUNGEN (6:52 min): Schwere und lange Dürreperioden haben Westafrika in der jüngsten Geschichte immer wieder heimgesucht. Für Kleinbauern in Ghana bedeuteten sie meist den finanziellen Ruin. Zwar konnten sich die Bauern gegen Ernteausfälle versichern. Doch in der Praxis waren solche Absicherungen meist zu teuer. Das soll sich ändern. Zusammen mit dem nationalen Versicherungsverband bietet die Regierung nun völlig neuartige Versicherungen an. Das Besondere: Sie basieren auf Daten von Wetterstationen. Der entstandene Schaden muss nicht mehr individuell nachgeprüft werden. Die Bauern werden entschädigt, wenn die Wetterdaten zeigen, dass sie unter Extremwetter gelitten haben. Das senkt die Kosten für die Versicherung und macht eine Absicherung für die Bauern erstmals erschwinglich. INDIEN - ÖKO-INDUSTRIEPARK (6:49 min): Die meisten industriellen Betriebe Indiens sind in großen Industrieparks angesiedelt. Saubere Energie oder die effiziente Nutzung von Ressourcen spielten dort bislang kaum eine Rolle. Das soll sich ändern. Im Bundesstaat Andhra Pradesh, im Südosten Indiens, entstehen Öko-Industrieparks. Dort ansässige Betriebe werden so umgerüstet, dass sie Klima und Umwelt weniger stark belasten. Der Anreiz für die Unternehmer besteht darin, dass sie Kosten sparen. KROATIEN - KOMMUNALER KLIMASCHUTZ (6:42 min): Gerade in entwickelten Ländern sind Maßnahmen zum Klimaschutz oft mit hohen Anfangsinvestitionen verbunden. Doch einmal etabliert, verbessern sie nicht nur die Lebensbedingungen, sondern fördern auch die lokale Wirtschaft. Dies erkennen in zunehmendem Maße auch Städte und Gemeinden in Kroatien. MALAWI - FRAUENPOWER (6:04 min): Mehr als 90 Prozent der Landbevölkerung in Malawi kocht auf offenem Feuer. Die traditionellen Feuerstellen verbrauchen große Mengen Brennholz und verursachen gesundheitsschädlichen Rauch. Abhilfe versprechen neue Öfen, die in Kenia entwickelt wurden. Sie verbrauchen nur die halbe Menge Holz, schonen die Haushaltskasse der Einwohner und verbessern die Klimabilanz, weil weniger Bäume gefällt werden müssen. Außerdem entsteht deutlich weniger Rauch. Ein Frauenprojekt in Malawi will dafür sorgen, dass diese Öfen möglichst viele Menschen nutzen können. Die Malawierinnen bauen die Öfen selbst, sorgen für die Vermarktung, den Verkauf und zeigen den Menschen in den Dörfern, wie die Öfen funktionieren. NIEDERLANDE - ELEKTRO-TUK-TUKS (5:10 min): Bereits vor dem ersten benzingetriebenen Automobil gab es schon Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb. Der französische Ingenieur Gustave Trouvé stellte 1881 sein elektrisches Drei-Räder-Fahrzeug in Paris vor. Fahrzeuge mit Elektromotor setzten sich damals aber nicht durch. Jetzt - mehr als 100 Jahre später - interessieren sich europäische Ingenieure erneut für Dreiräder, genauer für Tuk-Tuks. Die aus Südostasien stammenden Autorikschas sind jedoch wegen ihrer Zweitakt-Diesel-Motoren nicht gerade klimafreundlich. Eine Lösung des Problems hat eine Gruppe niederländischer Produktdesigner gefunden. PHILIPPINEN - SARI-SARI-SHOPS (6:18 min): In vielen Dörfern der philippinischen Insel Mindoro ist es abends stockdunkel. Ein Stromnetz gibt es hier nicht. Generatoren, die Strom für Licht erzeugen können, sind teuer. Eine preiswerte Alternative bieten Solarlampen, die Bauern und Fischer durch Mikrokredite einer philippinischen Bank finanzieren können. Vertrieben werden die Lampen über ein Netz von Dorfläden. Deren Besitzerinnen machen nun wesentlich mehr Umsatz als früher. Außerdem lernen sie in Seminaren, wie sie Geld anlegen und ihre Geschäfte verbessern können. Die Lampen sind so erfolgreich, dass die Bank weitere umwelt- und klimafreundliche Produkte für die Landbevölkerung entwickelt, beispielsweise solarbetriebene Kochstellen. SÜDAFRIKA - ÖKO-SUPERMÄRKTE (6:44 min): Supermärkte kommen nicht ohne Kühlregale aus. Doch die dafür eingesetzten Kältemittel sind sehr klimaschädlich. In Südafrika rüstet eine Supermarktkette jetzt um. In ihren Filialen werden natürliche, umweltfreundliche Kältemittel-Technologien eingesetzt. Das schont das Klima und spart Energie und Geld. SWASILAND - ÖKO-KÜHLSCHRÄNKE (6:50 min): Das kleine Königreich Swasiland im Süden Afrikas gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Menschen leben hier vor allem von Viehzucht und Ackerbau. Fabriken gibt es kaum. Eine von ihnen produziert aber etwas Besonderes: Kühlschränke und Gefrierboxen, die ohne klimaschädliche Kühlmittel auskommen. Eine Modellreihe lässt sich sogar mit Solarenergie betreiben. VIETNAM - WINDENERGIE (6:40 min): Vietnams Bedarf nach Energie wächst stetig. Um ihn zu stillen, werden vor allem Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen ausgebaut. Alternative Energien spielen kaum eine Rolle. Dabei hat Vietnam aufgrund seiner Lage ein riesiges Potential für Windenergie und Wasserkraft. Doch machen die politischen Rahmenbedingungen privaten Investoren ein Engagement schwer. Die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hilft dem vietnamesischen Ministerium für Industrie und Handel, das zu ändern. Sie berät es bei der Entwicklung von Fördermaßnahmen und leistet logistische und technische Hilfe, zum Beispiel bei der Aus- und Fortbildung vietnamesischer Facharbeiter und beim Aufbau von netzgekoppelten Windparks.

Anbieter
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Berlin), Deutsche Welle TV (Köln), eduflat (Hamburg)
Jahr
2012
Dauer
ca. 65 min f
Zielgruppe
A(9-13); SO
Schlagworte
Energieversorgung, Handel (Wirtschaft), Industrie, Internationale Zusammenarbeit, Klimaveränderung, Landwirtschaft, Ökologie, Windkraft, Wirtschaft

Sachgebiete

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