Energie-Effizienz; Energy Efficiency
BANGLADESH – ENERGIEEFFIZIENZ (6:54 min): In Bangladesch gibt es kein flächendeckendes Stromnetz, oft fällt stundenlang der Strom aus. Zur Energieerzeugung wird hauptsächlich Kohle oder Holz verfeuert. Einer der größten Treibhausgas-Verursacher ist die Ziegelproduktion. Hier hat nun ein Umdenken begonnen. Moderne Technik spart die Hälfte der Kohle und damit auch tausende Tonnen CO². DEUTSCHLAND – GREEN CITY HAMBURG (5:05 min): Hamburg, eine Großstadt im Norden Deutschlands, will den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2020 um vierzig Prozent senken. Das ist ein ehrgeiziges Projekt, das weit über die Vorhaben anderer europäischer Städte hinausgeht. Doch ist Hamburg keine grüne Idylle, sondern eine Industriemetropole, die von ihrem Hafen und von der Schifffahrt lebt. Deswegen ist das selbst gesteckte Ziel nur mit vielen Einzelprojekten zu erreichen, und wenn alle mitmachen. INDIEN – ÖKO-INDUSTRIEPARK (6:49 min): Die meisten industriellen Betriebe Indiens sind in großen Industrieparks angesiedelt. Saubere Energie oder die effiziente Nutzung von Ressourcen spielten dort bislang kaum eine Rolle. Das soll sich ändern. Im Bundesstaat Andhra Pradesh, im Südosten Indiens, entstehen Öko-Industrieparks. Dort ansässige Betriebe werden so umgerüstet, dass sie Klima und Umwelt weniger stark belasten. Der Anreiz für die Unternehmer besteht darin, dass sie Kosten sparen. JORDANIEN – WASSERPUMPEN (7:09 min): Die Wasserversorgung ist eines der größten Entwicklungsprobleme Jordaniens. Ein Großteil der Wasserreserven befindet sich im Jordantal, das unter dem Meeresspiegel liegt. Von dort muss das Wasser zu den Verbrauchern befördert werden. Die eingesetzten Pumpen sind häufig veraltet und ihr Energiebedarf ist groß. Die jordanische Wasserbehörde ist deshalb einer der größten Stromverbraucher des Landes. Mit dem Einsatz neuer Pumpen soll der Stromverbrauch deutlich gesenkt werden. KARIBIK – REGENERATIVE ENERGIEN (6:16 min): Die Inselstaaten der Karibik sind noch immer fast vollständig vom Öl abhängig. Erneuerbare Energien spielen kaum eine Rolle, auch wenn die Bedingungen ideal wären. Sonne und Wind gibt es im Überfluss, Wärme aus der Erde und Wasserkraft könnten die Inseln fast vollständig von fossilen Energieträgern unabhängig machen. Den Energie-Umbruch bringt unter anderem ein soziales Netzwerk, das den Einwohnern hilft, Energie effizienter einzusetzen. Die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt die Entwicklung auf den Inseln. Mit ihrer Hilfe werden alte Wasserkraftwerke auf den neuesten technischen Stand gebracht, Windkraftanlagen getestet und auch Sonnenenergie immer öfter genutzt. KIRGISTAN – ENERGIEEFFIZIENZ (6:42 min): Energieeffizienz ist für die meisten Menschen in Kirgistan noch ein Fremdwort. Vor allem in armen ländlichen Regionen, wo es große Temperaturschwankungen gibt, wird viel Energie verschwendet. In Seminaren erfahren Bewohner, wie sie Energie sparen, Häuser isolieren und effiziente Öfen bauen. PERU – EFFIZIENTE KOCHER (7:05 min): Traditionell wird in den ländlichen Regionen Perus auf offenen Feuerstellen im Haus gekocht. Das schadet dem Klima und der Gesundheit der Bevölkerung. Mitarbeiter einer Hilfsorganisation haben begonnen, in der Region effiziente Holzkocher und geeignete Kamine zu installieren. Diese neuen Feuerstellen sparen bis zu 50 Prozent des bislang verbrauchten Holzes ein. Damit wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch die Menschen profitieren davon. SERBIEN – KREDITPROGRAMM (5:53 min): Die Energieversorgung in Serbien muss dringend modernisiert werden. Der Energiebedarf steigt, die Ineffizienz ist aber hoch. Die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt deshalb Darlehen von mehr als 50 Millionen Euro an serbische Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Energieversorgung auf Erneuerbare Energien umzustellen. Die Kreditnehmer werden vor Ort kontrolliert, um zu gewährleisten, dass das Geld auch wirklich in die Öko-Energie investiert wird. Die Vorgaben für eine Unterstützung lauten: entweder 20 Prozent CO²-Ausstoß einsparen oder 20 Prozent des Energieverbrauchs. Werden diese Vorgaben erfüllt, fließt das Geld. THAILAND – ÖKO-TOURISMUS (6:36 min): Die thailändische Insel Kho Khao wurde 2004 vom Tsunami verwüstet. Seitdem entstehen hier neue Hotelanlagen. Im Gegensatz zu anderen Urlaubsgebieten des Landes steht der Klimaschutz bei den Anlagen auf Kho Khao im Vordergrund. Sie arbeiten energieeffizient und sollen die CO²-Emissionen der Insel um 20 Prozent senken. Das macht Eindruck. Schon jetzt wollen erste Nachbarregionen nachziehen und auf ähnliche Weise ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. THAILAND – PALMÖL (7:00 min): Die Ölpalme ist eine Pflanze mit sehr ergiebigen Ölfrüchten. Ihr Ertrag ist um ein Vielfaches höher als der von Raps, Sonnenblumen oder Soja. Doch hat die Ölpalme eine negative Klimabilanz. Durch die Produktion von Palmöl wird mehr Kohlendioxid freigesetzt, als durch die Produktion von Biokraftstoff eingespart werden kann. In Thailand gehen Umweltschützer neue Wege. UKRAINE – ENERGIEEFFIZIENTES BAUEN (6:58 min): Die Ukraine gehört zu den größten Energieverschwendern Europas. Vor allem in Wohnhäusern verpufft unverhältnismäßig viel Energie. Undichte Fenster, schlechte oder gar keine Wärmedämmung und defekte Heizungen sind allein für 30 Prozent des Energieverbrauchs des Landes verantwortlich. In der Hauptstadt Kiew entsteht nun ein Wohnkomplex mit Modellcharakter. Er soll zeigen, welche Fortschritte moderne Baumaßnahmen möglich machen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) berät die beteiligten Baufirmen und überwacht die erreichte Energieeffizienz.
- Anbieter
- Deutsche Welle TV (Köln), eduflat (Hamburg), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Berlin)
- Jahr
- 2012
- Dauer
- ca. 73 min f
- Zielgruppe
- A(10-12)
- Schlagworte
- Energiesparen, Energieversorgung, Erneuerbare Energie, Klimaveränderung, Nachhaltige Entwicklung, Ökologischer Hausbau, Umweltschutz, Wirtschaft
Sachgebiete
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