Natur- und Artenschutz; Nature Protection and Species Conservation
CHILE – KINDERPROJEKT ANDEN (ca. 6:22 min): "Valle y tierra para nuestros ninos" – "Tal und Land für unsere Kinder", so heißt ein Klimaschutz-Projekt in einem Bergdorf der chilenischen Anden. Die Idee ist einfach, aber sehr effektiv: Die Kinder des Ortes bearbeiten einen eigenen Garten, um die Natur besser kennen zu lernen und sie zu schützen. Jedes Kind bekommt eine Parzelle von einem Quadratmeter, um sie nach eigenen Vorstellungen zu bepflanzen und zu gestalten. So schaffen die Kinder eine grüne Oase in einer Region, die durch den Klimawandel immer mehr austrocknet - und haben dabei auch noch Spaß. COSTA RICA – ÖKOTOURISMUS (6:47 min): Costa Rica hat weit mehr zu bieten als „reiche Küsten“. Hier gibt es Trockenwälder, immerfeuchte Nebelwälder, Mangrovengürtel an den Küsten. Und hier leben auf kleinstem Raum fast fünf Prozent aller weltweit bekannten Arten. Doch paradiesisch sind die Zustände hier nicht. Die Wälder schwinden und mit ihnen der Lebensraum der Arten. Vor einigen Jahrzehnten waren noch 70 Prozent des Landes mit Wald bedeckt, heute sind es nur noch 40 Prozent. Diesem Kahlschlag wollen Umweltschützer nun Einhalt gebieten. Durch Wiederaufforstung steigern sie zudem die Lebensqualität der Bevölkerung. GEORGIEN – NEUER WALD (7:02 min): Der Kaukasus ist reich an Wäldern, Gletschern, Wüsten und Steppen. Mehr als 7000 Tierarten gibt es zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer. Doch die Vielfalt ist bedroht, weil viele Wälder abgeholzt wurden. Auch in Georgien. Dort forsten Umweltorganisationen die Baumbestände wieder auf. Mit dabei sind Schulklassen aus der Region, die so praktischen Umweltschutz lernen. KENIA – WALDSCHUTZ (6:28 min): Noch um die Jahrtausendwende war der Kasigau-Korridor zwischen den beiden Teilen des größten kenianischen Nationalparks, des Tsavo, kahl geschlagen und ohne Wildtiere. Die Organisation Wildlife Works hat sich des Ökosystems angenommen. Sie pflanzt Bäume und zeigt den Menschen, wie sie nachhaltig mit ihrer Natur umgehen. Heute ziehen wieder Elefantenherden durch den Korridor. Die Arbeit von Wildlife Works schützt aber auch das Klima. In den nächsten drei Jahrzehnten soll jährlich eine Million Tonnen CO² durch den wachsenden Wald gespeichert werden. LAOS – WALD-RODUNG (7:02 min): Wälder sind bedeutende Kohlenstoffspeicher. Weltweit werden jährlich etwa 13 Millionen Hektar davon zerstört – mit schwerwiegenden Folgen für das Weltklima. Laos, in Südostasien gelegen, war einst eine Art Schatzkammer der Artenvielfalt. Große Teile des Landes waren mit Wald bedeckt. Doch in den letzten Jahrzehnten ist der Naturwald dramatisch geschrumpft. Waren 1940 noch 70 Prozent des Landes mit Wald bedeckt, sind es heute nur noch etwas mehr als die Hälfte. Eine dramatische Entwicklung, die nun zusammen mit der Bevölkerung gestoppt werden soll. PAPUA-NEUGUINEA – KORALLENSCHUTZ(6:56 min): Fast ein Drittel aller weltweiten Korallenriffe gelten heute als zerstört. Die Verschmutzung der Meere, die Überfischung und der Klimawandel setzen den empfindlichen Ökosystemen immer mehr zu. Betroffen ist auch das sogenannte Korallendreieck, ein Seegebiet, zu dem auch Papua-Neuguinea gehört. Hält der Zerstörungsprozess hier an, verlieren Millionen Menschen ihre Nahrungsgrundlage, weil mit den Korallen auch der Fischbestand zurück geht. Ein Schutzprojekt unterstützt die betroffenen Länder bei der Rettung ihres Ökosystems. RUANDA – BERGGORILLAS (7:36 min): Das Grenzgebiet zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo ist die Heimat der Berggorillas. Sie locken viele Touristen nach Ruanda, die wichtige Devisen in das zentralafrikanische Land bringen. Doch bedroht der Klimawandel das empfindliche Ökosystem. Ein Problem nicht nur für die Gorillas, sondern für Ruanda insgesamt. Dass sich Natur- und Tierschutz sowie die Interessen der Menschen in Einklang bringen lassen, zeigt ein Projekt von Agrarwissenschaftlern. RUSSLAND – SOTSCHI UND DIE WINTERSPIELE (5:55 min): Sotschi am Schwarzen Meer ist einer der beliebtesten Bade- und Kurorte Russlands. Vor allem in den Sommermonaten locken das warme Klima und der Blick auf die schneebedeckten Berge des Kaukasus jährlich rund vier Millionen Besucher an. 2014 ist Sotschi Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Bis dahin wird kräftig an Sportanlagen und Hoteltürmen gebaut. Die Stadt soll im Winterglanz erstrahlen. Russlands Elite ist begeistert, Umweltschützer befürchten eine massive Zerstörung der Natur. RUSSLAND – WALDSCHUTZ (6:36 min): Das Bikin-Tal ist der letzte intakte Urwald im fernen Osten Russlands und Lebensraum für viele bedrohte Tierarten. Als riesiger Kohlenstoff-Speicher trägt der Urwald zum Klimaschutz bei. Doch ist er von Abholzung bedroht. Die indigene Bevölkerung will die Zerstörung aufhalten und hat zusammen mit Umweltschutzorganisationen das Tal gepachtet. SAMBIA – TROCKENWALDSCHUTZ (6:59 min): Im Westen Sambias liegt der Miombo-Trockenwald, ein Waldgebiet, das vom Menschen noch weitgehend unberührt ist. Damit dieses riesige Areal erhalten bleibt, wurde mit deutscher Unterstützung ein Schutzgebiet eingerichtet, das den Wald als CO²-Speicher und Lebensraum für viele bedrohte Tierarten schützen soll. Das Projekt baut Infrastruktur auf, die für den Schutz notwendig ist, und bindet die umliegenden Gemeinden mit ein, damit die Einwohner den Wald nicht abholzen oder darin jagen. SURINAME – ARTENSCHUTZ (7:10 min): Regenwälder gelten als die wichtigsten CO²-Speicher der Erde. Noch gibt es in Südamerika viele intakte Gebiete, doch sie sind bedroht. Das Interesse von Konzernen, wertvolle Bodenschätze zu fördern, ist groß. Das gilt auch für Suriname. Noch immer besteht rund 80 Prozent des Landes aus Regenwald. Ein einzigartiges Ökosystem hat sich hier entwickelt. Ein internationales Forscherteam war drei Wochen unterwegs, um eine Art biologische Inventur zu machen. TANSANIA – AUFFORSTUNG (6:52 min): Jährlich verliert Tansania durch Abholzungen und Brände über 400.000 Hektar Wald. Damit geht ein wichtiger Kohlendioxid-Speicher verloren. Doch nicht nur das Klima wird belastet, sondern auch die Tier- und Pflanzenwelt. Gemeinsam mit der tansanischen Regierung haben die Weltbank und andere internationale Organisationen ein Waldschutzprojekt auf den Weg gebracht, in das auch die Bevölkerung eingebunden werden soll. TÜRKEI – FEUCHTGEBIETE (7:08 min): In der Türkei gibt es zahlreiche Moore und Seen, die nicht nur für den Erhalt der Artenvielfalt wichtig sind, sondern auch als CO²-Speicher. Diese sollen jetzt besser geschützt werden. In Yenicaga, einem kleinen Ort zwischen den Metropolen Ankara und Istanbul, sammeln Wissenschaftler eifrig Daten. Am See messen sie die Wasserqualität und in den Torfmooren um den See herum wird der Torfbestand geprüft. Mit ihrer Arbeit wollen sie das Bewusstsein der Bevölkerung und der Politiker für ihre Umwelt stärken. WEISSRUSSLAND – NEUE MOORE (6:32 min): Weißrussland ist eines der moorreichsten Länder der Welt. Doch über die Hälfte der Moore sind zu Sowjetzeiten trocken gelegt worden, unter anderem um die Flächen landwirtschaftlich zu nutzen. Entwässerte Moore sind aber schlecht für das Klima. Sie setzen Treibhausgase frei. Allmählich wird sich die Bevölkerung der Gefahr bewusst und beginnt damit, die Moorlandschaften wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.
- Anbieter
- Deutsche Welle TV (Köln), eduflat (Hamburg), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Berlin)
- Jahr
- 2012
- Dauer
- ca. 88 min f
- Zielgruppe
- A(8-13)
- Schlagworte
- Artenschutz, Aufforstung, Feuchtgebiet, Forstwirtschaft, Globale Erwärmung, Klimaveränderung, Küstenschutz, Rodung, Tourismus, Umweltschutz, Umweltzerstörung, Wald
Sachgebiete
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