Küsten und Klima; Coasts and Climate
ÄTHIOPIEN – SAATGUTBANK ERHÄLT BIODIVERSITÄT (3.50 min): Bodenerosion und der Klimawandel haben in Teilen von Äthiopien dazu geführt, dass einige ausgelaugte Ackerflächen immer intensiver genutzt werden müssen. Weiter sinkende Erträge und Ernteausfälle sind die Folge. Doch wie sollen sich Menschen in gefährdeten Regionen in Zukunft ernähren, ohne langfristig auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen zu sein? Initiativen der äthiopischen Regierung und internationaler Hilfsorganisationen setzen auf eine nachhaltige Landwirtschaft als Schlüssel zum Erfolg. ÄTHIOPIEN – WASSER FÜR DIE LANDWIRTSCHAFT (5:16 min): Die Kleinbauern südlich der Sahara müssen sich immer häufiger auf große Dürren und plötzliche Fluten einstellen. Ihre Ernten werden immer häufiger vernichtet. In Äthiopien sind rund 80 Prozent der Bevölkerung betroffen. Wie kann Landwirtschaft auch in trockenen Regionen Früchte tragen? Ein internationales Projekt liefert Know-how und technische Unterstützung, damit äthiopische Kleinbauern ihre Felder nachhaltig bewirtschaften können. Ingenieure bilden Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums und äthiopische Landwirte aus. Zusammen errichten sie an verschiedenen Standorten kleine Bewässerungsanlagen. BANGLADESH – FLUTPRÄVENTION (6:23 min): Die zwei großen Ströme Südasiens, der Ganges und der Brahmaputra bestimmen das Schicksal Bangladeshs. Sie sind Lebensadern und Quellen der Verwüstung zugleich. Während der Regenzeit überschwemmen sie oft große Teile des Landes, durch den Klimawandel werden Wetterextreme immer häufiger. Ein Pilotprojekt im Norden des Landes stellt sich diesen Herausforderungen. Ein Dorf wurde hier überflutungssicher gebaut. Darüber hinaus erhalten Anwohner durch einfache aber effektive Maßnahmen ein Einkommen in den schwierigen Monaten der Regenzeit. BRASILIEN – REGENWALDSCHUTZ (7:05 min): Der tropische Regenwald Brasiliens gilt als die "Lunge der Welt". Doch Rinderfarmen, Sojafelder, Straßenbau und Besiedelung sind für Amazonien eine dauerhafte Bedrohung. Fast die Hälfte der Treibhausgase Brasiliens werden durch Abholzungen verursacht. Deshalb sollen große Teile des Regenwaldes unter Naturschutz gestellt werden. Die Initiative geht von den Bewohnern selbst aus. Sie setzen sich für das Schutzgebiet "Verde para Sempre" („Grün für immer“) ein. BRASILIEN – SPARSAME KÜHLSCHRÄNKE (7:09 min): Fernseher und Kühlschrank gehören in fast jeden brasilianischen Haushalt. Wer sich keine neuen Geräte leisten kann, kauft sie gebraucht. So kommt es, dass fast jeder zehnte Kühlschrank in Brasilien älter als 16 Jahre ist. Das sind Millionen von Klimakillern. Denn die alten Geräte werden mit klimaschädlichen Gasen betrieben. Doch wohin damit, wenn die Geräte auf dem Müll landen? In einer Pilotanlage werden die Geräte nun zum ersten Mal vollständig recycelt. Würden alle fachgerecht entsorgt werden, könnten Millionen Tonnen CO² eingespart werden, die sonst in die Atmosphäre entweichen. COSTA RICA – ÖKOTOURISMUS (6:47 min): Costa Rica hat weit mehr zu bieten als „reiche Küsten“. Hier gibt es Trockenwälder, immerfeuchte Nebelwälder, Mangrovengürtel an den Küsten. Und hier leben auf kleinstem Raum fast fünf Prozent aller weltweit bekannten Arten. Doch paradiesisch sind die Zustände hier nicht. Die Wälder schwinden und mit ihnen der Lebensraum der Arten. Vor einigen Jahrzehnten waren noch 70 Prozent des Landes mit Wald bedeckt, heute sind es nur noch 40 Prozent. Diesem Kahlschlag wollen Umweltschützer nun Einhalt gebieten. Durch Wiederaufforstung steigern sie zudem die Lebensqualität der Bevölkerung. DEUTSCHLAND – BALLHAUS-PROJEKT (3:52 min): Er hat mit den bekanntesten Regisseuren und Schauspielern Hollywoods gedreht: Michael Ballhaus, einer der bedeutendsten Kameramänner des deutschen und des internationalen Films. Jetzt lebt er wieder in Deutschland und engagiert sich mit einem von ihm gegründeten Verein für den Klimaschutz. Mit kurzen Filmspots will er zum Umdenken anregen. DEUTSCHLAND – GRÜNER FEIERN (5:32 min): Jedes Jahr im Juli findet im Osten Deutschlands ein großes Musik-Festivals statt. Spektakulär beleuchtete Industrieanlagen bilden die Kulisse über 100 Bands, die auf mehreren Bühnen vor rund 20.000 Musikfans spielen. Aber die Riesenparty hat eine Kehrseite. Verstärker, Bühnenbeleuchtung und andere Technik brauchen eine Menge Strom, für dessen Erzeugung sehr viel CO² in die Luft geblasen wird. Hinzu kommt die Belastung der Umwelt durch die Anreise der Musiker und der Festival-Teilnehmer. Mit einer eigenen Klima-Initiative möchten die Veranstalter nun das Umweltbewusstsein der Teilnehmer schärfen. GAMBIA – SOLARPUMPEN (6:29 min): Gambia trifft der Klimawandel besonders hart. Wegen der globalen Erwärmung sinkt der Grundwasserspiegel des afrikanischen Landes. Damit das Wasser nicht mit umweltschädlichen Dieselgeneratoren an die Oberfläche gepumpt werden muss, setzt die Regierung auf Solarpumpen. Hundert dieser Systeme gibt es schon. Mit ihnen werden Tanks befüllt, aus denen sich die Menschen an öffentlichen Hähnen mit Trinkwasser versorgen können. GHANA – AGRARVERSICHERUNGEN (6:52 min): Schwere und lange Dürreperioden haben Westafrika in der jüngsten Geschichte immer wieder heimgesucht. Für Kleinbauern in Ghana bedeuteten sie meist den finanziellen Ruin. Zwar konnten sich die Bauern gegen Ernteausfälle versichern. Doch in der Praxis waren solche Absicherungen meist zu teuer. Das soll sich ändern. Zusammen mit dem nationalen Versicherungsverband bietet die Regierung nun völlig neuartige Versicherungen an. Das Besondere: Sie basieren auf Daten von Wetterstationen. Der entstandene Schaden muss nicht mehr individuell nachgeprüft werden. Die Bauern werden entschädigt, wenn die Wetterdaten zeigen, dass sie unter Extremwetter gelitten haben. Das senkt die Kosten für die Versicherung und macht eine Absicherung für die Bauern erstmals erschwinglich. GUATEMALA – REGENWALDSCHUTZ (6:17 min): Der Nationalpark Sierra del Lacandón ist das drittgrößte Schutzgebiet von Guatemala. In 25 Jahren, so eine Studie, könnte die Hälfte seines prachtvollen Baumbestands vernichtet sein – durch landwirtschaftliche Nutzung und illegalen Holzeinschlag. Die Behörden setzen jetzt verstärkt auf eine Zusammenarbeit mit den Bauern. Sie sollen den Wert des Waldes erkennen – auch im eigenen Interesse. Denn in Guatemala ist der Klimawandel eine deutlich spürbare Realität. GUYANA – GRÜNE STRATEGIE (6:41 min): Im südamerikanischen Guyana sind drei Viertel des Staatsgebiets mit Regenwald bedeckt. Dieser Wald soll nach dem Willen der Regierung zum Kapital für das Land werden. Sie möchte ihn nicht abholzen lassen, sondern als Regenwald stehen lassen und sich diesen CO²-Speicher von der internationalen Gemeinschaft bezahlen lassen. INDIEN – REGENWASSER GEGEN DÜRRE (7:05 min): Die Bergquellen im Nordosten Indiens stehen eigentlich unter göttlichem Schutz. Doch der Klimawandel scheint darauf keine Rücksicht zu nehmen. Weil weniger Regen fällt, führen sie oft kaum noch Wasser. Die Abholzung der Wälder verschärft das Problem, denn das wenige kostbare Nass bleibt nicht im Boden, sondern fließt direkt ab. Jetzt kämpfen die Bauern im indischen Bundesstaat Síkkim selbst für ihre Lebensgrundlage. Ihr Ziel: Kein kostbares Wasser darf mehr verloren gehen. INDONESIEN – WALDSCHUTZ (6:42 min): In Indonesien wurde seit Anfang der 1950-er Jahre Wald auf einer Fläche abgeholzt, die doppelt so groß wie Deutschland ist. Im Süden der Insel Sumatra versuchen Umweltschützer, tausende Hektar Wald zu retten. Der Urwald wächst hier auf einer mehrere Meter dicken Torfschicht, die große Mengen Kohlendioxid speichert. Verschwindet der Wald, wird das CO² freigesetzt und belastet das Klima. KENIA – WALDSCHUTZ (6:28 min): Noch um die Jahrtausendwende war der Kasigau-Korridor zwischen den beiden Teilen des größten kenianischen Nationalparks, des Tsavo, kahl geschlagen und ohne Wildtiere. Die Organisation Wildlife Works hat sich des Ökosystems angenommen. Sie pflanzt Bäume und zeigt den Menschen, wie sie nachhaltig mit ihrer Natur umgehen. Heute ziehen wieder Elefantenherden durch den Korridor. Die Arbeit von Wildlife Works schützt aber auch das Klima. In den nächsten drei Jahrzehnten soll jährlich eine Million Tonnen CO² durch den wachsenden Wald gespeichert werden. MADAGASKAR – WASSERMANAGEMENT (6:38 min): Madagaskar hat eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Etwa 85 Prozent der Arten gibt es nur hier, auf der viertgrößten Insel der Welt. Doch menschliches Eingreifen und Klimawandel bedrohen diese Vielfalt. Auch im Süden Madagaskars, auf dem Mahafaly-Plateau. Es ist schon jetzt eines der trockensten Gebiete Madagaskars. Damit die Menschen dort trotzdem leben können, hat die Umweltschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) einen Wasser-Management-Plan ausgearbeitet. Er ermöglicht nicht nur Viehzucht und Pflanzenanbau, sondern hilft auch dem Wald und damit dem Klima. MALEDIVEN – INSELSCHUTZ (6:11 min): Inselstaaten sind mehr als alle anderen Länder der Welt vom Klimawandel betroffen. Wenn der Meeresspiegel steigt, drohen die Atolle zu versinken. Immer heftigere Tropenstürme, höhere Sturmfluten und eine Versalzung des Grundwassers sind weitere Folgen des Klimawandels. Die Inselgruppe der Malediven, vor dem indischen Festland, kämpft mit diesen Problemen. Doch die Regierung will nicht aufgeben. MIKRONESIEN – INSELSCHUTZ (7:06): Die kleinen Inselstaaten im Pazifik leiden am meisten unter dem Klimawandel. Auf den Marshall-Inseln, auf Palau und anderen Inseln Mikronesiens sehen sich die Menschen mit einem stetig steigenden Meeresspiegel konfrontiert. Küsten brechen weg und Trinkwasser wird zur Mangelware. Doch die Welt nimmt dies kaum wahr. NICARAGUA – SOLARE FELDBEWÄSSERUNG (6:48): Ohne Regen gedeiht keine Aussaat. Doch in Nicaragua bleibt das kostbare Nass durch den Klimawandel immer häufiger aus. Bis vor kurzem waren die Bauern in der Trockenzeit auf Brunnen und im Betrieb teure Diesel-Pumpen angewiesen. Rund um die Stadt León setzen sie jetzt auf solarbetriebene Wasserpumpen. Mit ihnen können sie das ganze Jahr über ernten. Und auf Dauer sind solarbetriebene Bewässerungssysteme günstiger als die dieselbetriebene Alternative. NORDIRLANG – STRÖMUNGSKRAFTWERK (4:40 min): Der Trend ist eindeutig: Die Zukunft wird den erneuerbaren Energien gehören, denn fossile Brennstoffe sind endlich und fördern den Klimawandel. Aber wer heute Solardächer oder riesige Windkraftanlagen für ganz normal hält, vergisst leicht, wie lange es gedauert hat, bis die großen Energiekonzerne bereit waren, in den Ausbau dieser Technologien zu investieren. Die Befürworter der Meeresenergie stehen heute vor einem ähnlichen Problem. Ein vielversprechendes Projekt läuft in Nordirland, in einem natürlichen Meeresarm nahe der Kleinstadt Strangford. PAPUA-NEUGUINEA – KORALLENSCHUTZ(6:56 min): Fast ein Drittel aller weltweiten Korallenriffe gelten heute als zerstört. Die Verschmutzung der Meere, die Überfischung und der Klimawandel setzen den empfindlichen Ökosystemen immer mehr zu. Betroffen ist auch das sogenannte Korallendreieck, ein Seegebiet, zu dem auch Papua-Neuguinea gehört. Hält der Zerstörungsprozess hier an, verlieren Millionen Menschen ihre Nahrungsgrundlage, weil mit den Korallen auch der Fischbestand zurück geht. Ein Schutzprojekt unterstützt die betroffenen Länder bei der Rettung ihres Ökosystems. PERU – MIKRO-WASSERKRAFTWERKE (7:03): In internationalen Studien wird Peru als eines der Länder genannt, die am stärksten unter dem Klimawandel leiden. Naturkatastrophen, Schäden in der Landwirtschaft und Wassernot treffen die Menschen hart. Gleichzeitig haben die Anden ein großes Potential für die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft. Schon jetzt werden in Peru 60 Prozent der Elektrizität aus Wasserkraftwerken gewonnen. Allerdings könnte es noch viel mehr sein, weite Teile des Entwicklungslandes sind noch gar nicht an das Stromnetz angeschlossen. Die Lösung könnten hier die Mikro-Wasserkraftwerke sein, die eine Hilfsorganisation in entlegenen Gegenden errichtet. PHILIPPINEN – KLIMAKILLER REIS (6:47 min): Reis ist das Grundnahrungsmittel für drei Milliarden Menschen weltweit. Doch Reispflanzen sind sehr anfällig für Klimaveränderungen. Außerdem entstehen beim Reisanbau große Mengen des Treibhausgases Methan. Um Reis auf den Klimawandel vorzubereiten, suchen die Wissenschaftler eines renommierten internationalen Forschungsinstituts auf den Philippinen nach neuen, robusteren Reissorten. Außerdem entwickeln sie Anbaumethoden, die weniger Methan verursachen. Vom Erfolg dieser Forschung hängt das Schicksal ganzer Weltregionen ab. PHILIPPINEN – KÜSTENSCHUTZ (7:02 min): Auf den Philippinen setzen Stürme und Regenfälle dem Land und den Küsten immer mehr zu. Auch auf der Insel Negros im Südosten des Landes ist das so. Jahrzehntelang wurden hier die Wälder rücksichtslos gerodet, um Platz für den Zuckerrohr-Anbau zu machen. Die Mangrovenbäume an den Küsten verschwanden als Feuerholz. Die Folgen dieses Raubbaus bekommen die Menschen heute zu spüren. Das führte zu einem Umdenken. RUANDA – BERGGORILLAS (7:36 min): Das Grenzgebiet zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo ist die Heimat der Berggorillas. Sie locken viele Touristen nach Ruanda, die wichtige Devisen in das zentralafrikanische Land bringen. Doch bedroht der Klimawandel das empfindliche Ökosystem. Ein Problem nicht nur für die Gorillas, sondern für Ruanda insgesamt. Dass sich Natur- und Tierschutz sowie die Interessen der Menschen in Einklang bringen lassen, zeigt ein Projekt von Agrarwissenschaftlern. RUANDA – BERGNEBELWALD (6:23 min): Ruanda gehört zu den am dichtesten besiedelten Ländern Afrikas. Weil die Bevölkerung Brennholz zum Kochen und Heizen braucht, sind die Bergnebelwälder des Landes zunehmend bedroht. Die Rodung der Bäume führt zur Bodenerosion und beeinträchtigt das lokale Klima. Erste Erfolge zeigt ein Konzept, das die Interessen von Mensch und Natur berücksichtigt. RUSSLAND – PERMAFROSTBODEN (6:47 min): Die Nenzen sind ein kleines Nomadenvolk in der Russischen Föderation. Seit Generationen ziehen sie mit ihren Rentieren von einem Weidegrund zum nächsten. Ihre Heimat, Westsibirien, ist vom Klimawandel besonders stark betroffen. Globalen Klimamodellen zufolge soll die Temperatur dort bis 2050 um 3 bis 4 Grad Celsius steigen. Experten vermuten, dass der Klimawandel auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Nenzen hat. Sie rechnen unter anderem mit zunehmenden Infektionskrankheiten. Die genauen Folgen untersucht ein regionales Projekt – und entwickelt Ideen, die auch anderen Ländern helfen könnten, mit den Risiken des Klimawandels besser umzugehen. SCHWEIZ – GRÜNER BERGTOURISMUS (5:59 min): Gletscher schmelzen, neue Pflanzenarten wachsen in den Bergen, in den Tälern sterben andere aus – in kaum einer Region hinterlässt der Klimawandel so deutliche Spuren wie in den Gebirgen. Das gilt auch für die Schweizer Alpen. Seit Mitte der 1980er Jahre haben dort alle Gletscher, die regelmäßig vermessen werden, an Länge verloren. Die Veränderungen sind auch im Bergtourismus zu spüren. Ziel neuer Öko-Tourismus-Konzepte ist es, den Bergtourismus klimaneutral zu gestalten. Ein Vorzeigeprojekt in der Schweiz ist die "Neue Monte Rosa Hütte". SÜDAFRIKA – KLIMAZUG (6:24 min): Klimaschutz steht in Südafrika noch ganz am Anfang. Das Bewusstsein, dass sie selbst dazu beitragen können, haben bisher nur wenige Menschen am Kap. Das soll der Klima-Zug ändern. Er fährt durch das ganze Land: von Kapstadt über Johannesburg bis nach Durban. Konzerte, Theater, Diskussionsforen sollen das Bewusstsein der Südafrikaner für den Klimaschutz schärfen. SÜDAFRIKA – KOMPOSTIERUNG (6:17 min): Die Pflanzenreste von Feldern, aus Parks oder Fußballstadien sind in der südafrikanischen Millionenstadt Kapstadt wurden lange Zeit als Müll entsorgt. Dass man mit dem Abfall Geld verdienen kann, hat eine örtliche Firma erkannt. Sie produziert feinsten mikrobiologischen Kompost. Darüber freuen sich Landwirte, die ihre Böden nun kostengünstiger und nachhaltiger düngen können als mit chemischen Mitteln. Auch das Klima profitiert davon. Denn verfaulende Abfälle würden enorme Mengen Methan freisetzen, ein Klimagas, das zwanzigmal schädlicher als CO² ist. SÜDAFRIKA – ÖKO-SUPERMÄRKTE (6:44 min): Supermärkte kommen nicht ohne Kühlregale aus. Doch die dafür eingesetzten Kältemittel sind sehr klimaschädlich. In Südafrika rüstet eine Supermarktkette jetzt um. In ihren Filialen werden natürliche, umweltfreundliche Kältemittel-Technologien eingesetzt. Das schont das Klima und spart Energie und Geld. SWASILAND – ÖKO-KÜHLSCHRÄNKE (6:50 min): Das kleine Königreich Swasiland im Süden Afrikas gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Menschen leben hier vor allem von Viehzucht und Ackerbau. Fabriken gibt es kaum. Eine von ihnen produziert aber etwas Besonderes: Kühlschränke und Gefrierboxen, die ohne klimaschädliche Kühlmittel auskommen. Eine Modellreihe lässt sich sogar mit Solarenergie betreiben. TANSANIA – AUFFORSTUNG (6:52 min): Jährlich verliert Tansania durch Abholzungen und Brände über 400.000 Hektar Wald. Damit geht ein wichtiger Kohlendioxid-Speicher verloren. Doch nicht nur das Klima wird belastet, sondern auch die Tier- und Pflanzenwelt. Gemeinsam mit der tansanischen Regierung haben die Weltbank und andere internationale Organisationen ein Waldschutzprojekt auf den Weg gebracht, in das auch die Bevölkerung eingebunden werden soll. THAILAND – ÖKO-TOURISMUS (6:36 min): Die thailändische Insel Kho Khao wurde 2004 vom Tsunami verwüstet. Seitdem entstehen hier neue Hotelanlagen. Im Gegensatz zu anderen Urlaubsgebieten des Landes steht der Klimaschutz bei den Anlagen auf Kho Khao im Vordergrund. Sie arbeiten energieeffizient und sollen die CO²-Emissionen der Insel um 20 Prozent senken. Das macht Eindruck. Schon jetzt wollen erste Nachbarregionen nachziehen und auf ähnliche Weise ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. UGANDA – CLIMATE CHAMPIONS (6:40 min): Uganda gilt als eines der fruchtbarsten Länder des afrikanischen Kontinents. Doch die Ernten werden von Jahr zu Jahr schlechter, der Abstand zwischen den Dürre-Zeiten verkürzt sich. Die Menschen Ugandas leiden seit Jahren unter der extremen Trockenheit, trotzdem betreiben sie weiter Raubbau an der Natur. Die Climate Champions-Initiative des britischen Kulturinstituts "British Council" will die Menschen für die Klimaproblematik sensibilisieren – und zeigen, was jeder Einzelne im Kampf gegen den Klimawandel beitragen kann. VIETNAM – KÜSTENSCHUTZ (7:01 min): Der Klimawandel setzt den Mangrovenwäldern vor der vietnamesischen Küste massiv zu. Doch nicht nur dies. Auch die intensive Reisproduktion und gigantische Shrimps-Farmen sorgen dafür, dass die vietnamesischen Küsten nicht mehr ausreichend geschützt sind. Besseres Mangroven-Management kann helfen. Im südlichen Mekong-Delta errichten deshalb Experten Küsten-Schutzzonen. Dort forsten sie Mangroven wieder auf – zusammen mit der Bevölkerung, und schulen diese in Sachen Klimaschutz. VIETNAM – KÜSTENSCHUTZ (7:01 min): Der Klimawandel setzt den Mangrovenwäldern vor der vietnamesischen Küste massiv zu. Doch nicht nur dies. Auch die intensive Reisproduktion und gigantische Shrimps-Farmen sorgen dafür, dass die vietnamesischen Küsten nicht mehr ausreichend geschützt sind. Besseres Mangroven-Management kann helfen. Im südlichen Mekong-Delta errichten deshalb Experten Küsten-Schutzzonen. Dort forsten sie Mangroven wieder auf – zusammen mit der Bevölkerung, und schulen diese in Sachen Klimaschutz. WEISSRUSSLAND – NEUE MOORE (6:32 min): Weißrussland ist eines der moorreichsten Länder der Welt. Doch über die Hälfte der Moore sind zu Sowjetzeiten trocken gelegt worden, unter anderem um die Flächen landwirtschaftlich zu nutzen. Entwässerte Moore sind aber schlecht für das Klima. Sie setzen Treibhausgase frei. Allmählich wird sich die Bevölkerung der Gefahr bewusst und beginnt damit, die Moorlandschaften wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.
- Anbieter
- Deutsche Welle TV (Köln), eduflat (Hamburg), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Berlin)
- Jahr
- 2012
- Dauer
- ca. 238 min f
- Zielgruppe
- A(9-13); SO
- Schlagworte
- Artenschutz, Bodenkunde, Erneuerbare Energie, Forstwirtschaft, Gletscher, Hochwasser (Fluss), Klimaveränderung, Kompost, Landwirtschaft, Müll, Recycling, Regenwald, Regenzeit, Solarenergie, Tourismus, Treibhauseffekt, Überfischung, Umweltschutz, Wald, Wasserkraftwerk, Wasserversorgung, Wirtschaft
Sachgebiete
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