Meerengen Europas
GIBRALTAR (ca. 30 min): Rund 220 Handelsschiffe pro Tag durchfahren täglich die Straße von Gibraltar, die den Atlantik mit dem Mittelmeer verbindet - oder Europa von Afrika trennt. Spanien und Marokko sind eigentlich die sich gegenüberliegenden Staaten, aber Großbritannien beherrscht seit über 300 Jahren den markanten «Rock of Gibraltar». Hier hausen die berühmten Berberaffen. Spanien hat auf der Nordseite mit Algeciras eine der wichtigsten Containerhäfen Europas, mit der Stadt Ceuta aber auch einen Vorposten auf afrikanischem Boden. Und Marokko ist bestrebt, sein diplomatisches Dilemma mit den praktischen Gegebenheiten in Deckung zu bringen. BOSPORUS (ca. 30 min): Der 30 Kilometer lange Bosporus ist eine gefährliche Meerenge zwischen dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer. Eine kurvenreiche Fahrrinne, schlechte Sicht und unberechenbare Strömungen haben schon viele Schiffskollisionen verursacht. Der Fischbestand ist eingebrochen, dennoch halten die Fischer Einschränkungen und Regulierungen für überflüssig. Istanbul ist ein Moloch: die drittgrößte Stadt der Welt lebt vom Bosporus und frisst ihn gleichzeitig auf. Zwei Bijoux am Bosporus: Hidiv Kasri und Rumeli Feneri. ÖRESUND ca. 30 min): Der Öresund ist der kürzeste Seeweg zwischen Nord- und Ostsee. Er war über Jahrhunderte der Zankapfel vieler Seefahrtsnationen. Doch längst nicht alle Schiffe können ihn befahren, denn die Drogden-Fahrrinne ist an einigen Stellen nur acht Meter tief. Schwere Handelsschiffe und voll beladene Tanker müssen deshalb den kurvenreichen großen Belt benutzen. Dänemark und Schweden sind seit zehn Jahren durch die Öresundbrücke verbunden. Durch sie sind Kopenhagen und Malmö fast zusammengewachsen.
- Anbieter
- Format NZZ (Zürich)
- Jahr
- 2012
- Dauer
- ca. 89 min f
- Zielgruppe
- Q; J(14-18)
- Schlagworte
- Bosporus, Europa, Gibraltar, Meerenge, Schifffahrt, Schifffahrtsweg
Sachgebiete
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