Flucht, Teil 1: Evakuierung: Trecks über die Ostsee
Stellvertretend für die 15 Millionen deutschen Flüchtlinge berichtet Gusti Faltor, 64, wie sie damals, 1944, 13jährig, gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester und ihrer Mutter aus dem U-Boot-Hafen auf Usedom evakuiert wurden. Dann beginnt panikartig die Flucht, im Schneesturm, auf überfülltem Pferdefrachter über die Ostsee, zurück nach Usedom. Gusti muss Flüchtlingstransporte aus Ostpreußen durch die Stadt ziehen sehen, muss alte Menschen und Kinder sterben sehen. Wie durch ein Wunder kommen sie auf das letzte Schiff, das noch im Hafen liegt, ein Pferdefrachter. Trotz Sturm und schwerer See läuft es aus, 2 Tage und 2 Nächte verbringen sie auf der Ostsee, in ständiger Angst vor den Tieffliegern und den Seeminen. Hilflos ausgeliefert, die winterliche Kälte, Hunger und Durst nicht spürend, überstehen die Menschen diese Fahrt. Ich war kein Kind mehr, sagt Gusti Faltor über sich als 13jährige. Ich musste eine Erwachsene werden.Zusatzmaterial: Begleitheft.
- Anbieter
- AG Medien (Freising)
- Jahr
- 2000
- Dauer
- ca. 20 min sw+f
- Zielgruppe
- A(9-13)
- Schlagworte
- Drittes Reich (1933 - 1945), Flüchtling, Zeitzeuge, Zweiter Weltkrieg
Sachgebiete
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