Wir sehen uns
Susanne ist 16 und geht auf eine Regelschule. Von Geburt an hat sie nur eine geringe Restsehfähigkeit, kann aber durch eine spezielle Linse mit einem Auge etwa 25 % Sehstärke erreichen. Sie ist sehr selbstständig, fährt Fahrrad, hat viele Freundinnen und ein eigenes Pferd. Besonders der Reiterhof spielt in Susannes Leben eine zentrale Rolle, hier ist sie akzeptiert und engagiert. Sie selbst sagt von sich, dass sie ihr Leben als völlig normal empfindet – und genau das strahlt sie auch aus. Florian ist 22, hat eine unheilbare fortschreitende Netzhauterkrankung und nur noch eine sehr geringe Restsehfähigkeit. Er hat sich fest in den Kopf gesetzt, eine Ausbildung als Audio Engineer zu machen. Da er zur Orientierung auf fremde Hilfe angewiesen ist, möchte er einen Blindenführhund haben. Daraus entsteht ein heftiger bürokratischer Streit mit der Krankenkasse, den er aber letztlich gewinnt. Jacqueline ist 17, hat Augenkrebs und ist seit ihrer Kindheit vollständig blind. Sie besucht eine Förderschule, fühlt sich aber zunehmend unterfordert. Dies und die Angst vor der gefährlichen Erkrankung führen zu seelischen Konflikten. Gleichzeitig hat sie einen unbändigen Lebenswillen. Mit der Erblindung kommt sie gut zurecht, hat ein verblüffendes Orientierungsvermögen und ein ausgeprägtes Körpergefühl. Ihr Ziel ist es, auf einer Regelschule das Abitur zu machen und mit Mitte 20 eine Familie zu haben.
- Anbieter
- Medienprojekt Wuppertal (Wuppertal)
- Jahr
- 2011
- Dauer
- ca. 107 min f
- Zielgruppe
- A(9-13); Q
- Schlagworte
- Behindertenintegration, Blindheit, Lebensbewältigung (allgemein)
Sachgebiete
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