Namibia - Deutschlands langer Schatten
Namibia ist ein beliebtes Reiseziel: eine einzigartige Wüstenlandschaft, pittoreske Städte, vielerorts wird immer noch Deutsch gesprochen. Namibia war deutsche Kolonie. Den Völkermord an den Stämmen der Herero und der Nama hat Deutschland inzwischen anerkannt, aber er bestimmt immer noch das Zusammenleben. Die Herero sind heute eine Minderheit und leben mehrheitlich in Armut. Die Nachfahren der deutschen Besetzer, die sogenannten Deutschnamibier, besitzen bis heute einen Großteil des Landes und dominieren die Tourismusindustrie. Die Herero aber wollen ihr Land zurück. Das führt zu Spannungen. Zwei Männer versuchen nun den Dialog. Der Herero-Aktivist Laidlaw Peringanda kämpft gegen deutsche Denkmale aus der Kolonialzeit und für die Erinnerung an die Geschichte seines Volkes. Anton von Wietersheim war Großbauer und ehemaliger Landwirtschaftsminister. Er gibt zu, dass noch viel Rassismus und Ungleichheit herrschten und dass sich die Situation zuspitzen könnte. Beide wollen eine friedliche Lösung. Ob das möglich ist?
- Anbieter
- Format NZZ (Zürich)
- Jahr
- 2022
- Dauer
- ca. 29 min f
- Zielgruppe
- Q; J(14-18); A(8-13)
- Schlagworte
- Armut, Denkmal, Erinnerungskultur, Indigenes Volk, Kolonie, Namibia, Politischer Konflikt, Rassismus, Soziale Frage, Völkermord
Sachgebiete
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