Fußgängerzonen statt Blechlawinen: Caracas will umsteuern
Caracas, die Hauptstadt Venezuelas, liegt idyllisch. Doch der Verkehr ist die Hölle. Kein Wunder: Schließlich kostet der Liter Kraftstoff in dem ölreichen Land nur drei Euro-Cent, dank Staatssubventionen. Autos sind überall. O-Ton Yesenia Barroyeta, Einwohnerin von Caracas: "Caracas hat sich in eine Betonwüste verwandelt. Die Grünflächen werden leider immer weniger." Die Politik steuert nun gegen. Caracas soll fußgängerfreundlicher werden. Mit einem Millionenbudget lässt die Stadtverwaltung Plätze erweitern, Flaniermeilen aufmöbeln und Springbrunnen bauen. So sollen auch mehr Touristen in die südamerikanische Metropole kommen. O-Ton Jorge Rodriguez, Bezirksbürgermeister in Caracas: "Jeder soll spüren, dass das Zentrum von Caracas einen Besuch wert ist und dass die Stadt wieder in den Reisebüros platziert wird." Cheo Carvajal, ein Journalist, macht sich in einem Verein für die Sache der Fußgänger stark. O-Ton Cheo Carvajal, Verein "Caracas zu Fuß": "Eigentlich ist es doch ganz normal, in der Stadt zu Fuß zu gehen: Man geht aus der Wohnung, kauft eine Zeitung, trinkt einen Kaffee, kauft Brot. Wenn man das alles mit dem Auto machen muss, ist das ein Problem, vor allem in Caracas." Zur 200-jährigen Unabhängigkeit Venezuelas hat sich Caracas mächtig herausgeputzt. Einiges ist schon passiert. Bleibt der Sprit aber so billig wie bisher, werden die Autos wohl weiter die Straßen der Hauptstadt verstopfen.
- Anbieter
- AFP
- Jahr
- 2011
- Dauer
- 1:36 min
- Schlagworte
- Caracas, Venezuela, Verkehrschaos, Tourismus, Autoverkehr, Verkehr, Histoclips
Sachgebiete
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