Flugchaos-Vulkan Eyjafjöll als Touristenmagnet
Mehr als 130 aktive Vulkane gibt es auf Island. Der Ausbruch des kleinen und für Ausländer fast unaussprechlichen Eyjafjöll hielt im letzten Jahr tagelang Europa in Atem - mehr als 100.000 Flüge wurden wegen der Aschewolke gestrichen. Auch der Tourismus auf Island wurde getroffen. Doch jetzt kommen zunehmend Besucher, um den immer noch rauchenden Krater zu sehen. O-Ton Arni Gunnarsson, Vorsitzender des isländischen Tourismusverbands: "Die Touristen kommen hierher wegen der außergewöhnlichen Natur, der Gletscher, der Vulkane und so weiter. Als Reiseziel für so etwas hat der Ausbruch das Land bekannter gemacht." Diese Touristenführer bringen kleine Gruppen mit Quads zur Spitze des Eyjafjöll. Der Ausbruch im letzten Jahr war eine wirtschaftliche Katastrophe für sie, doch nun rollt das Geschäft, und zwar glänzend. Viele Touristen zahlen die 250 Euro für das Erlebnis. O-Ton Nancy King, Touristin aus New York: "Es ist wirklich unglaublich. Ich habe noch nie so etwas Gewaltiges gesehen. Ich bin froh, hier zu sein." Auch wenn Vulkanbesteigungen ein sehr eindrucksvolles Urlaubserlebnis sind - Experten versuchen, die Euphorie der Besucher zu bremsen, und warnen vor der Gefahr. O-Ton Magnus Tumi Gudmundsson, Geophysiker an der Universität Island: "Vulkane sind aufregend. Die Leute wollen sie sehen und möglichst nah rankommen. Es ist aber nicht gut, wenn viele Menschen dort sind und einer ausbricht." Die Experten warnen auch vor dem bevorstehenden Ausbruch des Vulkans Hekla, hier im Hintergrund. Doch viele Touristen gehen das Risiko gern ein, um den Blick auf etwas Einzigartiges, Wunderschönes und Gefährliches zu genießen - im Glanz der Mitternachtssonne.
- Anbieter
- AFP
- Jahr
- 2011
- Dauer
- 2:00 min
- Schlagworte
- Vulkanausbruch, Aschewolke, Island, Eyjafjöll, Eyjafjallajökull, Histoclips
Sachgebiete
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