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Eklat in Cannes: Lars von Trier verstrickt sich in fragwürdigen Äußerungen zur NS-Zeit

Cover: Eklat in Cannes: Lars von Trier verstrickt sich in fragwürdigen Äußerungen zur NS-Zeit

Wunderkind und enfant terrible - Lars von Trier ist beim Filmfestival in Cannes bisher ein Stammgast. Doch dieser triumphale Empfang auf dem roten Teppich dürfte für den Dänen auf absehbare Zeit der letzte sein. Das Festival hat ihn nun zur unerwünschten Person erklärt - wegen seiner Äußerungen über Hitler, die Juden und Israel in der Pressekonferenz zur Vorstellung seines jüngsten Films. O-Ton Lars von Trier, dänischer Star-Regisseur: "Ich verstehe Hitler. Ich denke, er hat ein paar falsche Dinge gemacht, ja klar, aber ich kann ihn sehen, wie er am Ende in seinem Bunker sitzt. Er ist nicht das, was man einen guten Kerl nennen würde, aber ja, ich sympathisiere ein bisschen mit ihm. Aber ich bin natürlich nicht für den Zweiten Weltkrieg. Und ich bin nicht gegen die Juden. Ich bin natürlich sehr für die Juden, nein, nicht zu sehr, weil Israel ein Krampf im Arsch ist. Aber ... wie komme ich aus diesem Satz raus? (Lachen) Okay, ich bin ein Nazi." Das Festival fordert eine Entschuldigung. Schließlich erklärt von Trier, er sei - so wörtlich - "nicht antisemitisch oder in irgendeiner Weise rassistisch noch bin ich ein Nazi". Wenn er mit seinen Ausführungen jemanden verletzt habe, entschuldige er sich aufrichtig. Doch die Leitung der Festspiele schließt den 55-jährigen Palme-Gewinner des Jahres 2000 aus. Sein jüngster Film, das Weltuntergangsdrama "Melancholia", bleibt aber im Rennen um die Goldene Palme.

Anbieter
AFP
Jahr
2011
Dauer
0:00 min
Schlagworte
Lars von Trier, Cannes, Filmfestival, Melancholia, Eklat, Skandal, NS-Zeit, Nationalsozialismus, Hitler, Histoclips

Sachgebiete

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