15 Jahre Haft für mutmaßlichen Anstifter der Bali-Bomber
2002 auf Bali: Bei mehreren Attentaten auf Nachtclubs in dem indonesischen Ferienparadies werden 202 Menschen getötet. Unter ihnen sind mehr als 80 Australier und sechs Deutsche. Zu den Anschlägen bekennt sich schließlich die Extremistenorganisation Jemaah Islamiyah (JI). Sie will in Südostasien einen Gottesstaat errichten. Nun ist der mutmaßliche geistige Anführer von Jemaah Islamiyah verurteilt worden. 15 Jahre Haft verhängt ein Gericht in Jakarta als Strafe gegen den radikalen muslimischen Prediger Abu Bakar Bashir. Nach einem vier Monate dauernden Verfahren sehen es die Richter in der indonesischen Hauptstadt als erwiesen an, dass Bashir eine Terrorgruppe finanzierte, die Anschläge gegen Politiker und westliche Ausländer plante. Gleich nach der Verkündung kündigt der 72-Jährige an, das Urteil anzufechten. Bashir spricht von einem - so wörtlich - "Urteil von Freunden des Teufels", das er nicht hinnehmen könne. "Allah ist groß" rufen Anhänger des Predigers vor dem Gericht. Die Sicherheitsvorkehrungen in Jakarta werden massiv verstärkt.
- Anbieter
- AFP
- Jahr
- 2011
- Dauer
- 1:11 min
- Schlagworte
- Terrorismus, Anschläge, Islamismus, Extremismus, Indonesien, Südostasien, Fundamentalismus, Prozess, Gericht, Histoclips
Sachgebiete
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