Die Ölpest im Golf von Mexiko
Jahrestag der größten Umweltkatastrophe der US-Geschichte: Nach einer heftigen Explosion auf der BP-Bohrinsel Deepwater Horizon fließen Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko. LIVE Barack Obama, US-Präsident: "These are the tar balls they're talking about." Bei der Explosion sterben elf Arbeiter. Die Plattform steht zwei Tage in Flammen, danach sinkt sie. Öl fließt in den Ozean. An der Küste beginnt der Kampf gegen den klebrigen Öl-Film. Nur acht Prozent des ausgelaufenen Öls können abgeschöpft oder verbrannt werden. Der Großteil bleibt unter Wasser oder wird an die Strände gespült. Besonders betroffen sind die Vögel im Marschland des Mississippi-Deltas. Die Ölpest ist auch für die Fischer eine Katastrophe. Ausgerechnet zu Beginn der Saison verbieten die Behörden den Fischfang in einem Drittel der US-Gewässer. Für viele Fischer bedeutet das den Ruin. Nach mehreren erfolglosen Versuchen kann BP das Leck schließlich abdichten - 87 Tage nach dem Unfall. 780 Millionen Liter Öl sind bis dahin ins Meer gelaufen. Ein Jahr später wird die Küste noch immer gesäubert. Viele Tierarten haben sich wieder erholt. BP stellt 20 Milliarden Dollar für die Geschädigten zur Verfügung. Viele Küstenbewohner sind dennoch sauer. O-Ton Acy Cooper, Fischer: "Wir haben viel verloren und wenig bekommen." Wissenschaftler erforschen noch immer die Auswirkungen auf die Tierwelt. Alle Lebewesen sind hier über Jahre hinweg Ölrückständen und Lösungsmitteln ausgesetzt. Viele Küstenbewohner wünschen sich ihr altes Leben zurück. Daran ist auch ein Jahr nach Beginn der Ölpest nicht zu denken.
- Anbieter
- AFP
- Jahr
- 2011
- Dauer
- 1:49 min
- Schlagworte
- Acy, Cooper, Fischer, BP, British, Petroleum, Deepwater, Horizon, Öl, Krise, Golf, Mexiko, Ölpest, Katastrophe, Umweltkatastrophe, Umweltverschmutzung, Tiefsee, Ölplattform, Explosion, Barack Obama, Histoclips
Sachgebiete
Für Vorschau, Merkliste und Kaufoptionen aktivieren Sie bitte JavaScript. Informationen zum Erwerb finden Sie in der Kaufanleitung.