Die Dogon: Ein altes Volk zwischen Tradition und Moderne
Eine atemberaubende Landschaft mit einer gewaltigen natürlichen Mauer zwischen der Hochebene Sangha und dem Flachland. Hier, im Osten von Mali, hat sich das Volk der Dogon vor 500 Jahren niedergelassen, um der Islamisierung zu entfliehen. Sie haben die Tellem, die ehemaligen Bewohner, vertrieben und in deren Höhlenwohnungen Zuflucht gefunden. Auch heute leben sie noch dort. In den Dörfern der Hochebene sind die Dorfältesten die Hüter der überlieferten Tradition. O-Ton Meba Kassogué, Dorfältester des Dorfes Djiguibombo: Hier setzen wir uns hin. Wir treffen uns in den Togunas, den Palaver-Ecken, um Hirsebutter zu essen, zu reden und unser Schachspiel Awalé zu spielen. Die Dogon sind Animisten sie glauben, dass die Natur beseelt ist. Bei Bestattungen werden die Körper der Verstorbenen in Felsspalten gelegt, damit die Seelen im Dorf bleiben können. Regelmäßig bringen die Bewohner den Göttern Opfergaben. Sie ziehen ein Medium zu Rate, um sich die Zukunft voraussagen zu lassen. O-Ton Boureima Tapily, Medium in Bandiagara: Ein Geist gibt mir Informationen. Während meiner Voraussagungen spricht er mir ins Ohr. Die Dogon sind Landwirte und Schmiede. Aber inzwischen verlassen sie sich immer stärker auch auf eine neue Einnahmequelle: den Tourismus. Das Dogon-Gebiet ist in den vergangenen Jahren zu einem der meistbesuchten Orte Westafrikas geworden. O-Ton Guime Kassogué, Dorfchef von Djiguibombo: Wir sind eine große Familie, jeder ist willkommen. Und wenn uns das ein besseres Leben ermöglicht, umso besser. O-Ton Bogoum Kassogué, Touristenführer im Dogon-Gebiet: Mit dem Einfluss der modernen Welt, der Ankunft der Tubabs, wie wir bei uns die Europäer nennen, ist eine gute Organisation erforderlich, um das Leben der Bevölkerung und ihre Traditionen zu respektieren. Die Traditionen respektieren, wie die von Sigi das größte Fest der Dogon, das alle 60 Jahre gefeiert wird. Das nächste ist für 2027 vorgesehen. Aber unterdessen können sich die Touristen bei Einbruch der Nacht eine kleine Vorführung des Dogon-Tanzes in den Restaurants der Hotels genehmigen. - Meba Kassogué, Dorfältester des Dorfes Djiguibombo - Boureima Tapily, Medium in Bandiagara - Guime Kassogué, Dorfchef von Djiguibombo - Bogoum Kassogué, Touristenführer im Dogon-Gebiet © Copyright AFP Agence France-Presse GmbH
- Anbieter
- AFP
- Jahr
- 2011
- Dauer
- 2:36 min
- Schlagworte
- Mali, Tourismus, Dogon, Höhle, Höhlen, Höhlenbewohner, Höhlenwohnungen, Sahelzone, Westafrika, Histoclips
Sachgebiete
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