Moskau simuliert ersten Marsflug
Erste Schritte auf dem Mars: Zwei Astronauten betreten die nachgebaute Oberfläche des Roten Planeten. Sie haben acht Monate simulierten Flug hinter sich. Insgesamt sechs Astronauten nehmen an dem Versuch teil, der in Wirklichkeit in der Nähe von Moskau stattfindet. Die Marsoberfläche misst hier nur rund 30 Quadratmeter. Die Bedingungen sind dagegen so realistisch wie möglich. O-Ton Witali Dawidow, russische Raumfahrtagentur Roskosmos: "Wir haben die Mars-Oberfläche naturgetreu nachgebaut. Die Astronauten sollen Bodenproben nehmen. Sie untersuchen die Wetterbedingungen und das Magnetfeld des Planeten und bringen Steine und Staub mit." Das Mars-500-Experiment soll 520 Tage dauern; erst im November dürfen die Astronauten die Raumkapsel wieder verlassen. Der Test soll auch die Auswirkungen der Isolation auf die Teilnehmer erforschen. O-Ton Martin Zell, ESA-Mitarbeiter: "Wir untersuchen alle Einflüsse auf die Besatzung, ihre Zusammenarbeit untereinander und die psychologischen Auswirkungen, auch auf ihren körperlichen Zustand. Uns interessiert zudem die Kooperation mit dem Kontrollzentrum am Boden." Nach weiteren geplanten Weltraumspaziergängen kehren die Astronauten in neun Monaten wieder zur Erde zurück. Der wirkliche Flug zum Mars soll frühestens in zwei Jahrzehnten stattfinden. - Witali Dawidow, Vize-Präsident der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos - Martin Zell, Europäische Weltraumagentur ESA © Copyright AFP Agence France-Presse GmbH
- Anbieter
- AFP
- Jahr
- 2011
- Dauer
- 1:41 min
- Schlagworte
- Russland, EU, China, Weltraum, Wissenschaft, Raumfahrt, Mars, ISS, ESA, International, Space, Station, Internationale, Raumstation, Histoclips
Sachgebiete
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