Edupool Marketplace

1914 - Das Attentat von Sarajewo

Cover: 1914 - Das Attentat von Sarajewo

Wien vor dem Krieg. Das Europa der Monarchen - es scheint unerschütterlich. Haus Habsburg pflegt höfischen Glanz. Doch Kaiser Franz Joseph weiß: Sein Vielvölkerstaat ist in Gefahr. Bosnier und Serben fordern Unabhängigkeit auf dem Balkan. Russland unterstützt die Serben – gegen Wien. Die Russen fühlen sich den slawischen Brüdern verpflichtet. Zar Nikolaus II. baut seine Armee zur Schutzmacht auf. Auch das Deutsche Reich rüstet mit, es fühlt sich eingekreist. In Nibelungentreue fest steht Kaiser Wilhelm zu Franz Joseph, der den Krisenherd des Balkans fürchtet. Otto von Habsburg, Enkel des Kaisers Das hat er meiner Mutter auch gesagt. Er hat also schon erkannt, dass die Situation eine äußerst kritische war. Er war auch der Überzeugung, dass ein solcher Weltkonflikt das Ende herbeiführen würde – oder könnte zu mindestens, so dass er da alles gemacht hat, um zu bremsen. Der Neffe des Kaisers - Erzherzog Franz Ferdinand - will mehr: Die kurzgehaltenen Balkanvölker etwas von der Leine lassen, um das Imperium als Ganzes zu retten - als "Vereinigte Staaten von Großösterreich". Doch die Lunte auf dem Balkan glimmt. Wer immer aus Wien dorthin kommt, begibt sich in Gefahr. Besonders der Thronfolger. Juni 1914. Franz Ferdinand ist auf dem Weg nach Bosnien – trotz Warnungen. Vorbereitung auf einen Mordanschlag. Der Erzherzog vor Ort. Kennt er das Risiko? Otto von Habsburg, Enkel des Kaisers "Der Erzherzog Franz Ferdinand hat genau gewußt, welche Gefahr es ist. Aber wenn man einmal eine solche Pflicht hat, darf man auch vor einem persönlichem Risiko nicht zurückschrecken. Fanatische Serben planen, den Thronfolger zu töten. Sie wollen Zyankali schlucken, falls ihr Attentat misslingt. (Pause) Verklärung. Ranka Chabrinovic, Nichte des ersten Attentäters Sie waren Idealisten. Jung, belesen. Sie wollten Freiheit. Sie wollten durch ihre Tat die Unterjochung der Serben durch die Österreicher beenden. 28. Juni - Franz Ferdinand und seine Frau in Sarajevo – am serbischen Nationalfeiertag (lakonisch). 10.10 Uhr Der Konvoi passiert den Appelkai. Dort warten sechs Attentäter, an verschiedenen Stellen. Ranka Chabrinovic, Nichte des ersten Attentäters "Vor der Stelle, an der mein Onkel stand, waren noch zwei weitere Attentäter. Doch die reagierten nicht, als Franz Ferdinand in seinem Auto vorbeifuhr. Mein Onkel aber nahm seine Handgranate und warf sie." Die Granate detoniert nicht vor dem Wagen des Erzherzogs, sondern vor dem eines Obersten. Der Thronfolger und seine Frau bleiben unverletzt. Franz Ferdinand besteht darauf, die Fahrt fortzusetzen. Otto von Habsburg, Großneffe des Kaisers "Da mußte er. Wissen Sie, denn da wiederum ist es die Pflicht eines Souveräns oder des Erben des Souveräns, nicht vor so etwas zurückzuschrecken. Denn in dem Moment, wo man vor einer terroristischen Aktion zurückschreckt, in dem Moment hat der Terrorismus gewonnen." 10.45 Uhr: Der Erzherzog verlässt das Rathaus. Auf seinen Wunsch ändert der Konvoi die Route. Die Gefahr scheint überstanden. Vor dem Kaffeehaus Croatia wartet ein junger Serbe: Gavrilo Princip. Der Zufall kommt ihm Zuhilfe. Ranka Chabrinovic, Nichte eines Attentäters Der Chauffeur Franz Ferdinands bog in die falsche Straße ein, man hatte ihm nichts von der Wegänderung gesagt. Der Thronfolger ließ den Wagen wenden. Genau an dieser Stelle stand Princip. 10.50 Uhr: Bedrängt von der Menschenmenge, bewegt der Chauffeur den Wagen nur langsam. Der Attentäter kann aus nächster Nähe schießen. Wenig später steht fest: Der Thronfolger und seine Frau sind tot. Der Attentäter und einige Komplizen werden verhaftet. Sie ahnen nicht, was sie ausgelöst haben. Otto von Habsburg Großneffe des Kaisers (nochmal klären) "Es ist eine ganze Weltordnung zusammengebrochen. Es ist dann ja in Österreich erst einmal eine sehr starke Kriegsstimmung gewesen, man war ja schon satt bis da mit den serbischen Provokationen.„ Habsburg trägt den Thronfolger zu Grabe - Und den Frieden Österreich stellt den Serben ein Ultimatum, droht mit militärischer Gewalt. Als Belgrad schließlich einlenkt, stehen die Zeichen längst auf Krieg. Franz Joseph will den Kampf mit den Serben und der deutsche Kaiser steht an seiner Seite. Auftakt zum Weltkrieg. Darum auf, zu den Waffen. Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre Verrat am Vaterlande. In ganz Europa frenetische Begeisterung für einen Krieg, den später niemand gewollt haben will. Gustav-Adolph Graf von Halem Soldat im Ersten Weltkrieg Man war hingerissen von der Idee, für Gott, Vaterland und Herrscher, wenn man so will, in den Krieg zu ziehen. Das war eine Selbstverständlichkeit. Die Begeisterten sterben zuerst. Am Ende steht ein mörderischer Materialkrieg. In den Schützengräben enden alle Illusionen. Gustav von Halem Geboren 18... Für uns junge Leute war das die Fortsetzung eines glücklichen Soldatenspieles; in vollkommener Unwissenheit über den ernsten Charakter eines echten Krieges, in dem man echt totgeschossen wird. Auf den Schlachtfeldern Europas verblutet eine ganze Generation. Neun Millionen Tote. Zeugen des verhängnisvollen Glaubens, der Krieg sei Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Opfer eines Weltenbrandes den zwei Todeschüsse auslösten. Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.

Anbieter
Zolcer TV
Jahr
2011
Dauer
0:00 min
Schlagworte
1914, Balkan, Erzherzog Franz Ferdinand, Attentat, Thronfolger, Sarajewo, 1. Weltkrieg, Histoclips

Sachgebiete

Für Vorschau, Merkliste und Kaufoptionen aktivieren Sie bitte JavaScript. Informationen zum Erwerb finden Sie in der Kaufanleitung.