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1953 - Triumph auf dem Mount Everest

Cover: 1953 - Triumph auf dem Mount Everest

29. Mai: Der Neuseeländer Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing Norgay besteigen den Mount Everest. Zum ersten Mal bezwingen Menschen den höchsten Berg der Erde. - Ende Nachrichtenteil - Everest - ein Berg, ein Mythos. Für die Menschen in Nepal "die Mutter, die Göttin der Erde“. Mit modernem Gerät wollen ihn Menschen erobern. Künstlicher Sauerstoff, Versuche im Labor, Zelte, die Wind und Wetter trotzen. Hilfsmittel für einen Traum. . Sir Edmund Hillary Ich war mir nicht sicher, ob wir das schaffen würden. Viele Expeditionen vor uns haben es ja versucht und sind gescheitert. Gescheitert sind elf Expeditionen, vor allem Briten. Originalbilder. 1924 kommen Mallory und Leigh hoch, sehr hoch. Ob sie den Gipfel erreicht haben, ist ungewiss. Sie kommen nie zurück. Sir Edmund Hillary Die Ärzte glaubten nicht, dass man auf dem Gipfel, in dieser Höhe – selbst mit künstlichem Sauerstoff - je überleben kann. Doch dieser Berg fordert Menschen zu Übermenschlichem heraus. 500 Tonnen Gepäck, 350 Träger – unter britischer Leitung. Ein Großunternehmen auf Gipfelsturm. Über 300 Kilometer marschiert die Expedition, bis der Fuß des Everest erreicht ist. Das Basislager. Die Gewalt des Everest: der Khumbu-Eisbruch. Ein gefrorener Wald aus messerscharfen Spitzen. Abgründe aus Gletscherspalten. Hier ist zuvor noch nie ein Mensch geklettert. Reinhold Messner, Everest-Bezwinger Es ist wie russisches Roulette, da durchzugehen. Ich habe selber gesehen, dass in diesem Eisbruch Stücke abbrachen wie Hochhäuser, die dann in kubikmetergroßen Brocken, zu Millionen Brocken diesen Eisbruch hinuntersprangen, hinunterflogen. Jetzt kämpfen díe Kletterer gegen sich selbst. Kaum Sauerstoff, nur ein Drittel der gewohnten Menge. Jeder Schritt eine Qual und jeder Gedanke... Sir Edmund Hillary Das Gehirn funktioniert immer weniger. Kein klarer Gedanke mehr. Man kann kaum vernünftige Entscheidungen treffen. Der Südsattel, 8000 Meter hoch. Seltene Filmaufnahmen aus der sogenannten Todeszone. Diese Männer sind jetzt so weit oben wie niemand vor ihnen. Sie legen Vorräte an für Hillary und Tenzing. Der Weg ist bereitet. Die letzte ruhelose Nacht. Die Höhe raubt nicht nur Kraft und Vernunft, sie raubt auch den Schlaf. 29. Mai Gipfeltag: Um halb sieben marschieren Hillary und Tenzing los. Auf den letzten 400 Höhenmetern ist keine Kamera dabei. Reicht der Sauerstoff, reichen die Kräfte? George Band, Expeditionsteilnehmer 1953 Wir haben endlos lange auf ein Lebenszeichen von ihnen gewartet. Unsere Funkgeräte funktionierten nicht in dieser Höhe. Darum hatten wir verabredet, sie sollten ihre Schlafsäcke in Form eines Kreuzes hinlegen, falls sie scheitern. Und als T, falls sie zum Gipfel kommen. T wie Top. Aber dann zog sich der Himmel zu und so sahen wir nie ihr Erfolgszeichen. Über den Wolken bahnen sich zwei Pioniere ihren Weg. Um neun Uhr ist der Südgipfel erreicht. Noch 80 Höhenmeter. Sir Edmund Hillary Tenzing und ich erreichten den Gipfelkamm. Plötzlich sahen wir vor uns einen Felsvorsprung, ungefähr 40 Fuß hoch. Und irgendwie habe ich es geschafft, mich hochzuziehen. Da war ich zum ersten Mal wirklich sicher, dass wir den Gipfel erreichen. Nur noch wenige, qualvolle Schritte. Wenige, endlos erscheinende Meter. Und dann das erste Foto vom höchsten Punkt der Erde. Sir Edmund Hillary Es gibt kein Foto von mir auf dem Gipfel des Mount Everest. Tenzing hatte keine Kamera und so weit ich weiß, hatte er bisher in seinem Leben auch noch keine gesehen. So dachte ich, es sei nicht gerade der geeignetste Moment ihm das Fotografieren ausgerechnet auf dem Gipfel des Mount Everest beizubringen. Und irgendwie schien mir das auch nicht so wichtig. Rückkehr im Triumph. Doch Hillary ahnt, welche Lawine er losgetreten hat. Und über die Jahre hinweg wird die Ahnung zur Gewissheit. Sir Edmund Hillary Ich habe immer geglaubt und es auch immer wieder gesagt: Wenn viele Expeditionen auf den Mount Everest steigen, mit Leuten, die keine große Erfahrung haben, dann endet das mit einem Desaster. Mit den Jahren wird der Everest zum Gipfel des Leichtsinns. Für viel Geld kann heute jeder das Dach der Welt erklettern. Trügerische Sicherheit. Reinhold Messner, Everest-Bezwinger Die glauben, sie könnten sich diesen Hügel für 100.000 Mark kaufen, denn zum Hügel ist er degradiert worden, indem man ihn mit Sauerstoffdepots bestückt hat, indem man ihn mit riesigen Lagern bestückt hat, indem man von unten bis oben eine einzige Seilkette angelegt hat und die Schwierigkeiten und Anstrengungen im großen und ganzen herausgenommen hat, aber die Gefahren sind zum Teil geblieben. Mai '96 Stau am Dach der Welt: 30 Bergsteiger wollen auf den Gipfel – an einem einzigen Tag. Da, wo man kaum noch denken kann, verlieren die Führer die Übersicht. Sturm zieht auf. Acht Menschen schaffen es nicht zurück. Sir Edmund Hillary Der Everest ist ein Berg, der immer mit dem größten Respekt behandelt werden muss. Die Nachricht vom Gipfelsturm - - - sie erreicht bald London. Und ist die Krönungsgabe für die junge Königin. Elisabeth II. besteigt den britischen Thron. Den zweifachen Triumph verkündet die BBC weltweit - bis in den Himalaya. Da habe ich gedacht, mein Gott, wir müssen den Gipfel tatsächlich erreicht haben. Wenn die BBC das meldet, dann muss es ja wohl wahr sein.

Anbieter
Zolcer TV
Jahr
2011
Dauer
8:15 min
Schlagworte
1953, Gipfel, Mount Everest, Himalaya, Sir Edmund Hillary, Tenzing, Bergsteigen, Robert Schauer, Nigel Winsor, George Band, Reinhold Messner, Marc Phetzer, Edmund Hillary, Tensing Norgay, Histoclips

Sachgebiete

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