Edupool Marketplace

1942 - Tatort Auschwitz

Cover: 1942 - Tatort Auschwitz

Die Fabrik des Todes: Auschwitz-Birkenau „Die größte Menschenvernichtungsanlage aller Zeiten“, nennt sie der Lagerkommandant. Anderthalb Millionen Menschen finden hier den Tod. Urheber ist Hitler. Nie hat er aus seinem Wahn ein Hehl gemacht : „Wenn es dem internationalen Finanzjudentum... Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa!“ Er selbst entfacht den Krieg, der zum Mittel wird, die Drohung wahrzumachen. Vorboten des Völkermords: Die schwarze Garde der SS. „In unserer Familie war das Leben stets von Liebe, Hilfsbereitschaft, Mitmenschlichkeit geprägt. Plötzlich konfrontiert zu sein mit diesen Männern in Schwarz, die sich wie hasserfüllte Tiere gebährdeten, war eine grausige Erfahrung." Im Rücken der Ostfront treiben Mordkommandos Männer, Frauen und Kinder zusammen -- erschießen über eine Million. Die „Kapazität“ der Mörder stößt an ihre Grenzen. Bürokraten der Vernichtung lösen das Problem – Männer wie Himmler und Heydrich. Effizienter muss das Morden werden. Ein Desinfektionsmittel verspricht die „Lösung“: Zyklon B „Warum es Juden und Bakterien...das ist unser heiliger Glaube.“ 1942 - Hitler ahnt: Sein Krieg um „Lebensraum im Osten“ ist verloren. Doch je bitterer die Niederlagen sind, desto mehr will er zumindest seine zweite Wahnidee vollenden: Den Völkermord! Auf Hitlers Weisung beginnt der industriell betriebene Massenmord. Belzec, Chelmno, Sobibor, Majdanek und Treblinka sind die ersten fünf Vernichtungslager. Zum zentralen Menschenschlachthof wird Auschwitz-Birkenau – Sinnbild für den ganzen Holocaust! Herren dieser stacheldrahtumzäunten Welt sind die Totenkopfverbände der SS; Hunderte Männer, die den täglichen Massenmord vollstrecken und verwalten. In Auschwitz wird nach Plan gemordet (Ton-„Klong“) – systematisch, gründlich, pünktlich. „Sehr bald hat man sich das abgewöhnt, den Menschen in die Augen zu sehen, wenn man nicht direkt persönlichen Kontakt zu ihnen hatte. Der Häftling war ja wirklich etwas völlig anderes als ein „normaler“ Mensch. Es war ja eine andere Kategorie Mensch.“ Abtransport: Vom Bahnhof direkt in die Todesfabrik. Dem reibungslosen Ablauf dient ein ausgeklügeltes System der Täuschung: „Dort waren wir zusammen mit der ganzen Familie. Alle Kinder, große und kleine, alle sind wir zusammen. Aber wir haben nicht wussten wohin! Irgendwo in eine Arbeit. Vielleicht arbeiten, vielleicht für das Kind wird sein ein Kindergarten. So haben wir sich das vorgestellt. Von Auschwitz hat niemand gewusst.“ Der Fahrplan in den Tod – penibel wird er eingehalten. 30.1. Berlin-Auschwitz: 2000 „Reisende“. Die Kosten sind festgesetzt: Vier Pfennig pro „Fahrgast“ und Kilometer. Keine Rückfahrkarte. Die Endstation der „Endlösung“: Hitler hat den Tatort seines Mordplans nie gesehen! An manchen Tagen kommen hier 10000 Menschen an. „Das war in der Nacht, zwei Uhr. Als wir aus dem Waggon herauskamen, haben wir gehört, aber es war so schnell geteilt – die Männer rechts, die Eltern und die Kinder... In einer Minute war alles zerteilt!“ Selektion: Tod durch Gas - oder durch Arbeit - in SS-Betrieben oder Firmen wie den IG.-Farben. Den Nutzwert ihrer Sklaven berechnet die SS: Lebenserwartung: 9 Monate; Erträge aus „Verleih“: 6 Mark pro Tag; Abzug für Verpflegung und Unterkunft: 60 Pfennig täglich. Sechzehnhunderteinunddreißig Reichsmark Reingewinn pro Arbeitssklave! Die anderen werden nach der Selektion hierher gebracht. Den Menschen wird empfohlen, ihre Kleidung abzulegen und sich die Nummer des Hakens zu merken – damit sie ihre Sachen später wiederfinden. „Die Menschen sind rein, sie haben noch gelacht und sie haben noch gefragt, wo sie sich befinden und wir mussten verschweigen und nicht sagen, was mit ihnen passieren wird.“ Die Tarnung funktioniert bis zum letzten Augenblick: „Und als der letzte rein ist, haben sie das Tor vermacht von draußen und sofort sind zwei SS-Männer gelaufen und auf einen Stuhl, sind durch das Fenster, das war ganz oben, reingeschmissen den Zyklon B.“ Bedarf: 5 Kilogramm für eine Mordaktion. 1500 Menschen. „Und gleich haben wir gehört die Schreie. So hats paar Minuten gedauert, zehn bis fünfzehn Minuten.“ Den Toten wird das Zahngold ausgebrochen. Schuhe, Spielzeug, Uhren, Schmuck Brillen geraubt Aus den Haaren werden Filzpantoffel. Die Leichen werden verbrannt. Nichts soll von ihnen bleiben. Januar 45: Die Rote Armee rückt nach Westen vor. Die Gaskammern sind längst gesprengt - Doch die Spuren sind nicht zu verwischen 27. Januar 45: Tag der Befreiung. Nur 7000 Menschen haben überlebt. Die Spuren des Verbrechens - Noch immer sind sie gegenwärtig. Auschwitz-Birkenau: Der Sündenfall des 20. Jahrhunderts !

Anbieter
Zolcer TV
Jahr
2011
Dauer
8:19 min
Schlagworte
1943, Stalingrad, Rußland, Adolf Hitler, Drittes Reich, Nationalsozialismus, Stalin, Ostfront, Krieg, Diktator, Konzentrationslager, Auschwitz, Selektion, Zyklon B, Genozid, Histoclips

Sachgebiete

Für Vorschau, Merkliste und Kaufoptionen aktivieren Sie bitte JavaScript. Informationen zum Erwerb finden Sie in der Kaufanleitung.