1922 - Das Grab des Tutenchamun
Das Tal der Könige, letzte Ruhestatt der Pharaonen. Seit Tausenden von Jahren graben hier Menschen nach den Schätzen des alten Ägypten. Am 26. November 22 geht für einen britischen Archäologen ein Traum in Erfüllung. Er öffnet den Zugang einer bislang unentdeckten Grabkammer. Zum ersten Mal seit dreitausend Jahren fällt wieder Licht auf diese Schätze. Es ist das Grab des Pharao Tutanchamun. Nach der Entdeckung notiert Howard Carter in sein Tagebuch: (Tagebucheintrag Carter:) Es dauerte einen Moment, bevor ich etwas erkennen konnte. Dann tauchten aus dem Nebel langsam Einzelheiten auf. Seltsame Tiere, Statuen und Gold. Überall glänzendes, schimmerndes Gold. Dass man so ein einmaliges Grab im Tal der Könige findet und das intakt gewesen war, voll mit Gold - Gold! - und wunderschönen Schätzen, Möbelstücken und Sarkophargen, auch die Masken von Tutanchamun, das hat die ganze Welt begeistert. Carter ist 18, als er zum ersten Mal nach Ägypten reist. Er verdingt sich als Mitarbeiter bei Ausgrabungen und fristet seinen Lebensunterhalt mit selbst gemalten Bildern, die er an Touristen verkauft. Sein Traum, er will graben im Tal der Könige. (Tagebucheintrag Carter:) Es stimmt, dass man in dem Tal vielleicht weniger findet als an anderen Orten Ägyptens, aber landet man einen Glückstreffer, dann wird man üppig belohnt. 1909 trifft Carter den Millionär Lord Carnovan. Der ist bereit den Traum zu finanzieren. In den folgenden Jahren tragen Arbeiter Tausende Tonnen Geröll ab, doch anstelle eines Grabes finden sie nur Tonscherben. Im Sommer 22 wird der Goldgräber zu seinem Geldgeber zitiert. Dessen Langmut ist am Ende. Nur eine Stelle gibts im Tal, an der noch nicht gegraben wurde. Ein letztes Mal ist Carnavan bereit zu zahlen. Howard Carter war überzeugt davon, dass es hier noch ein Grab gebe, aber er wusste nicht wo. Er hat sich dann auf die Erfahrung meines Großvaters verlassen, der hielt einen Stock in der Hand, klopfte damit und konnte anhand des Echos beurteilen, ob es an der Stelle Treppen gab oder nicht. Carter hätte beinahe schon aufgegeben, aber mein Großvater hat es immer wieder versucht bis er das Grab dann durch Zufall entdeckte. Als Carter aus England zurückkehrt, ahnt er noch nicht, was ihn erwartet. Zurück im Tal bemerkt er, dass die Arbeit ruht. (Tagebucheintrag Carter:) Aufgrund der ungewöhnlichen Stille wurde mir klar, daß etwas ganz Besonderes geschehen war. Nahe dem Grab Ramses des VI. haben die Arbeiter eine Steintreppe freigelegt. Carter telegrafiert an den Lord: Habe endlich wunderbare Entdeckung gemacht! Carnarvon reist sofort an. Gemeinsam mit ihm durchbricht Carter den seit über 3 Jahrtausenden vermauerten Zugang. Zum Grabe des Kind-Königs Tutanchamun. Schmuck, Spielsachen, Möbel 3600 Stück unermessliche Schätze. Er hatte mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, weil das Grab sehr klein war und alle Gegenstände ineinander verschachtelt waren. Und es war sehr schwierig, sie voneinander zu trennen und all dies außerhalb des Grabs zu lagern. Binnen weniger Wochen wird das Grab zur Pilgerstätte für Touristen aus aller Welt. Im Februar 23 sind die letzten Schätze aus der Vorkammer geborgen. Nun wollen der Entdecker und sein Sponsor den Sarkophag aufbrechen. Doch eine Inschrift droht, dass jeden, der die Totenruhe stört, der Fluch des Pharao ereilt. Für die Briten purer Aberglaube. Verbürgt ist: eine Kobra, die als Beschützerin der Pharaonen gilt, schlängelt sich zur selben Zeit in Carters Haus und tötet den Kanarienvogel. "Die Leute glaubten, diese Kobra war ein schlechtes Ohmen. Es sei der Fluch des Pharao." Sechs Wochen nach Öffnung der Grabkammer kämpft Lord Carnovan in seinem Hotel gegen den Tod. Eine mysteriöse Lungenkrankheit. Niemand kann ihn heilen. Schließlich stirbt der Lord. Die Presse hat ihre Schlagzeile War es der Fluch der Pharaonen? In Kairo gehen in der Todesnacht die Lichter aus. (ironisch lesen) "Man sagt, sein Hund hat so viel gebellt in seinem Schloß in England und er hat gestorben und der Strom ist ausgefallen hier und andere Sachen und so weiter und so fort, ich glaub, daß ist der Pfeffer und Salz der Geschichte." ....die noch mehr Opfer fordert. Viele Mitarbeiter Carters sterben einen frühen Tod. Und jeder neue Tod gibt der Legende Nahrung. Heute ist das Rätsel gelöst. "Wenn Entdecker so ein Grab öffnen, sind sie natürlich neugierig und atmen diese alte Luft ein mit all den Mikroben und Viren, die überlebt haben. Und die werden natürlich wieder aktiv in den Lungen dieser Leute. Und weil die meisten aus anderen Ländern kommen und keine Antikörper haben, werden sie krank - und manche sterben, aber nicht durch einen Fluch." Trotz des Todes seines Freundes setzt der Forscher seine Arbeit fort. Vier Schreine müssen Carters Helfer öffnen. Dann endlich: das goldene Antlitz des Pharao. (gut versetzt lesen) (Tagebucheintrag Carter:) ...wir jauchzten nur noch vor Staunen und Entzücken, hält Carter für die Nachwelt fest.
- Anbieter
- Zolcer TV
- Jahr
- 2011
- Dauer
- 8:10 min
- Schlagworte
- 1922, Pharao, Tutenchamun, Totenmaske, Pyramide, Ägypten, Tal der Könige, Howard Carter, Archäologie, Histoclips
Sachgebiete
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