Joe Louis
Der Afroamerikaner Joe Louis gehört zu den bedeutendsten Schwergewichts-Boxern des 20. Jahrhunderts. Der Sohn eines Baumwollpflückers wurde 1914 geboren. Den Rat seines Trainers, nur gegen andere Schwarze zu boxen, ignorierte er und gewann die Goldenen Handschuhe" in Michigan, bevor er sich 1934 einer Profikarriere zuwandte. Im folgenden Jahr gewann er 27 Kämpfe, bezwang Boxer wie Primo Carnera und Paulino Uzcudun, der zuvor noch nie mit einem K.O. besiegt worden war. Zwar häufte sich das Geld von seinen Kämpfen an, doch war Louis dafür bekannt, es regelmäßig Bedürftigen zu spenden. Er zahlte der Stadt sogar 250 Dollar Sozialhilfe zurück, die seine Familie erhalten hatte. Der so genannte Braune Bomber" boxte sogar am Tag seiner Hochzeit, mit der Sängerin Marva Trotter, gegen den ehemaligen Weltmeister Max Baer. Bei Interviews nach dem Boxkampf und der Hochzeit war er stets zu Scherzen aufgelegt. (English) Joe Louis, Boxer/narrator "NARRATOR: A thrilling victory and now with a bride to enjoy it with him, needless to say, Joe is quite happy, arent you Joe? LOUIS: Yeah, Im very happy NARRATOR: Well, tell us fella. What makes you happier, to have beaten Baer or to be married? LOUIS: To be married. NARRATOR: You readily admit it was a pretty tough fight while it lasted wasnt it? LOUIS: Yeah it was a tough fight but Ill have a tougher fight home every night. NARRATOR: Now that youre on the threshold of a championship bout and married what are your plans? LOUIS: Im going to stay boss. NARRATOR: Thats nice work Joe if you can get it." 1936 fand er in dem deutschen Boxer Max Schmeling seinen Meister. Schmeling und seine Trainer hatten Aufnahmen von Louis Kämpfen analysiert und eine Schwäche zwischen dessen berühmtem Führhandschlag und dem linken Haken gefunden. Durch einen Ausweichschritt konnte Schmeling dem Schlag entgehen und diese Schwäche seinerseits ausnutzen. Die Strategie ging auf und nach 12 Runden wurde Joe Louis zum ersten Mal in seiner Karriere ausgezählt. Es kam zu Aufständen im New Yorker Stadtteil Harlem. Trotz Siegen über einige große Konkurrenten wollte der Boxer sich erst wieder Schwergewichtsweltmeister nennen wenn er Schmeling in einem Rückkampf besiegt hatte. Diese Gelegenheit kam am 22. Juni 1938. Nach intensivster Propaganda über die angebliche Überlegenheit der Arier mussten die Nazis gedemütigt zusehen, wie Schmeling nach nur zwei Minuten und vier Sekunden in der ersten Runde zu Boden ging. Mit sich und der Welt im Reinen war er danach bereit, gegen jeden seiner Konkurrenten anzutreten. "REPORTER: Well Joe you sure mowed him down tonight, didnt you boy. LOUIS: I sure did. REPORTER: What blow do you think put him away? LOUIS: My right hand. REPORTER: And what now Joe? LOUIS: Well I guess whoever they pick for me. REPORTER: How about Tony Gilanto? LOUIS: Ill fight him. REPORTER: Lou Nova? LOUIS: Yes I could fight him. REPORTER: How about Maxie Baer? LOUIS: Oh, Ill fight Baer too. REPORTER: Well Joe youre willing to fight anyone arent you? LOUIS: Ah yes." Als es 1941 die USA in den Krieg eintraten, engagierte sich Louis trotz Rassentrennung in der US Army. Dank seines Einflusses wurden erstmals auch Schwarze an Offizier-Schulen ausgebildet. Sein Kriegsdienst war vor allem symbolisch, er reiste nach Europa um mit Schau-Kämpfen die Moral der Truppen zu verbessern. Das erhaltene Geld spendete er. Nach dem Krieg setzte er seine Boxerkarriere fort. Erst 1949 trat er zurück, blieb der Öffentlichkeit jedoch weiter als Prominenter erhalten. Er starb 1981 und wurde mit vollen militärischen Ehren auf dem Friedhof Arlington beigesetzt. Boxfans in aller Welt bleibt er in Erinnerung.
- Anbieter
- World Wide Entertainment
- Jahr
- 2010
- Dauer
- 4:21 min
- Schlagworte
- Max Schmeling, Boxen, Boxlegende, K.O., Kämpfer, Boxer, Weltmeister, Biografie, Histoclips
Sachgebiete
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