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Benazir Bhutto

Cover: Benazir Bhutto

Als Benazir Bhutto am 16. November 1988 als erste muslimische Frau ein Land regierte, ruhten große Hoffnungen auf der junge Politikerin, die der pakistanischen Militärdiktatur nachfolgte. Doch ihre Karriere sollte ein böses Ende nehmen. Die Tochter eines pakistanischen Politikers hatte eine beschützte Kindheit und engagierte sich früh politisch. Als sie 18 Jahre alt war, wurde ihr Vater Premierminister. Sie besuchte die britischen Universitäten Harvard und Oxford. 1977 ergriff General Zia Ul Hakh mit einem Militär-Putsch die Macht und ließ Bhuttos Vater hängen. Sie verbrachte fünf Jahre im Hausarrest. 1984 durfte sie das Land verlassen und zog nach England, wo sie im Exil zur Parteichefin der Pakistanischen Volkspartei wurde. Bei den ersten freien Wahlen seit 11 Jahren, 1988, wurde sie zur Premierministerin gewählt, jedoch durch politische Intrigen zweimal aus dem Amt gedrängt. Später erklärte sie, der jungen Demokratie Pakistans sei damit die Gelegenheit genommen worden, zu wachsen. So habe sich die Lage nicht nur in ihrem Land, sondern in der ganzen Region erheblich verschlimmert. "Democracy has never been given a chance to grow in Pakistan, as an example, I was allowed only five of the ten years to which the people of Pakistan had elected me to govern, today the crisis has not only continued, but it has dangerously accelerated, not only in Pakistan, but for the region and the wider world community. The suppression of democracy in my homeland has had a profound institutional consequences, the major infrastructural building blocks of democracy have been weakened, political parties have been marginalised, NGO's (Non Governmental Organisations) dismantled, judges sacked, and civil society undermined, labour unions have seen great retrenchment weaken them, and student unions too have been banned, so we don't have the emergence of a generation of leader trained in the universities for the political art of debate, discussion, give and take, and compromise." Erneut im Exil führte Bhutto 2007 Geheimgespräche mit der pakistanischen Regierung und kehrte am 18. Oktober in das Land zurück. Bhutto galt als Favoritin bei den bevorstehenden landesweiten Wahlen, doch am 27. Dezember wurde sie ermordet. Der Attentäter wurde später mit al-Qaida in Zusammenhang gebracht. Während zunächst ihr Ehemann die Führung der Partei übernahm, sollte der gemeinsame Sohn Bilawal nach Abschluss seines Oxford-Studiums die Geschicke des Landes in die Hand nehmen. Die Ermordung Bhuttos wurde in vielen Ländern scharf kritisiert. Der britische Premierminister Gordon Brown sagte, die beste Antwort darauf sei ein nachhaltig demokratisches Pakistan. Außerdem verurteilte er den weltweiten Terrorismus. "This atrocity strengthens our resolve that terrorists will not win there, here or anywhere in the world; and we will work with all in the Pakistani community in Britain and elsewhere in the world so that we can have a peaceful and safe and democratic Pakistan."

Anbieter
World Wide Entertainment
Jahr
2010
Dauer
3:32 min
Schlagworte
Bhutto, Buhtto, Benazir, Pakistan, Politik, Demokratie, Attentat, Ermordung, Biografie, Islam, Islamismus, Fundamentalismus, Feminismus, Bürgerrechte, Freiheit, Extremismus, Mord, Histoclips

Sachgebiete

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