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Arthur Miller

Cover: Arthur Miller

Arthur Miller schrieb die Rolle von „Roslyn" in „Nicht Gesellschaftsfähig" seiner Frau Marilyn Monroe auf den Leib. Obwohl sie während der Dreharbeiten ins Krankenhaus eingeliefert wurde, gab sie die beste Darbietung ihrer Karriere. Es war die ernstzunehmende Rolle, die sie sich immer gewünscht hatte. Das Paar ließ sich 1961 scheiden, nicht einmal ein Jahr später starb Marilyn. Millers spätere Stücke erreichten selten die Höhen früherer Erfolge. 1996 wurde sein Drehbuch für „Hexenjagd" für einen Oscar nominiert. Hier spricht er über die Schwierigkeiten, das Buch in einen Film umzusetzen: "Well, I always felt there was a great movie in that play and, just rather objectively I think, but it was very hard to get people to see it - that it was. And that's why it's taken all these years to get it made." 1962 heiratete Miller die Fotografin Inge Morath. Sie starb 2002. „Nach dem Sündenfall", in dem er seine zweite Ehe thematisierte, erschien kurz nach der Hochzeit. Es wurde ihm vorgeworfen, aus Marilyn Monroes Tod Nutzen ziehen zu wollen. Von der Kritik tief getroffen, folgten „Zwischenfall in Vichy" und „Der Preis". Miller blieb politisch aktiv und protestierte gegen den Vietnam-Krieg. In den 70er Jahren versuchte er sich an Komödien und sogar an einem Musical. Er begleitete seine Frau auf ihren Reisen und dokumentierte diese in Essays und Büchern. 1983 leitete Miller eine Produktion von „Tod eines Handlungsreisenden" im kommunistischen China. Seine Erfahrungen über ausbleibende Kritiker bei über eine Milliarden Menschen brachte er ironisch auf den Punkt: “When I directed Death of Salesman in China, I discovered with some mild shock that they had no critics and that they had never had any. Imagine a country of a billion 200 million people and not a single critic." Die TV-Produktion des Stücks, 1985, mit Dustin Hoffman als Hauptdarsteller machte seine Werke erneut populär. In den 90er Jahren wurden seine Stücke weltweit aufgeführt. Neben dem Pulitzer-Preis gewann er unter anderem sieben Tony-Awards. Er selbst sah seine Stücke vor allem auf den Konflikt derer konzentriert, die Geld mit Glück verwechseln und derer, die andere Werte haben. Bei einem Besuch im Londoner Theater „Old Vic" lobte Miller den Regisseur David Thacker. Dieser gab das Lob zurück und beschreibt, wie bewegt Miller auf die Reaktionen des Publikums reagiert. “He is nourished by endorsement for his work, he is in that sense a very humble man. When he came to see The Last Yankee the other day, it gave him enormous pleasure to be sitting in this audience and experiencing the sheer delight the audience were taking in his play. He loves it when they laugh at the lines he wants them to laugh at, when they cry when he wants them to cry. He’s moved by it. Deeply moved by it." Als Arthur Miller 2005 starb, wurden die Lichter am Broadway zu seinen Ehren gedimmt.

Anbieter
World Wide Entertainment
Jahr
2010
Dauer
4:21 min
Schlagworte
Autor, Schriftsteller, Künstler, USA, Tod eines Handlungsreisenden, Marilyn Monroe, Buch, Bücher, Prominent, Biografie, Kultur, Histoclips

Sachgebiete

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