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John F. Kennedys letztes Präsidentschaftsjahr

Cover: John F. Kennedys letztes Präsidentschaftsjahr

Im Juni 1963 besuchte John F. Kennedy Berlin und besichtigte die neu errichtete Mauer zwischen Ost und West. Hier sagte er den berühmten Satz „Ich bin ein Berliner" und sagte, die Mauer demonstriere das Versagen des Kommunismus, da die Bürger nur durch die Absperrung an der Flucht gehindert werden könnten. Zu Hause machten ihm die Gegner der wachsenden Bürgerrechte für Afro-Amerikaner zu schaffen. Als der erste schwarze Student sich an der staatlichen Universität einschreiben wollte und der Gouverneur sich weigerte, für dessen Sicherheit zu garantieren, schickte der Präsident 400 Sicherheitskräfte und 3.000 Soldaten nach Mississippi. Diese Aktion löste Unruhen aus, bei denen zwei Personen starben und viele Soldaten und Sicherheitskräfte verletzt wurden. Aber der Student James Meredith graduierte im darauffolgenden Jahr. Kennedy unterstützte den Bürgerrechtskampf und brachte 1963 ein Bürgerrechtsgesetz in den Kongress ein, wodurch die Rassentrennung verboten werden sollte und Schwarze und Weiße gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten sollten. Aber durch ein tragisches Ereignis wurde dieses Gesetz um ein Jahr verschoben. Im November 1963 war John F. Kennedy auf der Höhe seines Erfolges. Die allgemeine Bewunderung für die charismatische junge Familie hatte solche Ausmaße angenommen, dass das Weiße Haus als „Camelot" bezeichnet wurde, in Anspielung auf die Sage um König Artus und die Ritter der Tafelrunde. Am 22. November reisten der Präsident und die First Lady nach Dallas. Sie wollten in Texas, wo sie nur eine knappe Mehrheit bekommen hatten, um Stimmen werben. In einem 1961er Lincoln Continental war das Paar Teil eines Autokorsos, der durch die Dealey Plaza zum Dallas Trade Mart führen sollte. Um etwa 12:30 Uhr wurden von einem nahegelegenen Buchlager Schüsse abgegeben, die Kennedy im oberen Rücken und im Hinterkopf trafen. Kennedy wurde tödlich verwundet und der Gouverneur von Texas verletzt. Knapp eine halbe Stunde später wurde der Präsident für tot erklärt. Lee Harvey Oswald, ein Sympathisant der Sowjetunion, wurde als Tatverdächtiger festgenommen, aber zu einer Gerichtsverhandlung kam es nicht, weil er selbst ermordet wurde. Um das Attentat haben sich viele Verschwörungstheorien gerankt. Unklarheiten ergeben sich aus den widersprüchlichen Befunden der Einschusswinkel und aus Hinweisen, dass es mehr als drei Schüsse gewesen sein könnten. Als potentielle Täter wurden unter anderem das FBI, die Mafia, die CIA und die eigene Regierung gehandelt. Aber keine von diesen Theorien konnte erhärtet werden. Kennedys Tod versetzte die USA in Trauer. Während der Rückführung des Leichnams in der „Airforce One" wurde der Vize-Präsident Lyndon B. Johnson als 36. Präsident der USA vereidigt. Jackie Kennedy begleitete den Leichnam ihres Mannes auf dem Rückflug, immer noch in dem blutverschmierten himbeerroten Kleid, das sie bei dem Anschlag getragen hatte. Der mit der Flagge behängte Sarg wurde ins Weiße Haus gebracht und im „East Room" aufgestellt. Am nächsten Tag wurde er ins Capitol gebracht. Am 25. November zog die Prozession zum Staatsbegräbnis von John F. Kennedy durch die Straßen der Hauptstadt, von Millionen von Zuschauern am Bildschirm verfolgt. Es war auch der dritte Geburtstag von Kennedys Sohn, und es war ein herzzerreißendes Bild, als der kleine John den Sarg seines Vaters grüßte, während er bei seiner Mutter und der älteren Schwester Caroline stand. Nur Tausend Tage im Amt, wird John F. Kennedy dennoch als einer der größten Präsidenten Amerikas in Erinnerung bleiben.

Anbieter
World Wide Entertainment
Jahr
2010
Dauer
4:21 min
Schlagworte
Kennedy, Attentat, Dallas, Dealy Plaza, Lee-Harvey Oswald, Kalter Krieg, Bürgerrechte, Rassismus, Rassentrennung, Verschwörungstheorien , Histoclips

Sachgebiete

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