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John F. Kennedys Aufstieg

Cover: John F. Kennedys Aufstieg

Obwohl er das Weiße Haus nur drei Jahre bewohnte, haben wenige Präsidenten so viel Eindruck hinterlassen wie John Fitzgerald Kennedy. John F. Kennedy wurde 1917 als zweiter Sohn einer wohlhabenden irisch-katholischen Familie in Massachusetts geboren. Im Zweiten Weltkrieg war er bei der US Navy im aktiven Kriegsdienst. Kurz nach seiner Heirat mit Jacqueline Bouvier erlitt er eine Rückenverletzung; während der Genesungszeit hatte er Gelegenheit, das Buch „Profiles in Courage" zu schreiben, für das er den Pulitzerpreis erhielt. Als demokratischer Kandidat in den Präsidentschaftswahlen 1960 lieferte er sich einen harten Kampf mit dem ebenfalls jungen republikanischen Kandidaten Richard Nixon. Kennedy versprach, neuen Geist und Führungskraft ins Weiße Haus zu bringen. Er wurde der jüngste Präsident der USA. Es war das Jahr 1961, der Kalte Krieg befand sich auf dem Höhepunkt, die Welt befand sich in Aufruhr. Im September desselben Jahres präsentierte Kennedy ein „Manifest des Friedens". Er forderte die Vertreter aller Nationen auf, die Erde zu retten und Frieden zu stiften. "Ladies and gentlemen of this Assembly, the decision is ours. Never have the nations of the world had so much to lose, or so much to gain. Together we shall save our planet, or together we shall perish in its flames. Save it we can--and save it we must--and then shall we earn the eternal thanks of mankind and, as peacemakers, the eternal blessing of God." Kennedy warnte vor den "schwelenden Kohlen des Krieges", die Südostasien bedrohten und wies auf die schwierige Lage Westberlins hin, das vom kommunistischen Teil Deutschlands eingeschlossen war. Und er warnte vor dem „atomaren Damoklesschwert", das über der Welt hinge. Er gründete einen "Friedenscorps", damit junge Amerikaner ihre Fähigkeiten und Erfahrungen in den Entwicklungsländern einsetzen konnten, im Dienste des Weltfriedens und der Verständigung. Kennedy trat auch mit dem sowjetischen Staatschef Nikita Chruschtschow in Verhandlung. Unter anderem ging es um die Möglichkeit einer gemeinsamen Weltraumforschung. Dieser Vorschlag wurde jedoch zurückgewiesen, da das russische Programm technologisch weiter fortgeschritten war als das amerikanische. So kündigte er den NASA-Plan an, innerhalb einer Dekade einen Menschen zum Mond zu entsenden und sicher zurück zur Erde zu bringen. "We choose to go to the moon in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard, because that goal will serve to organize and measure the best of our energies and skills, because that challenge is one that we are willing to accept, one we are unwilling to postpone, and one which we intend to win." Dann verpflichtete Kennedy seine Regierung dazu, einen Mann zum Mond zu schicken. Für ihn war es einerseits ein visionäres Projekt, andererseits eine Möglichkeit, den technischen Fortschritt zu fördern. Als Kennedy 1961 an die Macht kam, drängte man ihn zur Invasion auf Kuba, um dessen Führer Fidel Castro zu stürzen. Die Invasion der Schweinebucht war ein Desaster. Die Aktionen der USA trieben den erzürnten Castro in die Arme der Sowjetunion als Verbündeten. Als diese auf Kuba Mittelstreckenraketen stationierte, nur 145 Kilometer von den USA entfernt, geriet die Welt an den Rand eines Atomkriegs. Kennedys Berater sprachen sich allesamt für Militäraktionen gegen die Sowjets aus, aber Kennedy fürchtete, dass dies zu einem atomaren Angriff führen würde. Stattdessen ordnete er eine Schiffsblockade an, um weitere Raketentransporte nach Kuba zu verhindern, die sowjetischen Aktionen verurteilte er vehement. Kennedy war der Balanceakt gelungen, den Kalten Krieg fortzuführen, ohne einen Atomkrieg auszulösen. Viele weitere solcher diplomatischen Erfolge schienen ihm während seiner Präsidentschaft bevorzustehen. Tragischerweise machten die Ereignisse des 22. November 1963 auf der Dealey Plaza diesen Erwartungen ein Ende.

Anbieter
World Wide Entertainment
Jahr
2010
Dauer
4:21 min
Schlagworte
Kennedy, Präsidentschaft, USA, Vereinigte Staaten, Kalter Krieg, Space-Race, Mondlandung, Kubakrise, Kuba-Krise, Cruschtschow, UDSSR, Sowjetunion, Histoclips

Sachgebiete

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