Michael Schumacher
In der rasanten Welt des Motorrennsports gibt es keinen, der an den deutschen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher herankommt. Statistisch gesehen ist er mit sieben Weltmeisterschaften der größte Rennfahrer aller Zeiten. Seine Rennfahrerkarriere begann er mit vier Jahren, als sein Vater sein Tretauto mit einem Mofamotor ausstattete. Diesen fuhr der Junge prompt gegen einen Laternenpfahl. Daraufhin meldeten ihn die Eltern beim städtischen Kartklub an. Als jüngstes Mitglied gewann er mit sechs Jahren seine erste Meisterschaft. Es folgten viele weitere Siege. Nach der Schule machte Michael Schumacher eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Im folgenden Jahr fuhr er sein erstes Monoposto-Rennen. Dann sammelte er Erfahrung mit der Formel 3 und mit Sportprototyprennen, immer mit dem Ziel einer Karriere als Formel-1-Rennfahrer. 1991 trat Schumacher erstmals bei der Formel 1 an, als Mitglied des Jordan-Ford-Teams beim belgischen Grand Prix. Er qualifizierte sich als siebter, aber schied wegen Problemen mit der Kupplung in der ersten Runde aus. Im Jahr darauf trat er wieder an und siegte, es war sein erster Formel-1-Sieg. Für das Team Benetton gewann Schumacher zwei Weltmeisterschaften und wechselte 1996 zu Ferrari für ein Jahresgehalt von 30 Millionen Dollar. Ferrari hatte seit 1979 keine Meisterschaft mehr gewonnen. Schumacher hob das Team durch eine beeindruckende Siegesserie auf ein neues Level. Besonders stark zeigte er sich dabei auf nasser Fahrbahn. Bis 2000 hatte er 41 Siege eingefahren und damit den Rekord seines Vorbilds Ayrton Senna gebrochen. Von 2000 bis 2005 wurde er jedes Jahr Weltmeister. Seinen siebten und letzten Weltmeistertitel holte er sich passenderweise beim belgischen Grand Prix, wo er 15 Jahre zuvor seine Karriere begonnen hatte. In einem so unfallträchtigen Sport wie dem Motorrennen ist Schumacher bislang relativ glimpflich davongekommen. Sein einziger ernsthafter Unfall geschah 1999 beim britischen Grand Prix, als die hintere Bremse des Ferraris versagte und ihn aus der Spur warf. Er brach sich ein Bein und musste sechs Rennen auslassen. Er wurde solange von dem finnischen Rennfahrer Mika Salo vertreten. Schumachers Erfolg als Rennfahrer wird auf seine Fähigkeit zurückgeführt, blitzschnelle Entscheidungen zu treffen und sich auf neue Bedingungen einzustellen. Außerdem hielt er sich außerordentlich fit und hatte damit genug Kondition, um Runde für Runde Höchstleistung zu bringen. Im Jahr 2002 wurden Schumachers Fähigkeiten aufs Extremste auf die Probe gestellt, als er in der Nähe von Rom gegen einen Eurofighter antrat. Das 600-Meter-Rennen gewann "Schumi" mit zwei Sekunden Vorsprung. Beim 900- und 1200-Meter-Rennen unterlag er jedoch. Der Ferrari hatte eine Höchstgeschwindigkeit von 369 km/h, während der Düsenjäger bis auf 2400 km/h kam wohl kaum ein fairer Kampf. Der Pilot bemerkte dazu diplomatisch, beide Transportmittel seien Könige in ihrem Element. Für "Schumi" war es nie das Geld oder der Ruhm, welches ihn am Rennsport faszinierte. Es ist der Kick, der Schnellste zu sein in den schnellsten Autos der Welt, und der Sport selbst: "I look forward to plenty more championships honestly because I am just so much in love with the sport. For me, the number of success is not the drive of my motivation, it's simply the sport itself." Aber drei Jahre nach diesem Interview, auf der Höhe seines Erfolges, mit 37 Jahren, zog sich Schumacher vom Rennsport zurück. Obwohl er die Welt des Grand Prix hinter sich ließ, war er noch immer vom Zauber des Motorsports erfüllt. Als er Ende 2007 auf dem Weg zum Flughafen spät dran war, bat er den Taxifahrer höflich, sich auf den Beifahrersitz zu begeben, und er übernahm das Steuer. Im Jahr 2010 feierte er sein Formel 1-Comeback für das Mercedes-Werkteam.
- Anbieter
- World Wide Entertainment
- Jahr
- 2010
- Dauer
- 4:21 min
- Schlagworte
- Formel 1, Motorsport, Ferrari, Auto, Mercedes, Weltmeister, Rekordweltmeister, Schumi, Benetton Renault, Histoclips
Sachgebiete
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