George Bernard Shaws Leben
In den 30er Jahren wurde George Bernard Shaw als berühmter Literat verehrt. An seinem 80sten Geburtstag, 1936, fand sich eine Menschenmenge ein, als er einen Baum Pflanzen wollte. Die Zuschauer unterhielt er mit einigen Scherzen. "Ladies and gentlemen. Before I plant the tree I think I shall talk a little. Its very difficult for me to know exactly where my audience is. Now a gentleman tells me I am to face this way because the gentlemen who are operating have of course gone to the wrong side. They always do " Selbst in diesem Alter zeigte Shaw keine Anzeichen der Ermüdung. Der britische Politiker JR Clynes beschrieb ihn als brillanten Redner und provokanten Autor. Beides nutzte Shaw, um seine politischen Ideale voranzutreiben. Seinen trockenen irischen Witz stellte er in den Dienst der Labour-Party". Seine Reden füllten regelmäßig die Veranstaltungshallen. "I am now going to plant the Mulberry tree. I am in a certain amount of difficulty because its perfectly obvious to all of you that its already planted." Wegen seiner sozialistischen Ideale sah sich Shaw immer stärkerer Kritik ausgesetzt, was ihn sogar erfreute. Er besuchte das kommunistische Russland und kehrte als Unterstützer Stalins zurück, trotz Berichten über dortige Hungersnot und Ausbeutung. Über 250.000 Briefe verfasste der Ire insgesamt. Beispielsweise an die Schauspielerin Ellen Terry, den Boxer Gene Tunney oder den Autor H.G. Wells. Zu Schreiben zog er sich auf sein Landhaus zurück. Dort lebte er mehr als 40 Jahre lang. Ein Teil seines Gartens war abgetrennt zum Holzhacken. Für Blumen hatte er wenig Interesse übrig, er genoss die Ertüchtigung. Mit seiner Frau zusammen machte er weite Spaziergänge. Ihr Sommerhaus wurde zu seinem Refugium. Es verfügte über Strom und ein eigenes Telefon. In der Hütte entstanden unter anderem seine Werke Mensch und Übermensch" und Pygmalion". Nach dem Tod seiner Ehefrau, 1943, zog er dauerhaft in das Landhaus und gab die Wohnung in London auf. Er starb am 2. November 1950, im Alter von 94 Jahren, nachdem er von einer Leiter gefallen war. Die Kinderbuchautorin Edith Nesbit fasste einmal zusammen: "Er ist ein gewitzter Autor und Redner, der Schlimmste Schmeichler, den ich je traf, furchtbar unzuverlässig, bleibt nicht immer bei der Wahrheit und ist dennoch einer der faszinierendsten Menschen, die ich je traf".
- Anbieter
- World Wide Entertainment
- Jahr
- 2010
- Dauer
- 3:37 min
- Schlagworte
- Schriftsteller, Philosoph, England, Kommunismus, Redner, Literat, Biografie, Histoclips
Sachgebiete
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