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Vivienne Westwood

Cover: Vivienne Westwood

2007 wurde die Modeschöperin und selbsternannte Queen of Punk, Vivienne Westwood, zu einer von Britanniens lebenden Ikonen gewählt. Dies ist der Beweis dafür, dass selbst die unkonventionellsten Figuren einen Platz in der Gesellschaft finden, mit genügend Ausdauer und Wille. "Das weibliche Gesicht des Punk” wurde 1941 in Glossop, Derbyshire unter dem Namen Vivienne Swire geboren. Nach einem kurzen Aufenthalt an einer Kunstschule ging sie auf die Universität und arbeitete anschließend als Grundschullehrerin. Sie heiratete Derek Westwood und bekam einen Sohn. Doch drei Jahre später traf sie Malcolm McLaren. Die Welt veränderte sich. Nicht nur für Vivienne. Westwood glaubt noch heute, es gebe nur wenige Menschen mit einem Geschmack für Mode. "I think taste is one of the most difficult things. I think it is more rare than intelligence, not many people have taste. I think my things survive, I think it's like going on a tight rope, at the end it is a triumph, it works." Für kurze Zeit arbeitete sie wieder als Lehrerin, doch 1971 eröffnete sie mit McLaren zusammen ein Geschäft in Chelseas Kings Road. Dort verkauften sie Kleidung für "Teddy Boys". Nach einiger Zeit schlossen sie den Laden wieder und eröffneten ein neues Geschäft namens "Sex". Aus diesem erwuchsen Viviennes unkonventionelle Kreationen. So wollte sie ungewöhnliche Kleidung in den Alltag einbringen. Mit dem Endergebnis sei sie sehr zufrieden, weil es sich von der Masse abhebt: "I don't know. We just had this idea to take things from Sadomasochism, from the underworld and put them for everyday. I don't know, rubber wear for the office – that was our idea. Yes, I used to stop the traffic when I walked down the street in rubber negligees and fishnet tights, because everybody else was dressed like hippies and it looked really good." Das Geschäft wurde zu einem Magneten für Repräsentanten des Punk. Bekanntermaßen ließen die "Sex Pistols" Johnny Rotten dort vorspielen. Chrissie Hynde von den Pretenders arbeitete dort, bis sie nach einem Streit mit einem Kunden entlassen wurde. Die erste große Retrospektive von Westwoods Arbeit wurde In Londons "Victoria and Albert Museum" und in der Australischen Nationalgallerie abgehalten. Sie zeigte 145 Outfits und tourte durch die Welt. Ihre Designs beinhalten Sicherheitsnadeln, Hundeketten, Halsbänder und Rasierklingen. Vivienne wurde berühmt dafür, sich vom Regelwerk loszureißen, wenn es um das Thema Mode geht. Ihre Designs waren revolutionär und ihr Einfluss ist noch heute spürbar. Sie ließ Stile des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts in ihre Kreationen einfließen, sowie folkloristische peruanische Elemente und Strickwaren. Vivienne wurde dreimal zur britischen Designerin des Jahres gekürt. Sie wurde auch von genau dem Establishment wahrgenommen, das die Punk-Bewegung ablehnte. 1992 erhielt sie den britischen Verdienstorden. Sie sorgte für Schlagzeilen, als sie für die Kameras herumwirbelte, nur um zu zeigen, dass sie nichts drunter trägt. Vierzehn Jahre später, im Jahr 2006, gelangte sie zur höchsten britischen Ehre, als sie zur "Dame" ernannt wurde. Sie mag heute bereits eine Großmutter sein, doch Vivienne hat sicher nicht vor, sich still und leise zu verabschieden. Ihr gehört noch immer der Laden in der Kings Road, auch wenn dieser nun "Worlds End" heißt. Von dort verkauft sie ihre "Anglomania"-Linie. Ihre Vorliebe, mit Konventionen zu brechen und ihre offene Verurteilung der Verdummung der Kultur sind so ausgeprägt wie eh und je. Deutlich wurde dies Ende 2005, als sie ein T-Shirt herausbrachte mit der Aufschrift: "Ich bin kein Terrorist. Bitte nehmt mich nicht fest." Sie ist und bleibt eine lebende Ikone.

Anbieter
World Wide Entertainment
Jahr
2010
Dauer
4:21 min
Schlagworte
Schauspielerin, Filmdiva, Filmikone, Kinofilm, Hollywood, Histoclips

Sachgebiete

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