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Humphrey Bogart

Cover: Humphrey Bogart

Der Mann, den das American Film Institute 1999 zum „größten männlichen Star aller Zeiten" kürte, wurde genau hundert Jahre vorher, am 1. Weihnachtstag 1899 geboren. Als Kind wohlhabender Eltern der oberen Mittelschicht waren die Salons von Manhattan sein natürliches Umfeld. Aber zu Ruhm kam Humphrey Bogart als Hollywoods beliebtester Gangster und "harter Hund". Seine erste wirkliche Filmrolle bekam er 1930 im Film "Up the River" von John Ford, mit Spencer Tracy in der Hauptrolle. Danach machte Bogart eine lange Lehrzeit durch, mit Theaterarbeit und kleinen Filmrollen, bis er 1936 seinen Durchbruch erlebte mit dem Film "Der versteinerte Wald", wo Bogarts Rolle auf dem Bankräuber John Dillinger basierte. Dies war ausschlaggebend für Bogarts langfristigen Vertrag mit Warner Brothers, wo er eine Schurken-Rolle nach der anderen spielte, so auch in "Nachts unterwegs" von Raoul Walsh, 1940. Bogart verzweifelte langsam an seinen Rollen, aber sein Aussehen machte diese wohl unvermeidlich. Ein Jahr nach "Nachts unterwegs" wendete sich das Blatt. 1941 spielte er eine seiner denkwürdigsten Rollen in "Die Spur des Falken" von John Huston. Das hatte er George Raft zu verdanken, der es abgelehnt hatte, die Rolle des Sam Spade zu spielen. Mit dieser Rolle wurde Bogart schlagartig berühmt. 1944 spielte er in "Haben und Nichthaben" von Howard Hawks, wodurch er und die Welt die 19-jährige Betty Perske kennenlernte, besser bekannt als Lauren Bacall. Als Bacall in der Rolle der Slim an Bogart in der Rolle des Steve die unvergessliche Frage richtete: „Du weißt doch, wie man pfeift, oder, Steve? Du spitzt einfach die Lippen und bläst", da waren die Würfel gefallen, und trotz des Altersunterschieds von 25 Jahren verliebten sich die beiden. Sie heirateten im folgenden Jahr und bekamen zwei Kinder. Bogart hatte bereits drei desaströse Ehen hinter sich, aber diesmal ging es gut. 1946 brachte Howard Hawks sie wieder in einem Film zusammen, in "Tote schlafen fest". Die knisternde Spannung zwischen Bogart und Bacall machte den Film unvergesslich. 1947 geriet das bekanntermaßen liberale Paar in die Schusslinie des "Komitees für unamerikanische Umtriebe", das eine Hexenjagd auf vermeintliche Kommunisten betrieb. Bogarts Kommentar dazu lautete: „Sie machen jeden fertig, der sich einmal bei der Nationalhymne am Arsch gekratzt hat." Bogart und Bacall traten dem"Committee for the First Amendment" bei. Zusammen mit anderen linksgerichteten Personen des Showgeschäfts wie Judy Garland, Gene Kelly, John Garfield, John Huston und William Wyler marschierten sie nach Washington, um ihren Protest zu bekunden. Das Nationalgefühl war jedoch von der Nachkriegsparanoia vor Kommunisten geprägt, und Bogart konnte nur schwer sein öffentliches Ansehen erhalten und gleichzeitig seiner Überzeugung treu bleiben. Er war ständiger Kritik ausgesetzt und sah sich gezwungen, zurückzurudern; 1948 schrieb er sogar einen Zeitungsartikel mit der Überschrift: „Ich bin kein Kommunist". Er wandte sich wieder seiner Arbeit zu und erhielt 1951 den Oscar als bester Schauspieler für seine Rolle in "African Queen". Drei Jahre später spielte er mit Audrey Hepburn in "Sabrina" von Billy Wilder. Bogart, der ein starker Trinker und Raucher war, starb im Januar 1957 an Krebs. Er wurde mit einer kleinen goldenen Trillerpfeife begraben, in Anspielung auf den Hinweis von Bacall: „Wann immer du mich brauchst, musst du nur pfeifen."

Anbieter
World Wide Entertainment
Jahr
2010
Dauer
4:21 min
Schlagworte
Hollywood, Schauspieler, USA, Filmlegende, Kinogeschichte, Kinofilm, Biografie, Histoclips

Sachgebiete

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