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Salvador Dalí

Cover: Salvador Dalí

Der Name "Dali" wurde zum Synonym für das Fantastische und das Absurde. Das dürfte dem schrillen Salvador Dali gefallen haben. Dali spielte mit der Faszination der Menschen für das Merkwürdige und das "Schrullige". Allerdings wurde er manchmal auch wegen seiner kommerziellen Beweggründe kritisiert. Dali wurde 1904 in Figueres, Spanien, geboren. Schon früh offenbarte sich sein künstlerisches Talent. Mit 14 Jahren hatte er seine erste Ausstellung. Später schrieb er sich an der Madrider Kunstakademie ein. Dort waren die vorherrschenden Stilrichtungen Impressionismus und Kubismus, was Dali jedoch frustrierte. Er war mehr an der klassischen Malerei interessiert. Er entdeckte den Surrealismus für sich und wurde schließlich zu einer Schlüsselfigur der surrealistischen Bewegung. Diese wurde durch die turbulenten 20er und 30er Jahre und durch Sigmund Freuds psychoanalytischen Theorien beeinflusst. Der Surrealismus platzierte Alltagsgegenstände in skurrile Umgebungen, illustrierte das Absurde mit hyper-realistischen Bildern und verwendete Symbole, um Zweideutigkeit zu erzeugen. Als Dali seine Sympathien für General Franco zum Ausdruck brachte, beschuldigten ihn seine kommunistisch ausgerichteten Surrealisten-Kollegen, ihre Ideale zu verraten und schlossen ihn aus der Bewegung aus. Trotzdem sah die Öffentlichkeit Dali noch immer als führenden Surrealisten an. Gala, seine Frau, Muse und Managerin, half Dali bei seinen Werbeaktionen. Mit Gala als Modell produzierte er eine Serie von atemberaubenden Traumlandschaften voller Symbolik. Gala stand außerdem Modell für die Gemälde "Madonna von Port Lligat". Diese verbinden religiöse Abbildungen mit der Auflösung von Materie durch radioaktive Strahlung. Dali nannte diesen Stil "nuklearer Mystizismus". Dieser erwuchs aus seinenem neu erweckten Interesse am Katholizismus und seiner Faszination für die atomare Welt. Das Bild "Kreuzigung" kombinierte diese Elemente ebenfalls. Dieses Meisterwerk war das erste im klassischen Stil gemalte Bild, welches das kubistische Schema verwendete. Er entwarf einen Set für Alfred Hitchcocks Psycho-Thriller Spellbound. Er buhlte permanent um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, und das Publikum war fasziniert. Dalis "Venus von Milo mit Schubladen" zeigt seine Verspieltheit und seine Faszination für optische Täuschungen. Die Schubladen repräsentieren die "unterdrückte weibliche Sexualität", ein von Sigmund Freud entnommener Ausdruck. Dalis Eigenwerbung verübelten ihm einige Künstler-Kollegen. Der surrealistische Führer André Breton war Dali gegenüber besonders kritisch. Er warf ihm vor, mehr Werbedesigner als Künstler zu sein und bildete aus Dalis Namen das Anagramm "Avida Dolars" – "gierig nach Dollars". "Dali was a great showman, of course, he had very little problem, moving between fine arts and commerce and Andre Breton dubbed him ‘Avida Dolars’ in an anagram of his name to suggest his eagerness to work in the commercial world. Magritte had a much more ambivalent relationship, actually, he worked as a commercial graphic designer which when you look at his work, it is very informed by advertising and the strong "motifal" sign that came from his graphic design but he was always very dismissive of that part of his work, even though it was very important in supporting his artistic life." Genau wie seine Bilder sind auch seine Skulpturen sowohl visuell beeindruckend als auch äußerst skurril. Dazu gehören das "Mae West Lips Sofa" aus Holz und Satin und eine Serie funktionsfähiger Hummertelefone. Dali schuf während seiner Schaffensphase über 1500 Bilder, sowie Illustrationen, Film- und Theaterdesigns, Möbel und Skulpturen. Er starb im Jahr 1989. Obwohl die anderen Surrealisten ihn aus ihrem Kreis ausgeschlossen hatten, hatte Dali seine eigene provokative Meinung zu seinem Stil. Er sagte einmal: "Der einzige Unterschied zwischen mir und den Surrealisten ist, dass ich ein Surrealist bin."

Anbieter
World Wide Entertainment
Jahr
2010
Dauer
4:21 min
Schlagworte
Surrealismus, Maler, Künstler, Kunst, Kunstgeschichte, Spanien, Salvador Dali, Kubismus, Histoclips

Sachgebiete

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