Ernest Shackleton
Die Polarforscher des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts gehören zu den kühnsten Forschern der Geschichte. Auf ihren Expeditionen trotzten sie Hunger und eisiger Kälte. Zu diesen Forschern gehörte auch Ernest Shackleton mit seinem legendären Versuch die Antarktis zu überqueren. Bei der Expedition mit Robert Scott im Jahr 1901 kam Shackleton bis auf 250 Kilometer an den Südpol heran, bevor er ausgehungert, skorbutkrank und schneeblind umkehren musste. 1907 leitete Shackleton seine eigene Expedition und kam bis auf 53 Kilometer an den Südpol heran. Der Gruppe gelang es als erste, den Mount Erebus zu besteigen, das Transatlantische Gebirge zu durchqueren und das Südpolare Plateau zu erreichen. Im Jahr 1914 startete Shackleton die Expedition, die ihn in die Geschichte eingehen lassen würde, allerdings nicht für das, was er ursprünglich geplant hatte. Shackleton wollte den antarktischen Kontinent durchqueren und erhielt königliche Unterstützung. Queen Alexandra persönlich kam zu den Docks von London, wo das Schiff ablegen sollte um ihn zu unterstützen: "This is a very famous standard that was given to Shackleton as he was setting out on the Endurance on the Transarctic Expedition. Queen Alexandra had followed his career as an explorer and she came down to the West India Docks in London to come on board the ship and to present this banner to Shackleton and it followed him throughout that amazing expedition and followed him home safe and sound as we can see." Aber das Unglück schlug zu, als sein Schiff, die "Endurance", durch Packeis zerstört wurde und Shackleton und seine Mannschaft gestrandet waren. Die Forscher waren so ganz auf sich allein gestellt: "Shackleton, when he went south, when he left either New Zealand or South Georgia to go south to different parts of the Antarctic, he and his ship were really, completely, on their own, completely isolated, and thus when the Endurance was crushed by the pack ice, they simply had to get out under their own steam." Aus der Forschungsreise wurde ein Kampf ums Überleben, aber diese Notsituation brachte Shackletons Führungsqualitäten zum Vorschein. Auch in den gefährlichsten Situationen gab er seiner Mannschaft Hoffnung. Sein ausgleichendes Wesen und seine natürliche Autorität beruhigten auch die anderen. "Shackleton was what today one might call a people person. I think he understood people and he tried to put people, for example, when tents had to be shared and different groups were in different tents, he tried to match people; a calm leader, somebody who would exude quiet, calm authority." Shackleton beschloss, mit einer Handvoll Männer die gefährliche Reise über 1.500 Kilometer nach Südgeorgien zu wagen. Die übrige Mannschaft blieb auf Elephant Island zurück. Vierzehn Tage lang kämpften sie gegen Eisberge und Seegang. Die letzten 27 Kilometer legten sie in einem gefährlichen Fußmarsch über Berge und Gletscher zurück, bis sie eine Walstation erreichten. Drei Anläufe brauchten sie, um die gestrandeten Männer auf Elephant Island zu retten. Shackleton kehrte als Held nach England zurück, aber seine Gesundheit war durch ein Herzleiden und durch Alkolhol geschwächt. Er starb 1922 in der Antarktis an einem Herzinfarkt, auf einer Expedition zur Umrundung des Kontinents. Auf Wunsch seiner Frau wurde Shackleton auf der Insel Südgeorgien begraben, in einer Grabstätte, die die Eiswüste überblickte. Die Schönheit der unberührten Antarktis hatte er stets genossen: "He clearly enjoyed greatly the aesthetics, the beauty and the grandeur of the Antarctic and I think that was one of the things that attracted him back time after time, part of it was a challenge, but a part of it was the sheer magnitude of beauty of the Southern Continent."
- Anbieter
- World Wide Entertainment
- Jahr
- 2010
- Dauer
- 4:20 min
- Schlagworte
- Abenteuer, Abenteuerer, Entdecker, Pionier, Expedition, Arktis, Histoclips
Sachgebiete
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