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Edwards Air Force Base

Cover: Edwards Air Force Base

Dies ist kein normaler Militärstützpunkt. Dies ist Edwards. Hier testen Piloten bahnbrechende Neuerungen in der Luftfahrt. Im frühen 20. Jahrhundert war der Ort eine Wasserstelle für die Eisenbahn. Die Brüder Corum, die sich dort in der Nähe von Rogers Dry Lake niederließen, gründeten eine kleine Ortschaft. Edwards wurde als Luftfahrt-Testgelände errichtet. An diesem Ort ist der legendäre "right stuff" anzutreffen. Männer, die noch ungetestete Maschinen fliegen und die die Grenzen der Luftfahrt immer weiter austesten. Das Gelände ist seit über 50 Jahren das offizielle Flugtestgelände der amerikanischen Luftwaffe. Piloten sagen dazu "pushing the envelope" – die Grenzen der Möglichkeiten eines Flugzeugs austesten. Die Testpiloten sind eine Elitegruppe. Vor kurzem versammelten sich die Anhänger, um den Ort zu ehren: Der Stützpunkt wurde als historische Stätte der Luftfahrt bezeichnet. Darunter war auch ein Mann, der viele Unfälle überlebt hatte und der später einer der berühmtesten Piloten wurde – Chuck Yeager. Nur fünf Jahre nach dem ersten Düsenflug stieg Chuck Yeager in ein Testflugzeug, das einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt setzten würde. Die X-1 flog schneller als der Schall. Am 14. Oktober 1947 wurde die Schallmauer durchbrochen. Chuck Yeager übertraf "Mach 1". Dies sollte erst der Anfang sein. Innerhalb von sechs Jahren wurde die Geschwindigkeit verdoppelt, und nach 16 Jahren hatte man das 16-fache der Schallgeschwindigkeit erreicht. All diese Leistungen wurden am Luftwaffenstützpunkt Edwards errungen. Viele Piloten kamen ums Leben. Bei Edwards werden Straßen nach Verunglückten benannt – und es gibt dort viele Straßen. Ein Beispiel ist Captain Glen Edwards. Eine Ausstellung im Edwards-Museum berichtet, wie er 1948 bei einem Testflug ums Leben kam. Ein Jahr später wurde der Stützpunkt nach ihm umbenannt. Im Museum des Stützpunkts wird gezeigt, was Edwards berühmt gemacht hat. Einige Piloten durchbrachen die Schallgeschwindigkeit, andere flogen bis an die Grenze zum Weltall. Über 500 Flugzeuge wurden bei Edwards getestet, und führten die Theorien der Luftfahrt an ihre Grenzen. Allzu oft wurden die Grenzen überschritten und die Maschinen versagten. In der Anfangszeit bei Edwards konnten die neuen Ideen nur real getestet werden; es gab keine Flugsimulatoren. Manchmal gab es unerwartete Effekte mit katastrophalen Folgen, aber auch die Testpiloten meinten, aus dem Erforschen des Unbekannten würde man viel lernen. Bob Hoover ist eine weitere Fluglegende von Edwards. Nach 58 erfolgreichen Missionen im Zweiten Weltkrieg wurde sein Flugzeug abgeschossen und er gefangen genommen. Er war 16 Monate in deutscher Gefangenschaft. Dann gelang ihm die Flucht, er stahl ein Flugzeug und flog in die Niederlande. Nach dem Krieg kam er nach Edwards. Er flog auch das Begleitflugzeug beim X-1 Testflug. Bob Hoover ist vor allem wegen seiner Flugkunststücke und seiner Rekordversuche bekannt. Sein berühmtestes Flugkunststück war seine "Energy Management – Routine", hier zu sehen in einer Shrike Commander. Im Jahr 1992 wurde er in den "Aerospace Walk of Honour" aufgenommen. Bob Hoover ist ein Beispiel für den „right stuff".

Anbieter
World Wide Entertainment
Jahr
2010
Dauer
4:35 min
Schlagworte
USA, Kampfflugzeuge, Testpiloten, Right Stuff, Überschall, Kampfpilot, Glen Edwards, Bob Hoover, Histoclips

Sachgebiete

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