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Entwicklung der Atombombe

Cover: Entwicklung der Atombombe

Nach dem 6. August 1945 würde die Welt nie wieder dieselbe sein – Der B29 Bomber Enola Gay warf die erste Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima. Geschätzte 140.000 Japaner verloren ihr Leben und weitere 80.000 starben bei einem zweiten Angriff, drei Tage später, auf die Stadt Nagasaki Tausende weitere Opfer würden in den folgenden Jahren an den Folgen der radioaktiven Strahlung und anderen Verletzungen sterben. Noch heute leiden Menschen unter dem Angriff. Aufgrund des Ausmaßes der Zerstörung durch die neue Waffe kapitulierte Japan bedingungslos. Am 15. August 1945 endete somit der Zweite Weltkrieg. Atomares Wettrüsten war in den folgenden Jahrzehnten Teil des Kalten Krieges. Nach dem Krieg, im Dezember 1945, begannen die USA ihre Testprojekte, um den Effekt von Atombomben auf amerikanische Kriegsschiffe zu beobachten. Als Testort wählten sie das Bikini Atoll, das zu den Marschallinseln gehört. Die Inseln waren zwischen 1946 und 1958 Versuchsgebiet für über 20 Wasserstoff- und Atombombentests. An der Operation „Crossroads" waren 242 Marine-Schiffe, 156 Flugzeuge, 25.000 Strahlungsmessgeräte und 5.400 Ratten, Ziegen und Schweine, die zu Versuchszwecken dorthin gebracht worden waren, beteiligt. Über 42.000 militärische und zivile Angestellte waren in das Testprogramm auf Bikini involviert. Zwei Atombomben detonierten bei der Operation Crossroads, beide etwa von der Größe der auf Nagasaki abgeworfenen Bombe. Viel Filmmaterial wurde aufgewendet, um die Able- und Baker- Detonationen aufzuzeichnen. Während des Krieges hatte die Angst, das Nazi-Regime könne Atomwaffen entwickeln, die USA dazu gebracht, eigene Forschungen in Form des Manhattan Projektes aufzunehmen. Bei diesem Projekt wurden drei Atombomben-Detonationen durchführt: Der Trinity Test vom 16. Juli 1945: Am 6. August wurde die Bombe mit dem Code-Namen “Little Boy” über Hiroshima abgeworfen und am 9. August detonierte eine Plutonium-Bombe mit Code-Namen “Fat Man” über Nagasaki. Entstanden aus einem kleinen Forschungsprogramm, 1939, beschäftigte das Manhattan-Projekt insgesamt über 130.000 Menschen und kostete nahezu zwei Milliarden Dollar. Die drei bedeutendsten Forschungs- und Produktionsstätten des Projektes waren die Plutonium-Produktions-Anlage, heute Hanford Site, die Uran-Anreicherungs-Anlage, heute das Oak Ridge National Laboratory und die Waffen-Forschungs-Einrichtung, heute das Los Alamos National Laboratory. Die Infrastruktur für die Anlage und die Arbeiter machten Oak Ridge zur fünftgrößten Stadt des Staates Tennesee. Insgesamt aber wurde in über dreißig verschiedenen Anlagen weltweit geforscht. Die Notwendigkeit und der Nutzen der Atombombe sind noch immer mehr als umstritten. Aber die Angriffe brachten die japanische Regierung zur Kapitulation. Am 2. September 1945 wurden an Bord des Kriegsschiffes Missouri die Friedensverträge unterzeichnet. Über viele Jahre fürchtete man einen atomaren Konflikt zwischen den USA und der Sowjetuntion. Zwar ist das nun Vergangenheit, doch die Probleme der Entsorgung und die atomare Bedrohung durch neue Länder sind eine neue Gefahr.

Anbieter
World Wide Entertainment
Jahr
2010
Dauer
4:33 min
Schlagworte
Atombombe, Manhattan Projekt, Oppenheimer, Atombombentests, Strahlung, Nuklear, Wasserstoffbombe, Radioaktiv, Hiroshima, Nagasaki, USA, Massenvernichtung, Enola Gay, Nevada-Test-Site, Trinity-Test, Kalter Krieg, Wettrüstung, Histoclips

Sachgebiete

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