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Indira Gandhi

Cover: Indira Gandhi

Indira Gandhi wurde am 19. November 1917 geboren. Von Januar 1966 bis zum 24. März 1977, und ein zweites Mal, von Januar 1980 bis zu ihrer Ermordung am 31. Oktober 1984 war sie Premierministerin Indiens. 1960 begann ihre Amtszeit als Präsidentin des Nationalkongresses ohne besondere Vorkommnisse, aber so ruhig sollte es nicht bleiben. Nach dem Krieg zwischen Indien und Pakistan 1965 kandidierte Indira Gandhi als Premierministerin und setzte sich gegen Moraji Desai durch. Damit wurde sie zum dritten Premierminister Indiens und zur ersten Frau in dieser Position. Sie förderte besonders landwirtschaftliche Reformen, die Indiens Lebensmittelknappheit beendeten. Das Land begann sogar, Lebensmittel zu exportieren und neue Produktionsbereiche zu erschließen. Ihre Wirtschaftspolitik ließ die indische Bevölkerung Hoffnung schöpfen. Indira Gandhi wird als Heldin und Ikone angesehen. Doch – vielleicht aufgrund von Familienproblemen, und weil sie ihre Vergangenheit einholte – erlebte sie bei den Wahlen 1977 eine Niederlage. Ihre Partei unterlag, und sie verlor ihr Amt. Vorher war Indira Gandhi wegen Wahlbetrugs bei den Wahlen 1971 verurteilt worden. Das Gericht forderte sie auf zurückzutreten. Stattdessen rief sie den Ausnahmezustand aus. Die Verurteilung bezeichnete sie als Verschwörung. Obwohl die Verurteilung vom Obersten Gerichtshof schließlich aufgehoben wurde, wurde der Ausnahmezustand beibehalten. Gandhi unterstellte viele Lebensbereiche einer strengen Kontrolle, und Tausende von Oppositionellen wurden verhaftet. Viele sahen in diesen Aktionen den Einfluss ihres Sohnes Sanjay Gandhi. Kritiker behaupteten, die Regierung hätte das demokratische System Indiens untergraben. Dennoch hoffte Indira Gandhi auf den Rückhalt in der Bevölkerung und setzte 1977 Parlamentswahlen an. Dabei verlor sie allerdings ihren Sitz im Parlament und die Kongresspartei unterlag. In der Wahl 1980 gelang ihr eine spektakuläre Rückkehr, und sie konnte eine neue Mehrheitsregierung bilden. Als ihr Sohn Sanjay bei einem Flugzeugunglück starb, begann sie, seinen älteren Bruder Rajiv Gandhi als ihren Nachfolger aufzubauen. 1984 ließ Gandhi einen Aufstand der Sikhs blutig niederschlagen. Das führte zu ihrer Ermordung am 31. Oktober 1984. Sie wurde von Sikhs aus ihrer Leibgarde getötet. Zwei Wächter erschossen sie im Garten der Residenz. Sie starb auf dem Weg zum Krankenhaus. Indira Gandhi wurde am 3. November 1984 eingeäschert. Indira Gandhi hat viel für ihr Volk getan. Sie hat gewagte, weitreichende, sogar radikale Veränderungen in den politischen, kulturellen und industriellen Verhältnissen Indiens herbeigeführt.

Anbieter
World Wide Entertainment
Jahr
2010
Dauer
4:32 min
Schlagworte
Gandhi, Indien, Prmierministerin, Ausnahmezustand, Ermordung, Attentat, Sikh, Kastensystem, Demokratie, Unterdrückung, Opposition, Wahlbetrug, Biografie, Histoclips

Sachgebiete

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